Ich habe in der Bild Zeitung gelesen, dass laut Ökotest sich die Riesterrente erst mit 85 lohnt. Stimmt das? Was für ein Sinn amcht so eine Versicherung dann überhaupt?

Ich weiss ja nciht wie sehr der Bldzeitungs artikel die Sache gekürzt hat.
Natürlich ist Riester renditeschwach, denn es sind soviele Sicherungen eingebaut, die sich die Versicherer bezahlenlassen (müssen), dass dies auf die Rendite geht.
Ausserdem ist die Riesterente überwiegend für Männer, nicht für Frauen, renditeschwach.
Es sit ein Unisextarif vorgeschrieben. Da Frauen aber älter werden als Männer, geht aus den Beiträgen eben viel in diese, höhere Lebenserwartung der Frauen.
Also für Frauen dürfte sich die Riesterrente 10 Jahre früher rentieren, obwohl sie älter werden.

Hello Mr. President,
Ja ja, die Bild- Zeitung... die Riesterrente gibt es nicht. Es gibt ganz verschiedene Konzepte, die nicht miteinander vergleichbar sind. Z.B. die klassische Riesterversicherung, die eine garantierte Verzinsung hat plus Überschüsse. Dann eine Variante die neben der garantierten Verzinsung die Überschüsse in Fonds investiert. Dann gibt es auch Riesterversicherungen, die den größten Teil in Fonds anlegen.
Darüber hinaus gibt es auch Riestersparverträge und reine Fondssparpläne, die ohne den Versicherungsmantel auskommen. Zudem gibt es die Möglichkeit, die Riesterförderung direkt in die Tilgung einer Immobilie einfließen zu lassen. Oder aber in einen Bausparvertrag. Die Verträge haben natürlich auch unterschiedliche Kostenstrukturen.
Eine alleinstehende Riestersparerin bekommt max. eine Förderung von 154 Euro pro Jahr (plus u.U. einen Steuervorteil). Die Muter, die nach 2007 stolze Mutter von Sechslingen geworden ist, hat einen Anspruch auf 1.954 Euro Förderung pro Jahr für ca. 20 Jahre, danach weiterhin 154 Euro.
Wenn nun ein Magazin wie Öko- Test pauschal sagt, dass sich ein Riestervertrag erst ab 85 Jahren lohnt, so kann sich jeder seine eigenen Gedanken darüber machen...
wfwbinder am 28. Juni 2009 16:23 Die Frage ging auf Riesterrente udn nicht Riesterverträge im Allgemeinen.
Die Rente hat, bedingt durch den Unisextarif, tatsächlich Schwächen für Männer.
humoer am 28. Juni 2009 18:50 Ich denke, dass auch bei jedem Riesterrentenvertrag es einen Unterschied macht, ob ich über 20 Jahre z.B. 154Euro x 20 Jahre an Förderung bekomme, macht also 3.080Euro, oder z.B. mit 2 Kindern, die ab 2008 geboren sind, z.B. 754Euro pro Jahr, das macht also 15.080Euro Förderung über den Zeitraum. Und wenn ich dann die Rendite meiner eingezahlten Beiträge zugrunde lege, gibt es eben riesige Unterschiede in der Beitragsrendite. In vielen Fällen, bei Geringverdienern, ist diese Förderung schon möglich mit einem Beitrag ab 5Euro im Monat, bei selbstständigen Verheirateten u.U. sogar ohne Beitrag. Und dann wird sich die Rente auch schon weit vor dem 85. gelohnt haben.
Stand diese "Riesterente" in BILD (oder/und in Öko-Test)? Fundstelle?
Hier wird auch darüber berichtet:
http://www.vorsorge-und-finanzen.de/Ratgeber-Altersvorsorge/081021-Test-durch-Oekotest-Riester-Rente-fuer-Maenner-renditeschwac.html