Frage von Thea12, 158

Mein Wohngeldantrag wurde abgelehnt - ist ein Widerspruch oder ein Neuantrag sinnvoll?

Hallo,

wir haben einen Wohngeldantrag gestellt, dieser wurde jedoch abgelehnt.

Wir haben bisher finanzielle Unterstützung von unseren Eltern erhalten, die dies jedoch nicht weiter leisten können. Deshalb auch der Antrag auf Wohngeld. Nun wurde diese Unterstützung jedoch voll auf das zu berücksichtigende Einkommen gerechnet obwohl sie ja nun wegfällt bzw. wir den Antrag ja gestellt haben, da diese Unterstützung wegfällt. Dies hatte ich beim Antrag auch schriftlich erläutert. Auch haben wir einen einmaligen Betrag von unserer Familie erhalten, um die Zeit, die die Bearbeitung des Wohngelds in Anspruch nimmt (immerhin 5 Monate) überbrücken zu können. Auch dieser Betrag wurde voll in das zu berücksichtigende Einkommen gerechnet obwohl wir das ja nur bekommen haben, um die Wartezeit überbrücken zu können.

Macht es Sinn, Widerspruch einzulegen? Oder macht es Sinn erneut einen Wohgeldantrag zu stellen (der einmalige Betrag ist inzwischen aufgebraucht) und unsere Eltern können nun auch nicht mehr länger unterstützen)? Wovon sollen wir leben in den Monaten, in denen der Antrag läuft, wenn wir uns ja offensichtlich auch nicht helfen lassen dürfen ohne negative Folgen für den Antrag?

Vielen Dank schon mal.

Antwort
von Primus, 158

Ich rate zu einem neuen Antrag, in dem nur Euer reelles Einkommen angegeben wird.

P.S. Etwas Taschengeld, dass von den Eltern für " kleine Gefälligkeiten " zugesteckt wird, darf man annehmen, ohne dass es angegeben werden muss. ;-))

Antwort
von wfwbinder, 156

Wie habt Ihr das denn alles eingetragen und mit den Eltern vereinbart?

Wenn mir Jemand ein Darlehen von 1.000,- euro gibt, um die Zeit bis zur Auszahlung von was auch immer zu überbrücken, dann ist das kein Einkommen.

Wenn ich aber einen Kontoauszug vorlege wo einfach 1.000,- Zugang drauf sind ohne Erläuterung, müssen die Leute von Einkommen ausgehen.

Ich würde Einspruch einlegen udn den Fall genau schildern. Auch eben, dass die Unterstützung wegfällt.

Kommentar von Thea12 ,

Vielen Dank. Ich habe im Anschreiben angegeben, dass dieses Geld der Überbrückung dient und wie viel davon derzeit monatlich für unser Leben weggeht. Da die Sachbearbeiterin darüber also sehr wohl informiert war, bin ich mir eben nicht sicher, ob ein Einspruch sinnvoll ist oder ob man besser einen neuen Antrag stellt, bei dem dieses Geld nun nicht mehr erscheint, da es ja aufgebraucht ist. Bei einem neuen Antrag geht halt alles noch mal von vorne los und falls wir tatsächlich so bereits Anspruch hätten, würde dieser ja auch schon seit Antragstellung gelten, also für die letzten 5 Monate.

Darf man denn einen neuen Antrag stellen, wenn ein Widerspruch abgelehnt wurde? Weißt Du das?

Kommentar von Primus ,

Meiner Meinung nach ist ein Widerspruch zwecklos. Ich habe mal einen Fall herausgesucht, der schon etwas älter ist, aber dem Euren sehr ähnlich ist:

http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsberatung/101811-antrag-auf-wohngeld-...

Ein neuer Antrag kann immer gestellt werden, da sich die Einkommensverhältnisse geändert haben.

Kommentar von Thea12 ,

Vielen Dank. Dieser Link war sehr hilfreich. das entspricht in der Tat ziemlich genau unserer Situation. Dann werden wir nun eben einen neuen Antrag stellen...

Kommentar von Primus ,

Gern geschehen.

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