Frage von RolfW,

Wo finde ich einen guten flexiblen Sparplan?

Ich suche einen guten und vor allem flexiblen Sparplan in den ich auch mal eine geringere Summe während der Laufzeit einzahlen kann wenn es bei mir finanziell etwas knapper wird. Habt ihr da einen guten Tipp für mich?

Antwort
von Ernst66,

Hi,

das ist von einigen Fragen abhängig:

  • um wieviel Geld handelt es sich pro Monat?
  • wie ist deine Risikobereitschaft; d.h. wie sehr würde dir ein Totalvelust weh tun?
  • wie schnell musst du an das angesparte/angelegte Geld wieder ran?
  • wie hoch ist deine Bereitschaft/Fähigkeit dir Wissen zu erarbeiten und Zeit in dein Finanzamagement zu investieren?

Je mehr du selbst machst, desto flexibler kannst du deinen "Sparplan" gestalten.

Ein Tagesgeldkonto ist eine sehr gute Grundlage, da es i.d.R. deutlich mehr Zinsen auf dein Guthaben gibt als auf deinem "normalen" Girokonto. Das solltest du dir in jedem Fall zulegen und regelmäßig "alles was am Ende des Monats übrig ist" einzahlen. Das wäre so der einfachste "Sparplan". Es gibt verschiedene Anbieter. Vergleiche unbedingt das Kleingedruckte! Einige Anbieter gehen mit hohen Zinsversprechen an den Markt, die aber nur wenige Monate gültig sind.

Wenn du dir zutraust, dich selbst ein wenig mehr um deine Geldanlage zu kümmern, schau dir den Wertpapierhandel mit Aktien an.

Je nach Größenordnung kämen auch Edelmetalle in Frage. Goldmünzen wie Krügerand haben z.B. den Vorteil, dass beim Kauf keine MwSt. anfällt. Wir reden hier von ca. 1.300,-- EUR je Münze.

Von Fonds halte ich persönlich nicht viel: man bezahlt jemandem einen nicht unerheblichen Betrag dafür, dass er Wertpapiere kauft und ein Aktienportfolio pflegt. Du bekommst aber keine Garantie dafür, dass das auch gut gemacht wird. Sprich: mit etwas Arbeit und Verstand hat man sein Wohl und Wehe und dazu noch einen echten Gegenwert in Form eines Unternehmensanteils selbst in der Hand.

Sollte das nichts für dich sein, dann mach dir den Spass und geh' zu 3 bis 5 verschiedenen Banken und Sparkassen und lass dir Angebote machen. Unterschreibe aber erstmal nichts, sondern nimm die Angebote mit nach Hause und prüfe sie in Ruhe. Mach dir bewusst, dass dir die Banken was verkaufen wollen. Sei der "Beratung" gegenüber sehr kritisch. Die Mitarbeiter bekommen i.d.R. Vorgaben, welche Produkte (Sparpläne, Versicherungen, etc.) sie verkaufen müssen und/oder bekommen Provisionen.

Schöne Grüße,

Ernst

Kommentar von GAFIB ,

Einzelaktien-Investment ist für Kleinanleger im allgemeinen zu riskant. Fonds (auch als ETFs) bieten eine bessere Streuung und damit auch eine Risikominderung. Dazu wäre z.B. eine Option: http://www.arero.de/

Antwort
von Rat2010,

Jeder Fondssparplan und vermutlich auch jeder Banksparplan ist vollkommen flexibel. Du kannst bei Fondsssparplänen die Einzahlung fast immer jederzeit auf bis zu 25 € im Monat oder im Quartalsenken oder die Einzahlungen (geht immer) ganz aussetzen, bis du wieder etwas einzahlen willst.

Du kannst natürlich auch jederzeit erhöhen, oder Sonderzahlungen leisten.

Wo du so was findest? Bei jedem Fondsdiscounter, jedem Anlageberater und vermutlich auch jeder Bank. Wichtig ist nur, dass du einen normalen Fondssparplan hast. Nicht irgendein Versicherungsprodukt.

Kommentar von LittleArrow ,

Jeder Fondssparplan ... normalen Fondssparplan ....

Das kann ja zum Sparen mit dem Ziel "wenn es bei mir finanziell etwas knapper wird" bei falscher Fondwahl mächtig in die Hose bzw. in den Keller gehen. Für diesen Sparzweck also weder irgendein Fonds noch irgendein Versicherungsprodukt, sondern nur geeignete.

Leider kennen wir keine weiteren individuellen Voraussetzungen für eine konkrete Empfehlung. Welche Beträge will er wie lange sparen und besteht überhaupt schon eine finanzielle Grundabsicherung von - sagen wir - zwei bis drei Nettogehältern?

Kommentar von Rat2010 ,

Ich verstehe den Kommentar, nur schreibt RolfW ja nicht von Entnahmen sondern von Flexibilität in der Einzahlung.

Was das Risiko bei Fonds anbelangt, solltest du dich etwas damit beschäftigen, was sich in den letzten zehn Jahren im Segment der Vermögensverwalterfonds getan hat. Das Thema ist, dass es für konservative Anleger keine besseren Anlagemöglichkeiten gibt!

