Frage von PonyGirl, 183

WWas ist wenn der Steuerberater falsch berechnet?

Ich 61,Frau, verheiratet kein Kinder selbständig als Freiberufler für ca 5 Std / Woche mit einem jährliche Brutto zu versteuern Einkommen vom nur ca 8000 pro nach Abzug von Betriebskosten. Mein Mann, Angestellter, Bruttoeinkommen von ca 30000 Euro im Jahr.

Vor jahren, als ich in meine selbständige Tätigkeit viel mehr verdiente, haben wir von der Steuererklärung immer eine Rückzahlung erhalten. Aber in die letzten Jahre mussen wir eine Nachzahlung leisten. wir sind vom Steuerberater immer zusammen gelegt für der Steuererklärung - früher manchmal getrennt. Ich bin Engländerin, kenne mich mich die deutschen Steuergesezte überhaupt nicht aus - dafür bezahle ich ein Steuerberater. Mein Bauchgefühl ist dass unser Steuererklärung - ausgeführt von die Fach-Gehilfin - unterschreiben vom Berater selbst - wegen die immer wieder Nachzahlungen ist vielleicht etwas schiefgegangen. Ich meine dass mit so eine geringe Einkommen (8000 brutto pro jahr) liege ich unter der erlaubte Freibetrag und dadurch keine EinkommenSteuer bezahlen mussen? Liege ich falsch mit meinem "Bauch-Gefühl" oder wenn nicht, was kann ich machen?

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für einkommensteuer, 146

Dein Ehemann wird bei seiner Anstellung (2.500,- Euro monatlich) gem. Steuerklasse III Abzüge haben. Weil in der Steuerklasse III Dein Grundfreibetrag enthalten ist, zahlt er nur ca. 100,- Euro Lohnsteuer (kannst Du ja auf seiner Abrechnung kontrollieren.

Bei der Veranlagung kommen dann Deine 8.000,- Gewinn dazu (eigentlich hätte das Finanzamt vierteljährliche Vorauszahlungen festsetzen müssen). 

Damit dürfte eine Nachzahlung von ca. 1.750,- herauskommen.

Dies ist nur eine Schätzung nach Deinen Angaben, aber es hat damit alles seine Richtigkeit.

Antwort
von blackleather, 105

Du tust ja so, als könnte der Steuerberater es beeinflussen, ob du eine Nachzahlung leisten musst oder eine Erstattung erhältst.

Kann er aber nicht.

Wenn du ein bisschen nachdenkst, wirst du selbst darauf kommen, dass Nachzahlung oder Erstattung einzig und allein davon abhängen, wie viel jemand voraus gezahlt hat.

Anhand deines Einkommens von x ergibt sich laut Gesetz eine Steuer von y. Dabei ist es völlig unerheblich, wie viel du vorausgezahlt hast und ob überhaupt.

Vielmehr stellt sich erst nach der Steuerfestsetzung die Frage, ob deine Vorauszahlungen größer oder kleiner als y sind. Sind sie größer, hast du zu viel bezahlt und bekommst eine Erstattung. Sind sie kleiner, hast du zu wenig bezahlt und musst nachzahlen. Das ist doch wohl einfach und logisch, oder etwa nicht?

Wenn du unbedingt eine Steuererstattung haben willst, dann lass doch einfach entsprechend hohe Vorauszahlungen festsetzen.


Kommentar von LittleArrow ,

Ich finde, Dein Kommentar ist etwas einseitig auf die ESt-Vorauszahlungen fixiert. Bei einer getrennten Veranlagung würde die Dame keine Einkommensteuer bezahlen müssen. Ihr Mann zahlt seinen eigenen Teil an Steuern, insb. schon durch die Lohnsteuer ausreichend belastet. "Er" könnte von der Lohnsteuer etwas durch Zusammenveranlagung entlastet werden. Vielleicht geht es auch noch um Fragen der Steuerklasse des Mannes.

Kommentar von LittleArrow ,

könnte von der Lohnsteuer etwas durch

hier muss es "von der Einkommensteuer etwas" heißen.

Wenn er natürlich lt. naheliegender Erwartung von wfwbinder bereits Steuerklasse III hat, dann wird es für PonyGirl durch das Zusatzeinkommen von € 8.000 alles nur "ungünstiger".

Man könnte auch sagen, PonyGirl: Dein Mann lebt durch die Steuerklasse III auf Deine Kosten (steuermäßig gesehen).

Kommentar von EnnoWarMal ,

"Wenn du unbedingt eine Steuererstattung haben willst, dann lass doch einfach entsprechend hohe Vorauszahlungen festsetzen."

Und das ist das Geschäftsmodell der Zukunft für uns Steuerberater. Wir veranlassen hohe Vorauszahlungen und rechnen dann 10% der Erstattung ab.

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