Frage von Goldesel0803,

Wo kann man sicher und zuverlässig Fonds kaufen, wenn man keine hohen Ausgabeaufschl. bezahlen will?

Wo kaufe ich am besten Fonds, wenn ich keine hohen Ausgabeaufschläge oder laufende Verwaltungsgebühren bezahlen will? Bei meiner Hausbank weiß ich ganz genau, dass die sich nur die fetten Verkaufsprovisionen sichern wollen und ich 4-5 % Ausgabeaufschlag bezahlen soll.

Ich suche eine sichere Alternative, wo ich keine Sorgen haben muss, dass etwas schief läuft.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Niklaus,

Wenn ich diese Frage lese habe ich ein Problem.

  1. Die Verwaltungsgebühren werden von dem Fonds benötigt. Was denkst du denn wer den Fonds managte, wer entscheidet, welche Aktien gekauft und welche Aktien verkauft werden müssen. Hinter einem Fondsmanagement stehen nicht selten 100 Analysten an den großen Wirtschaftsstandorten der Welt.
  2. Den Ausgabeaufschlag zahlst du einmal. Das ist die Bezahlung des Beraters. Selbst Banken können nicht für 5 € Monatsgebühr fürs Girokonto eine kostenlose Beratung bieten.

Der Ausgabeaufschlag ist für die Beratung. Ohne Ausgabeaufschlag keine Beratung.

Was nutzt die Einsparung des Ausgabeaufschlages wenn man jahrelang in die falschen Fonds investiert?

Denn Geiz ist nicht g.e.i.l, sondern dumm.

Es gibt 10961 Fonds in Deutschland zu erwerben.

  • Geldmarkt-, Renten-, Aktien-, Absolut-Return-, Total-Return- Misch-, Multi-Asset-, Dach- oder Immobilienfonds
  • Branchenfonds, Länderfonds
  • Fonds mit unterschiedlichen Risikoklassen
  • Fonds unterschiedlicher geografische Region
  • Fonds mit unterschiedlicher Aktiengröße Small-, Mid.- Largecap-Fonds
  • Fonds mit unterschiedlichen Anlagestilen (Value, Growth, Blend, Momentum)
  • Vermögensverwaltende Fonds

Das sind nur einige der wichtigsten Entscheidungskriterien für einen Fondskauf.

Kapital anlegen setzt Wissen voraus. Ranking- und Ratinglisten aus Finanztest & Co sowie Ratschläge von so genannten guten Freunden ist kein Weg dieses Wissen zu erlangen. Was der Fondserwerb nach Rankinglisten und Eigeninformation gebracht hat, kann man an den Verlusten sehen, die Anleger von 2000-2003 gemacht haben. Da wurden Internet- und Telekommunikationsfonds ohne Ende gekauft. Das Ergebnis kennt jeder. Mit 80 % Minus wurden Unsummen von Kapital verbrannt.

Deshalb braucht es eine seriöse Beratung und ein gutes auf die persönlichen Vorstellungen des Anlegers optimiertes Portfolio. Dies kann in der Regel nur ein Fachmann leisten und der kostet Geld

Fonds gehören zu den kostengünstigsten Anlagen überhaupt. Außerdem stellt sich mir die Frage willst du Rendite machen oder Kosten sparen. Wenn du Kosten sparen willst, ist mein Rat gar nichts anlegen. Dann spart man am Meisten.

Kommentar von volksbanker ,

Sehr treffend - exakt so ist es!

Kommentar von LittleArrow ,

Wenn ich diese Antwort lese habe ich ein Problem.

denn ich kann ihr nicht so einfach zustimmen, wie dies unser volksbanker tut. Ich habe gegen ein Beraterhonorar bei einer tatsächlichen Beratung nichts einzuwenden.