Die Chancen, dass dort die Rendite - wie in fast jedem Zeitraum der Vergangenheit - mehr als doppelt so hoch wie bei allen andenen konservativen Anlagen ist, ist sehr hoch.

Ich schreibe ja nicht aus der Theorie sondern auch 15 Jahren Praxis mit einem in den letzten zehn Jahren deutlich steigenden Anteil risikoaverser Investoren.

Kommentar von LittleArrow ,

nur schreibt RolfW ja nicht von Entnahmen

Er sucht eine Anlage, bis es bei ihm finanziell knapper wird! Solche Knappheit würde doch dann die sukzessive oder vollständige Entnahme bedeuten oder?

Problematisch ist an dieser Stelle, dass der Fragesteller leider überhaupt nicht auf unsere Antworten reagiert und uns mit Mutmaßungen zurückläßt. Schade, wenn sich soviele Beantworter vergeblich auf eine Reaktion warten (sollten).

Ich stelle keineswegs die Leistung von Vermögensverwalterfonds in Frage, sondern die pauschalierende Aussage zu der Eignung von offenbar jeglichen Fonds. Das ist sicherlich nicht so gemeint gewesen, aber könnte so verstanden wissen. Hilfreicher wäre das schon die Aussage: "Bei einer Mindestanlagezeit von x Jahren würde ich den Fonds mit WKN ZZZZZZ oder YYYYYY bei einer konservativer Risikoeinstellung geeignet halten.

Kommentar von Rat2010 ,

Das Thema ist, dass mit WKN auch wieder kaum wer etwas anfangen kann. Es ist ja selbst bei Neukunden gar nicht mal so einfach zu erklären, dass ich den WKN A0DPW0 mit dem A0M430, vielleicht auch A0X754 und dazu etwas A0MND8 oder auch wieder A1CY7U, manchmal auch wieder etwas ganz anderes mische, damit etwas entsteht, das ein so ganz anderes Risikoprofil wie ein Festgeld oder eine Staatsanleihe hat, das in Risiko unter und in Chancen aber deutlich darüber liegt.

Via Sparplan wird einer von denen auf ein paar Jahre schon eine konservative Anlage. Das Problem ist aber: es kann natürlich passieren, dass jeder der Fonds nach der ersten Einzahlung, von der vielleicht auch noch ein Ausgabeaufschlag runter geht, 5 oder 10 % nach unten geht. Ohne Berater, der einen davor darüber aufgeklärt hat, dass genau das passieren kann - alternativ, wenn man den Fonds erwischt hat, der wirklich schlechter läuft, weil er falsch liegt - ist jeder Frager, der eigentlich konservativ anlegen wollte, total überfordert.

Auch wenn der absolute Verlust winzig ist spielen sich oft Filme ab, die bei den Fonds sicher zum falschen Ergebnis führen. Wenn unberatener Laie dann nicht verkauft, stoppt er doch seinen Sparplan und sieht frühestens in einem halben Jahr wieder sein eingesetztes Geld obwohl er eigentlich die beste aller Anlagen für sich gehabt hätte, was er dann, wenn er den Sparplan einfach wie geplant gemacht hätte auch gesehen hätte.

Weil in der Praxis dann jeder Anfrager, wenn er wirklich danach geht sowieso beim Fonds seiner Sparkasse oder Raiffeisenbank landet und eine gute Anlage ohne Beratung schnell mal weit am Ziel vorbei geht, sind meine Ratschläge normalerweise ohne WKN.

Soll ich mit solchen Ratschlägen aufhören? Dass sie für viele aus einer anderen Welt sind, merkt man an den DHs.

Antwort
von Privatier59,

Was braucht man denn einen Sparplan? Wäre es nicht viel sinnvoller, ein Tagesgeldkonto anzulegen, darauf nach Bedarf einzuzahlen und immer dann, wenn ein entsprechender Betrag zusammengekommen ist, längerfristig anzulegen. Dann ist man nämlich auch nicht auf einen Anbieter oder ein Produkt fixiert.

Antwort
von robinek,

Zunächst mit Deiner Hausbank darüber sprechen. Du nennst ja die finanzielle Grössenordnung hier nicht! Und dann je nach Auskunft und Darlegung Deiner Bank selbst anderweitig Angebote geben lassen

Antwort
von althaus,

Schau mal bei Cosmos-Direkt. Die bieten gerade ein Vorsogeplan an mit bis zu 3,8% Zinsen im dritten Jahr. Habe ich für meine Kinder gemacht, mit monatlichen Einzahlungen. Die Einzahlungen können flexibel Hoch sein.

Kommentar von LittleArrow ,

Ich glaube nicht, dass der Vorsorgeplan das richtige Produkt wäre, denn er setzt regelmäßige, gleichhohe Einzahlungen voraus.

Vielleicht kommt eher das Vorsorge-Konto in Frage: http://angebot.cosmosdirekt.de/2012/weltsparwochen/das-flexible-vorsorgekonto.ht...

Aber ich weiss, dass mehr Transparenz über beide Produkte noch besser wäre.

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