Frage von Dean911, 154

Wohngeld OHNE Harz IV ???

Hallo an Alle....

Ich habe folgendes Problem:

Ich habe nach einjähriger Arbeitsunfähigkeit meine Zweitausbildung aus gesundheitliche Gründen aufgeben müssen und meinen ersten erlernten Beruf kann ich ebenfalls nicht mehr ausführen.

Bei der Agentur für Arbeit sagte man mir, dass ich gute Chancen habe für eine Umschulung - Leistung auf Teilhabe am Arbeitsleben - nun reicht allerdings mein ALG 1 nicht aus und ich wollte Wohngeld beantragen. Die zuständige Sachbearbeiterin von der Wohngeldstelle sagte mir ich soll erst versuchen ALG 2 zu beantragen. Das wäre allerdings für mich der Supergau, da ich dann in den Leistungsbereich des Grundsicherungsamtes falle und dann jede Hoffnung für mich auf eine Umschulung verloren wäre.

Kann man gegen diese Ablehnung von der Wohngeldstelle vorgehen und vor Allem gibt es eine gesetzliche Grundlage dafür, dass ich auch ohne Harz IV Ablehnung Wohngeld beziehen kann?

Über schnelle Antworten freue ich mich sehr!

Vielen Dank im Voraus.

LG Dean

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Antwort
von Primus, 121

Das Problem liegt darin, dass zusätzlich Anspruch auf Hartz 4 besteht wenn Dein ALG I + Wohngeld abzgl. der Mietkosten weniger als den Mindesbedarf ergibt.

Da Du aber ALG I beziehst, sprich doch mal den Sachbearbeiter darauf an, ob folgendes nicht auch für Dich gilt:

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__45.html

Antwort
von Dean911, 114

Naja, das Problem liegt darin, dass es gar nicht erst zur Antragsstellung bei der Wohngeldstelle kommt, da mir von vornherein schon gesagt wird ich soll erstmal Harz IV beantragen und wenn das abgelehnt wird kann ich Wohngeld beantragen.

Ich will aber kein Harz IV beantragen, da ich die Erfahrung durch Dritte gemacht habe, dass die Hilfestellung gleich Null ist.

Antwort
von Dean911, 100

Danke für eure vielen Antworten, aber...

Um nochmal auf meine Frage zurück zu kommen und sie gleichzeitig passend zu beantworten:

Ich muss keine Harz IV Ablehnung bekommen um Wohngeld beziehen zu dürfen. Verhältnismäßig ist es zwar sinnvoller bei einem geringen Einkommen Harz IV zu beantragen, es gibt aber keine gesetzlich bindende Regelung.

Es ist dem Antragsteller selbst überlassen ob er Wohngeld oder Harz IV beantragt, so lang er der Meinung ist auch mit weniger auskommen zu können. (Hat mir die nette Frau vom Grundsicherungsamt erzählt).

In meinem Fall habe ich einen schriftlichen Wohngeldantrag gestellt und noch ein formfreies Schreiben verfasst, in dem ich meine Situation geschildert habe und unmissverständlich zu verstehen gegeben habe, dass ich kein Harz IV beantragen werde.

Resultat: Einen Monat später kam mein Wohngeldbescheid ins Haus geflattert und mir wurde das Wohngeld überwiesen.

Antwort
von BappelBappel, 88

Also es ist so. Wenn ALG1 + Mietzuschuss immer noch nicht für den Lebensbedarf ausreicht, dann musst du Hartz4 statt Wohngeld beantragen.

Der Lebensbedarf setzt sich erst einmal aus Regelsatz + Miete zusammen.

Antwort
von cyracus, 84

Diese Frage ist doch etwas schwierig, die am Telefon wegen eventuell erforderlicher Nachfragen besser geklärt werden kann. - Deshalb empfehle ich Dir, hole Dir auch Rat bei einer guten behördenunabhängigen (!!!) Beratungsstelle wie dieser Hamburger

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0800 111 0 444 - wenn Du in Hamburg / Umgebung wohnst oder

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Dort ist man zum Thema Arbeitslosigkeit (ALG I + ALG II / Hartz IV) sehr erfahren.

Viel Glück!

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