Frage von galvanik,

Würde eine Zinserhöhung der EZB dazu führen, daß die Schuldenkrise wieder neu beginnt?

Ist es richtig, daß die EZB zur Bekämpfung der Inflation die Zinsen erhöhen könnte, dies dann aber die Staatsschuldenkrise neu entfachen würde. Wenn ja, dann ist das doch eine verdammt verzwickte Situation und Kreditkunden dürften weiter auf niedrige Kreditzinsen hoffen,richtig?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gandalf94305,

Die Zinsen dürften noch etwas niedrig bleiben, jedoch könntest Du ab 2015 wahrscheinlich wieder mit Erhöhungen rechnen. Das sagt uns jedenfalls die Zinsstrukturkurve und das sieht man auch an den Zinsen für längerlaufende Darlehen.

Antwort
von SBerater,

die günstigen Kreditzinsen in D hängen nicht nur von den Leitzinsen ab, sondern vielmehr von dem Vertrauen der Investoren in D als Schuldner. Damit bleiben die Renditen bei Anleihen niedrig. Von diesen wiederum hängt die Umlaufrendite ab wie auch die Finanzierungskosten der Banken bei Hypothekenkrediten. Hier sollte man die Konditionen von den Pfandbriefen ansehen. Die bewegen sich immer in der "Nähe" von Anleihen. Das mache die Kredite günstig.

Kreditkunden generell in diesem Schublade zu werfen, ist nicht korrekt, denn ein Ratenkredit folgt anderen Regeln. Frag mal die Nutzer von Dispokrediten, ob die was von den niedrigen Zinsen der EZB merken. Die werden das verneinen.

Wenn nun die EZB die Leitzinsen erhöhen sollte (was ja irgendwann kommen wird), dann wird die Schuldenkrise nicht zwingend sofort aufflammen. Wenn die Investoren den wackelnden Schuldnern wieder vertrauen, dann können sich die Geld an den Finanzmärkten leihen. Dann flammt da nicht zwingend was auf.

Antwort
von Maxieu,

Ja. Ja. Ja. (Es müssen mindestens Zeichen sein, sonst hätte mir ein "ja" genügt.

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