Aber wenn mich der Berater falsch informiert und die Tatsachen verdreht, dann will ich doch gerne darauf hinweisen, dass die Fondsgesellschaft von der jährlichen Verwaltungsprovision einen Teil (sog. Bestandspflegeprovision, auch Retrozession genannt) an den Berater bzw. die Depotbank weiterleitet. Mehr findet man zu diesem, für Berater meist unbequemen Thema bei Wikipedia unter dem Stichwort "Kick-back".

Fonds gehören zu den kostengünstigsten Anlagen überhaupt.

Bei dieser groben Verallgemeinerung wird zwischen den einzelnene Fondsarten leider nicht unterschieden. Ist ja auch nicht nötig, wenn man als Berater immer nur Fondsgewinner vermittelt. Nur die Renten- und Geldmarktfondskäufer dürften derzeit nicht hierzugehören.

Welche Fondsanbieter und -typen in diesem Jahr prämiert wurden, kann man hier nachlesen:

http://www.handelsblatt.com/finanzen/fonds/fund-awards/feri-eurorating-awards-20...

Interessant sind auf alle Fälle auch die Leserkommentare. Da waren sicherlich auch Kommentare von Berater dabei.

Kommentar von Niklaus ,

Aber wenn mich der Berater falsch informiert und die Tatsachen verdreht

Ich schreiben nicht von Beratern, die falsch informieren, sondern von Beratern die kompetent und verantwortungsvoll arbeiten.

Auch die Bestandspflegeprovision ist für eine angemessen Betreuung der Kunden. Nur reich wird man davon ganz bestimmt nicht. Im Durchschnitt vielleicht 0,3 % p.a.

Kommentar von LittleArrow ,

Nur reich ... Im Durchschnitt vielleicht 0,3 % p.a.

Das suggeriert mal wieder "peanuts". Und das macht über 10 Jahre auch schon wieder 3 % vom Anlagevermögen, vorausgesetzt, dass das unverändert geblieben wäre:-((

Auch unvollständig informierende Berater informieren falsch. Die Bestandspflegeprovision sollte eben weder verschwiegen noch verharmlost werden!

Kommentar von Niklaus ,

Auch unvollständig informierende Berater informieren falsch. Die Bestandspflegeprovision sollte eben weder verschwiegen noch verharmlost werden!

Ein seröser Berater hat kein Problem das seinen Kunden zu sagen. Ein klar denkender Kunde auch nicht, dies zu akzeptieren.

Kommentar von detlef32 ,

Mehr findet man zu diesem, für Berater meist unbequemen Thema bei Wikipedia unter dem Stichwort "Kick-back".

Das ist für mich kein unbequemes Thema. Für die laufende Betreuung eines Kunden reicht es halt nicht einfach nur eine vernünftige Empfehlung abzugeben und dann ihn im Aktenschrank vermodern zu lassen.

Jeden Tag kommen neue Informationen und die müssen mit dem Portfolio des Kunden abgeglichen werden.

Macht das jeder Berater?

Nun ja ich als freier Berater mache es. Macht es die Bank? Möglicherweise.

Macht es ein Honorarberater? Nein - er bekommt dafür kein Honorar.

Macht das der Kunde von alleine? Die wenigsten.

Ist es sinnvoll das zu machen - sicherlich!

Also schaue ich mir in der Reflektion meines Wissens die Verteilung meiner Kundengelder auf die Märkte an und gebe unaufgefordert Empfehlungen. Weil ich denke das erwartet ein Kunde von mir.

Kommentar von LittleArrow ,

@detlef32: Genau so sollte es ein Berater machen. Mehr davon!

Expertenantwort
von gandalf94305, Community-Experte für Fonds,

Ich habe meine Fonds Mitte des Jahres komplett von comdirect und ING-Diba zur FFB gewechselt. Dort zahle ich aufgrund meines Depotvolumens keinerlei Aufgabeaufschläge oder Depotgebühren.

Es gibt jedoch auch eine Reihe weiterer Fondsbanken, die vergleichbare Angebote haben, manche über Vermögensverwalter oder Anlageberater.

