Frage von petermann, 11

Wo ist beim Onlineverkauf die Grenze ab der es keine Privatsache sondern gewerblich wird?

Wo genau liegt beim Onlineverkauf die Grenze ab der es keine Privatsache mehr ist sondern eine gewerbliche Tätigkeit wird?

Antwort
von billy, 10

Die Grenzen zwischen Privatanbieter und Händler sind auf der Auktionsplattform eBay oft fließend. Bei der Beurteilung gibt meist die Menge der angebotenen Waren den Ausschlag. So auch in einem aktuellen Fall, bei dem sich das Oberlandesgericht Hamm mit dem Unterschied zwischen einem privaten und einem gewerblichen Verkauf bei eBay beschäftigen musste.

Geklagt hatte ein gewerblicher Online-Händler, der unter anderem auch bei eBay Multimediaprodukte wie z.B. Digitalkameras vertreibt. Ihm war die angeblich private Verkäuferin ein Dorn im Auge, die innerhalb eines halben Jahres rund 80 defekte Digitalkameras auf der Auktionsplattform angeboten und verkauft hatte. http://www.heise.de/resale/artikel/Ebay-Wann-ist-ein-Verkauf-noch-privat-und-wan...

Antwort
von wfwbinder, 10

Wenn man nur eigene Sachen verkauft, also den Dachboden leert, oder den ererbten Hausrat der Oma, dann ist es nciht gewerblich und man ist auch umsatzsteuerlich kein Unternehmer.

Wenn man etwas einkauft um es weiterzuverkaufen, da gibt es im steuerrecht den Spruch: "einmal ist keinmal, zweimal ist einmal zuviel."

Also, wenn ich eine Tätigkeit selbständig ausübe um Einnahmen zu erzielen (Einnahmen, nicht Gewinn), bin ich umsatzsteuerlich Unternehmer.

WEnn ich Sachen einkaufe um sie zu veräußern, bin ich im gewerblichen Bereich.

Es gibt keine Freigrenzen, für den Umstand an sich, sondern :

Wenn der Vorjahresumsatz (Einnahmen) unter 17.500,- Euro war, muss man keine Umsatzsteuer zahlen (Umsatzsteuer wird nicht erhoben).

Wenn man Gewinne erzielt, muss man es in die Einkommensteuererklärung aufnehmen.

Antwort
von Vosges, 11

Als gewerblicher Verkauf wird die Verkaufstätigkeit dann eingestuft, wenn dauerhaft Gewinne erzielt werden oder Ware eingekauft wird um sie dann wieder zu verkaufen. Man sollte vorsichtig damit sein, denn man fällt doch recht schnell auf wenn man im großen Stil verkauft und muss sich dann vor dem Finanzamt rechtfertigen.

Antwort
von barmer, 8

Wenn man Sachen anschafft oder anfertigt, um sie zu verkaufen, liegt Gewerbe vor.

Die Menge ist zweitrangig: beim Entrümpeln des eigenen Hauses kann auch viel anfallen, es bleibt aber privat.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von freelance, 6

hier ein Artikel dazu: http://www.focus.de/digital/internet/ebay/recht/privatverkauf-wann-die-auktion-g...

Bei ebay - den Experten zu dem Thema - findest du auch Informationen.

Aspekte sind: Verkauf von Neuware. Mehrmaliger Verkauf von Waren. Powersellerstatus.

Lies selbst.

Kommentar von EnnoBecker ,

Bei ebay - den Experten zu dem Thema -

Niedlich. Die Regelungen, auf die ebay sich da stützt, sind reines Zivilrecht, also BGB.

Mit Gewerberecht oder Steuerrecht hat das nichts zu tun.

Entsprechend hat sich auf der verlinkten Seite auch jemand ausschließlich zu den zivilrechtlichen Folgen geäußert (Garantie, Rückgaberecht usw.). Was der Fragesteller damit anfangen kann, bezieht sich auf seinen Auftritt bei der Plattform. Alles andere - Gewerblichkeit nach GewO / nach Steuerrecht - muss entsprechend separat beurteilt werden.

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