Frage von Hexe69, 8

Zahlung entgangener Guthabenzinsen+Darlehenszinsen vom Verkäufer an Käufer der Immobilie

Eine Immobilie wird im Dezember 2014 verkauft. Der bisherige Eigentümer bleibt bis November 2015 darin wohnen. von Januar 2015 - Juli 2015 wird für das seitens des Käufers aufgewendete Kapital ein Ausgleich durch den Verkäufer gezahlt (entgangene Guthaben-Zinsen + zu zahlende Darlehenszinsen). Ab August 2015 - November 2015 wohnt der Verkäufer miet- und zahlungsfrei in der Immbolie als Ausgleich für einen Kaufpreisnachlass.

Wie ist der zu zahlende "Ausgleich" von Januar 2015 - Juli 2015 steuerrechtlich für Verkäufer und Käufer zu werten? Mieteinnahmen? Kapitalertrag? Fallen keine Steuern an?

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Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für einkommensteuer, 3

Kommt drauf an, eine meiner Lieblingsantworten.

Worauf kommt es an? auf den Vertrag.

  1. Der Kaufvertrag datiert 12/2014. Übergang der Nutzen und lasten wird für den 30. 11. 2015 vereinbart. Der Verkäufer zahlt bis dann die öffentlichen Abgaben usw. Dann wären die Zahlungen des Verkäufers wohl Zinseinnahmen des Käufers. Es stellt sich aber die Frage, warum man diese Zahlung nicht auch als Kaufpreisminderung ausgewiesen, oder einfach nur berechnet hat, ohne es so zu bezeichnen (also nur geringeren Kaufpreis genannt.

  2. übergang nutzen und lasten zum 31. 07. 2015, zu beurteilen wie Punkt 1.

  3. Übergang der Nutzen udn lasten 31. 12. 2014/01. 01. 2015, dann wären wohl alle Zahlungen Miete, oder Nutzungsausfallentschädigung.

Da es ja um ziemlich hohe Summen gehen kann, mit erheblcihen steuerlichen Auswirkungen, diese Fragen einem StB vorlegen, der dann ja auch die weiteren Daten hat (Einkommenssituation, spätere Nutzung, Darlehen und Darlehenszinsen usw.) und das einfliessen kann. Der Notar hat ja eine Aufklärungspflicht ist aber mit diesen Hintergründen m. E. völlig überfordert.

Auch übrigens für den Verkäufer. Je nach Konstellation kann es ja einen möglichen Gewinn aus einem privaten Veräusserungsgeschäft mindern. Zwar noch dem Sachverhalt nicht zwingen, aber zumindest nicht unmöglich.

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