Bei den meisten Online-Brokern (wie comdirect, ING-Diba, DAB, Cortal-Consors, etc.) gibt es 50% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag üblicher Fonds. Manche Fonds sind auch höher rabattiert.

Noch eine Option: viele Fonds werden inzwischen an den Börsen gehandelt. Bei Kauf über die Börse fallen Transaktionskosten an, aber die liegen i.a. niedriger als die Ausgabeaufschläge. Die über die Börse gekauften Fondsanteile können dennoch über die KAG später wieder (ohne Abschläge) verkauft werden.

Wesentlicher als die Frage nach dem Ausgabeaufschlag sollte jedoch für Dich die Frage nach der Qualität der Fonds sein, denn hier sind die gesparten Prozente des Ausgabeaufschlags schnell durch Verluste mehr als wett gemacht :-)

Antwort
von Rat2010,

Es gibt Anbieter im Internet, die - weil sie per Geschäftsmodell nicht vom Ausgabeaufschalg sondern von der Bestandspflege leben (also dem in der Vertriebsprovision enthaltenen Anteil für den Vertrieb) - auf den Ausgabeaufschlag verzichten können.

Es ergibt sich auch, dass die nicht wie viele andere Berater nur Minibeträge sondern mehr zig Millionen betreuen. Wenn man 50.000 Euro frisches Geld im Schnitt nicht im Jahr sondern im Schnitt in der Woche anlegt und die größten Kunden nicht 150.000 sondern 1,5 Mio. anlegen, ergibt sich die Marktübersicht und die Konzentration auf den Teilbereich offene Fonds von ganz alleine.

Da kann man Fonds sicher und zuverlässig kaufen, zahlt keine hohen Ausgabeaufschläge und bekommt nebenbei noch eine ausgezeichnete, persönliche Beratung und wird informiert, wenn man seine Entscheidung ändern sollte.

Man kann auch zu Fondsoscountern gehen, ist dort aber mit seinen Anlageentscheidungen mehr alleien gelassen. Direktbanken sind von Beratung und Konditionen her indiskutabel. Sie behindern einen eher, eine vernünftige Strategie zu entwickeln und beizubehalten als dass sie einem dabei helfen. Das gilt meiner Meinung nach im wesentlichen auch für andere Berater/Banken, die bei Umschichtungen Provisionen kassieren.

Antwort
von schnellereuro,

Die Antwort ist ganz einfach: über einen Vermittler, zB AAV Fondsvermittlung oder http://www.avl-investmentfonds.de/ ein Depot bei der Ebase (Tochtergesellschaft der Commerzbank) eröffnen und keine Ausgabeaufschläge mehr zahlen. Meine Wenigkeit und diverse andere Privatanleger handhaben dies seit vielen Jahren so und haben noch nie Probleme dabei gehabt. Informieren kannst du dich bei diversen** unabhängigen** Portalen, Foren (trader-inside, wertpapier-forum, wallstreet-online) etc im Internet. Auf jeden Fall die bessere Lösung als sich von einem Sparkassen- oder anderem Berater einen schlechten Fonds aufschwatzen lassen und dafür sogar noch Ausgabeaufschlag zahlen. Der Berater wird dir im Regelfall den Fonds empfehlen, an dem er oder seine Bank/Gesellschaft am meisten verdient!

Kommentar von Niklaus ,

Der Berater wird dir im Regelfall den Fonds empfehlen, an dem er oder seine Bank/Gesellschaft am meisten verdient!

Sorry aber das ist wirklich nur falsch. Ich bekomme für jeden Aktienfonds die gleiche Courtage. Außerdem wäre der Berater ja strunzdumm, wenn er dem Kunden einen schlechten Fonds vermittelt, wenn er den vollen Zugang zu Investmentfonds hat und nur die besten vermitteln kann. Wo bleibt hier die Logik????

