Frage von Ursa3, 384

Yogalehrerin Nebenverdienst/Steuernummer?

Ich arbeite seit Jahresbeginn 2014 nebenberuflich als Yogalehrerin, brauche lt. Auskunft WKO dafür keinen Gewerbeschein u gehöre mit dieser Tätigkeit zu den Neuen Selbständigen. Bis jetzt war geplant das geringe Nebeneinkommen, das ja unter die Zuverdienstgrenze fällt, nicht zu versteuern. Ich führe genaue Aufzeichnungen über Einnahmen/Ausgaben (Raummiete, Fortbildungskosten, Arbeitsunterlagen etc.) bin mir aber jetzt nicht sicher, ob ich aufgrund der Regelmäßigkeit nicht doch eine eigene Steuernummer brauche oder meldepflichtig bin? Das Yogastudio stellt mir Rechnungen für die monatliche Miete aus.

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Antwort
von wfwbinder, 384
lt. Auskunft WKO dafür keinen Gewerbeschein

stimmt, ist freier Beruf.

Tätigkeit zu den Neuen Selbständigen.

Was ist das? Kläre uns bitte auf.

Bis jetzt war geplant das geringe Nebeneinkommen, das ja unter die Zuverdienstgrenze fällt, nicht zu versteuern.

Zuverdienstgrenze? 410,- Euro im Jahr § 46 Abs. 2 Nr. 1 EStG ?

Ich führe genaue Aufzeichnungen über Einnahmen/Ausgaben (Raummiete, Fortbildungskosten, Arbeitsunterlagen etc.)

Sehr gut, das beugt späterem Ärger, oder Suchereien vor.

ob ich aufgrund der Regelmäßigkeit nicht doch eine eigene Steuernummer brauche oder meldepflichtig bin?

ES reicht, wenn Du nach Ablauf des Jahres eine Einnahmen-Ausgaben-Überschussrechnung machst udn mit einer Anlage "S" in die Einkommensteuererklärung einfügst.

Kommentar von wfwbinder ,

WKO = Wirtschaftskammer Österreich?

Es wäre hilfreich gewesen, wenn Du, für den Fall, dass Du aus Österreich fragst, dies in einem deutschen Forum, zumindest kurz, erwähnt hättest.

Kommentar von Ursa3 ,

Es tut mir leid, ich habe erst jetzt realisiert dass ich in einem deutschen Forum schreibe. Bitte um Verzeihung! Werde meine Anfrage wieder löschen.

Kommentar von Ursa3 ,

Vielen Dank für die Antwort!

Hier ein Auszug einer Mail der WKW: Die reine Unterrichtstätigkeit (wenn Sie "lediglich" Unterricht anbieten = Trainer) unterliegt nicht der Gewerbeordnung, d.h. für diesen Bereich ist keine Gewerbeanmeldung möglich/erforderlich. Die Unterrichtstätigkeit ist der Berufsgruppe der so genannten „NEUEN SELBSTSTÄNDIGEN“ zugeordnet.

Die NEUEN SELBSTÄNDIGEN unterliegen auch der gewerblichen Sozialversicherungspflicht (allerdings erst ab einem gewissen monatlichen Einkommen). Hier gibt es einen eigenen Ansprechpartner bei der gewerblichen Sozialversicherungsanstalt, Wiedner Hauptstr. 84-86, 1040 Wien,….

Bis jetzt habe ich nur eine Arbeitnehmerveranlagung gemacht (da ich auch hauptberuflich unselbständig tätig bin). Muss ich ab jetzt eine Einkommenssteuererklärung abgeben? Brauche ich also keine eigene (weitere) Steuernummer als Selbständige?

Kommentar von wfwbinder ,

Tut mir leid, da bin ich leider überfragt, weil ich in österreichischem Recht nur über extrem rudimentäre Kenntnisse verfüge.

Aber das der Vorgang in die Einkommensteuererklärung gehört, da bin ich mir sicher, wie sollte das Finanzamt sonst wissen, dass diese Sonderregeln greifen?

Antwort
von vulkanismus, 283

Du bist also selbständig ("Neue Selbständige" ist wohl eine Erfindung von Dir).

In diesem Zusammenhang sprichst Du von einer Zuverdienstgrenze, die es nicht gibt.

Eine Steuernummer wirst Du wohl schon haben.

Was meinst Du mit meldepflichtig?

Was hälts Du davon, einen Steuerberater aufzusuchen.

Kommentar von EnnoBecker ,
In diesem Zusammenhang sprichst Du von einer Zuverdienstgrenze, die es nicht gibt.

Doch, gibt es, siehe § 46 (3) EStG. Sie beträgt 4101 Euro pro Jahr.

Aber wahrscheinlich hat sie das nicht gemeint.

Kommentar von wfwbinder ,

viel besser fand ich:

Bis jetzt war geplant das geringe Nebeneinkommen, das ja unter die Zuverdienstgrenze fällt, nicht zu versteuern.

Erinnert mich an den legendären Brief an das Finanzamt:

Ich habe mich entschlossen Ihrer Einkommensteuer nicht beizutreten.

Kommentar von Ursa3 ,

Schön wenn ich Sie damit zum Schmunzeln gebracht habe, in Wahrheit wollte ich genau das schreiben ;-)

Kommentar von Ursa3 ,

In Österreich heißt das korrekt Geringfügigkeitsgrenze, man darf jährlich insgesamt bis zu 730 Euro dazuverdienen. Steuerfrei und muss es nicht angeben.

Kommentar von wfwbinder ,

Danke, wieder was dazugelernt. das ist dann vermutlich der deutschen 410,- Euro Grenze vergleichbar, die EnnoBecker und ich meinten.

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