Frage von verflixt, 219

Wohnen gegen Hilfe: Wie muss ich das versteuern? Minijob oder Miete? Hab ich die Wahl?

20 Jahre lang hab ich in meinem Haus ein Zimmer vermietet (an Studentinnen), die letzten beiden Jahre aber nicht mehr. Nun hätte ich aber gern jemanden im Haus, der mir z. B. bei der Haustierbetreuung oder im Garten regelmäßig ein wenig hilft. Wohnen gegen Hilfe wäre eine Lösung. Ich will aber nicht 2 getrennte Verträge abschließen (Mietvertrag und Minijob), damit ich nicht am Ende keine Hilfe habe oder doppelt Steuern zahlen muss. Einen speziellen Vertrag hab ich schon gefunden. Aber muss ich jetzt das Ganze bei der Minijob-Zentrale melden? Muss ich es in der Steuererklärung angeben? Zahle ich dann eventuell doppelt? Wie sichere ich mich dagegen ab? verflixt

Antwort
von srofadob, 219

Du hast Mieteinnahmen die du versteuern musst und gleichzeitig Ausgaben für ein hauswirtschaftliches Beschäftigungsverhältnis die du steuerlich absetzen kannst inclusive. Der Sozialversicherungsbeiträge die fällig werden da eine Anmeldung bei Krankenkasse oder bundesknappschaft notwendig ist. Wenn du Unterstützung für die Anmeldung und/oder Steuererklärung benötigst kannst du dich gerne an mich wenden. Anmeldung ist sehr wichtig wegen Unfallversicherung falls z.b im Gärten was passiert....

Kommentar von verflixt ,

zwei antworten hab ich bekommen; vielen dank dafür. schade nur, dass beide sich widersprechen. ich hab ja vorher schon im internet gesucht und nur widersprüchliches gefunden. muss ich nun also doch 30% steuern für fiktive mieteinnahmen zahlen. wer berechnet dann den geldwert? und außerdem noch alle beiträge für einen minijob? (für mindestens 175 fiktive €) da zahl ich ja dann fast 50% insgesamt und ärger mich noch mit einem mieter herum. übrigens hab ich auch schon bei einer dieser "wohnen gegen hife"-initiativen nachgefragt. dort hieß es, ich müsse gar nichts zahlen. das sei eine art nachbarschaftshilfe. was mach ich jetzt mit den 3 varianten? natürlich kann ich beim finanzamt nachfragen. die nennen mir aber bestimmt nicht eine variante, bei der sie nicht das maximum einnehmen. einen steuerberater konsultieren? und dann auf schadenersatz verklagen, wenn seine auskunft falsch war? verflixt! (sag ich doch!)

Antwort
von FREDL2, 187

Aber muss ich jetzt das Ganze bei der Minijob-Zentrale melden?

Das wäre eine Möglichkeit. Der Arbeitslohn wäre dann eben die Miete. Dabei musst Du Dich aber versichern, dass die Studentin nicht schon einen Minijob hat.

Zahle ich dann eventuell doppelt?

Wie doppelt? Die . "Zahlung" ist die Übrelassung des Wohnraums, tatsächlich gezahlt werden die Abgaben an die Knappschaft.

Muss ich es in der Steuererklärung angeben?

Als was denn? Einkünfte sind nicht vorhanden. Falls die Minijoblösung nicht gewählt wird, gäbe es alternativ noch die normale Anmeldung als Arbeitnehmerin. Dazu musst Du Dir eine Arbeitgeber-Steuernummer von Deinem Wohnsitzfinanzamt zuteilen lassen und die Studentin muss Dir ihre Lohnsteuermerkmale mitteilen. Davon rate ich jedoch ab. Der Privatmann ist mit diesem Procedere leicht überfordert.

Kommentar von verflixt ,

siehe oben! verflixt!

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