Frage von MondPeter, 39

Wo liegt der Unterschied zwischen Fondssparplänen mit Risikoklasse 2 und 3?

Wo genau liegt der große Unterschied zwischen Fondssparplänen der Risikoklasse 2 und 3?

Antwort
von gandalf94305, 31

Die Risikoklasse gibt die Volatilität und die Verlustrisiken in definierten Zeitintervallen an. Also ist die Risikoklasse 3 riskanter als die Risikoklasse 2.

Generell sollte man jedoch meiner Meinung nach diese Pseudo-Kennzahlen einfach ignorieren und lieber die Charts anschauen, Volatilitäten betrachten und die Reaktionen von Fonds auf wesentliche Marktereignisse (vor allem die negativen) vergleichen. Damit bekommst Du einen besseren Eindruck, was ein Fonds wirklich tut. Die Risikoklassen hängen nämlich nicht mit dem tatsächlichen Kursverlauf, sondern einer Risikoeinschätzung aufgrund der Anlageziele, Anlageinstrumente und Fondsstrategie zusammen.

Schau mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Risikoklasse

Generell ist in der Niedrigzinsphase und mit dem Ausblick auf steigende Zinsen sogar die Risikoklasse 2 riskanter als die Risikoklassen 3 bis 5, denn die Emerging Markets dürften in einer steigenden Zinslage wieder auch zulegen, während Anleihen fallen. Risiken können sich nämlich auch neutralisieren oder teilweise gegenseitig aufheben. Daher diversifiziert man in verschiedene Anlageklassen und -segmente.

Wenn Du also einen konservativen Sparplan suchst, dann wird das eher ein Mischfonds sein, der zwischen Anleihen und Aktien balanciert, als ein reiner Rentenfonds, der nämlich in den Keller rauscht, wenn die Zinsen steigen.

Und sag dem Sparkassenberater noch, daß Du keine Deka-Fonds möchtest :-) :-) :-)

Kommentar von GAFIB ,

...wenn es richtig ist, dass reine Rentenfonds "in den Keller rauschen" bei Zinsanstieg" (und das ist natürlich richtig), dann ist es logischerweise auch richtig, dass auch Mischfonds bei Zinsanstieg in dem Umfange leiden, wie sie anteilig in Renten investiert sind.

Für mich heisst "konservativ" in diesen Niedrigst-Zins-Zeiten: Reine Aktienfonds global gestreut mit dem Geld, das langfristig nicht gebraucht wird (mind. 8-10 Jahre nicht). Benötigte Liquidität halten via Tagesgeld, gestaffeltem Festgeld oder auch offenen Immo-Fonds, die man ja via Börse handeln kann (so kommt man um die 2 Jahre Haltefrist herum).

Kommentar von gandalf94305 ,

Nein, Rentenfonds müssen nicht zwangsweise "in den Keller rauschen", sondern können auch sehr vernünftige Performance liefern, wenn sie nämlich eine entsprechende Verteilung von Durationen, Währungen und Emittenten haben, die nicht durch Zinsanstiege in einzelnen Wirtschaftsräumen betroffen sind.

Und das gilt natürlich auch für Mischfonds in höherem Maße, da diese dann den Aktienanteil erhöhen oder den Rentenanteil umschichten können. Steuerneutral.

Übrigens: der Handel offener Immobilienfonds mit einer Rendite von um die 3-4% p.a. über die Börse kostet ca. 2-4% Performance, wenn man Transaktionsgebühren und Spreads zusammenrechnet.

Kommentar von GAFIB ,

Schon klar, es ging jedoch nur um die begonnene Gedankenführung deinerseits. Es macht logisch keinen Sinn, auf das - berechtigte - Kursverlust-Risiko bei "reinen Rentenfonds" hinzuweisen, bei Mischfonds dieses aber zu vernachlässigen.

Zu offenen Immofonds: Nein, die TA-Gebühren und Spreads liegen pro Kauf/Verkauf bei ca. 1% bei günstigen Direktbanken, wie z.B. DAB. Lohnt sich wg. der niedrigen Renditen von derzeit knapp 3% aber nur bei Laufzeiten ab 2 Jahre aufwärts. Dazu kommt ein Steuervorteil von ca. 0,5%, da nicht alle Erträge besteuert werden.

Für Laufzeiten im Bereich von 2-5 Jahren für mich eine klare Option, da ein guter Kompromiss aus Sachwertanlage, moderater Rendite und täglicher Verfügbarkeit, wenn´s sein muss.

Antwort
von SBerater, 23

wo der Unterschied liegt? In der Risikoklasse! :)

Lies mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Risikoklasse

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