Frage von Hellequin,

Youtube-Monetarisierung als Student - Gewerbe anmelden?

Hallo,

folgender Sachverhalt: Ich habe seit einigen Monaten einen YouTube-Kanal, der auch ganz gut läuft und im Monat ungefähr 50 bis 60 Euro abwerfen würde. Nun lese ich fast überall, dass man ein Gewerbe anmelden muss, wenn man seine Videos monetarisiert. Des Öfteren wird aber auch gesagt, dass man das als Student nicht müsse.

Wie sieht es denn nun wirklich aus? Da ich leider gerade ausschließlich vom Unterhalt meiner Eltern lebe, aber noch einen 450 Euro-Job in Aussicht habe, wäre ein kleiner zusätzlicher Verdienst nicht schlecht.

Vielen Dank.

Antwort
von jowaku,

Nun lese ich fast überall, dass man ein Gewerbe anmelden muss, wenn man seine Videos monetarisiert.

So ist es, das ist Fakt. Diese Tätigkeit ist auf Gewinn (Einnahmen > Ausgaben) und auf Dauer angelegt. Es ist definitiv ein Gewerbe. Es muss angemeldet werden. Alle anderen Behauptungen wären - sehr harmlos ausgedrückt - naiv.

Der Gewinn (= Einnahmen - Ausgaben) muss während des jahrees ermittelt werden und nach Jahresende in die Anlage G der Einkommensteuererklärung. Ob ein Student dann aber wirklich Einkommensteuer dafür zahlen muss, hängt davon ab, ob er mit seinem gesamten zu versteuernden Einkommen über den Grundfreibetrag von zur Zeit 8130€ kommt.

aber noch einen 450 Euro-Job in Aussicht habe,

Wenn man mit dem Gewinn aus dem Gewerbe und dem 450 Euro-Job plus Bankzinsen über 450 € im Monatsurchschnitt kommt, kann man nicht mehr mit den Eltern bei der Krankenkasse familienversichert sein. Man muss dann selbst die KK zahlen. ausführlicher: http://klicktipps.de/gewerbe3.php#studenten

Kommentar von Hellequin ,

Danke. Zum Glück gibt es hier auch Menschen mit sinnvollen Antworten.

Kommentar von EnnoBecker ,

Das Gewerbe meldet er aber nicht als Student an, sondern als Gewerbetreibender.

Um Steuern und Versicherungen ging es in der Frage nicht.

Kommentar von jowaku ,

Hmm, aus der Formulierung der Frage ergibt sich aber m. E., dass er noch Student ist.

Das mit den Steuern habe ich geschrieben, wei die Frage so wirkt, als wären bei der Frage nach dem "Müssen" Vorinformationen zu Gewerbeanmeldungspflicht und Steuer vermengt worden.

Die KK ist der Vollständigkeit halber erwähnt, weil diese Kleinigkeit gerne übersehen wird, und dann (teilweise unnötig) einen Teil des Gewinns der - oft nicht reichen - Studenten zerstört.

Kommentar von EnnoBecker ,

aus der Formulierung der Frage ergibt sich aber m. E., dass er noch Student ist.

Und? Was hat denn das mit dem Gewerbe zu tun? Sicherlich ist er auch glatzköpfig oder hat volles Haar, ist blond oder brünett. Das hat genausoviel mit dem Gewerbe zu tun.

Das mit den Steuern habe ich geschrieben, wei die Frage so wirkt

Ja, aber er ist doch bereits mit der einen Antwort überfordert.

Die KK ist der Vollständigkeit halber erwähnt,

Das ist logisch. Wenn man etwas von den Steuern schreibt, gehört die KK dazu.

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