Antwort
von Privatier59,

Die Höhe der laufenden Verwaltungsgebühren wird kein Fonds mit dem Kunden aushandeln. Da muß man sich selber umschauen. und einen günstigen Anbieter wählen.

Bei den Ausgabeaufschlägen aber kann man viel sparen. Schau nur mal bei comdirect, ING-Diba und Co vorbei. Da gibt es jede Menge Auswahl an Fonds mit rabattierten Ausgabeaufschlägen.

Was meinst Du mit "schief laufen"? Seriös sind die genannten Anbieter. Aber das normale Anlagerisiko trägt immer der Kunde.

Kommentar von Neunmalklug ,

@Privatier59: Genauso ist es! Bei der ING-Diba ein Depot eröffnen, kostet nix und Konto wird noch verzinst. Und die bieten absolut faire Preise beim Wertpapierhandel. Außerdem mit den Orderlimits eine sichere Möglichkeit, das Wertpapier zu dem angestrebten Kurs zu bekommen oder zu veräußern. Aber man sollte wissen, was man handeln will...

Antwort
von RudolfHansen,

honorarberater die zertifiziert sind quirin bank erstaaten die provision anlageberater der hausbank stehen unter stress, das sagt uns das handelsblatt und stern zum thema honrarberater steht auch dort etwas einfach die handelsblatt suchfunktion nutzen------

Antwort
von volksbanker,

Du hast doch in deiner vorherigen Frage gesagt, dass du Laie auf diesem Gebiet bist. So gesehen kann eine Beratung dir nur nützen - eine Beratung kostet jedoch Geld, eben den sogenannten Ausgabeaufschlag. Das ist keine "fette Provision", sondern die Bezahlung einer Dienstleistung, die du in Anspruch nimmst.

Es gibt Möglichkeiten, Fonds günstiger bis umsonst zu erwerben. Allerdings sehe ich bei dir das Problem, dass du von der Marterie keine Ahnung hast.

Verwaltungskosten hast du immer, diese werden nicht vom Vermittler, sondern von der Fondsgesellschaft erhoben. Auch hier müssen Kosten gedeckt werden, oder glaubst du der Fondsmanager arbeitet für Luft und Liebe?

Hast du dich überhaupt schon mit Fonds beschäftigt? Weißt du welchen Fonds du kaufen möchtest? Ausgewählte Fonds gibts sicher auch ohne AA - jedoch nicht alle.

Ich denke wirklich, du solltest bei deine Tages- und Festgeld bleiben. Du willst Leistung, aber nichts dafür bezahlen - scheinbar regiert der Geiz in dir. Damit stehst du dir zwangsläufig selbst im Weg. Leider ist die "Geiz ist geil"-Manier in unsere Land sehr weit verbreitet.

Antwort
von obelix,

die Alternativen sind Direktbanken, die einen geringeren AA verlangen. Oder man ordert über die Börse und zahlt Transaktionsgebühren bei Kauf und Verkauf. In Summe ist das günstiger.

Nachteil der ganzen Sache: es gibt keine Beratung, auch keine schlechte :)

Kommentar von schnellereuro ,

@obelix: gute Antwort!

Kommentar von obelix ,

es ist günstiger, aber wenn man genau rechnet, dann spart man nicht wirklich gravierend viel.

Antwort
von sushimachine,

Bei einem freien Fondsvermittler im Internet bekommst Du fast alle Fonds mit 100% Rabatt, also ohne Ausgabeaufschlag. Hier kannst Du alles bequem online abwickeln und deine Fonds günstig verwahren lassen. Mehr Infos dazu findest Du z.B. hier: Werbung durch Support gelöscht

Antwort
von RudolfHansen,

honorarbberater

Kommentar von RudolfHansen ,

dem motto nach "investieren heisst verstehen" würde eine lektüre des onlineportals des handelsblatts finanztest sueddeutsche und FAZ vorschlagen teilweise mit videomaterial,, oder einen zertifizierten honorarberater bevorzugen ,

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