Frage von Kosmonaut,

Wo bekomme ich eine gute Unfallversicherung die sich fürs Skifahren eignet?

Den nächsten Winter möchte ich meine Skifahrfähigkeiten endlich mal weiter ausbauen. Ich habe jedoch mitlerweile mehr Angst udn Respekt davor als noch in jungen Jahren, deshalb möchte ich wenigstens gut versichert sein. Kennt ihr eine gute Unfallversicherung, die Skifahren abdeckt?

Antwort
von Primus,

Hier ein Auszug aus dem Wirtschaftsbericht des Stern, in dem es genau um diese Frage geht:

Für Wintersportler sind folgende Policen ganz wichtig: Eine private Haftpflicht, eine Unfallversicherung und eine extra Auslandskrankenversicherung, falls es zum Skifahren über die Grenze geht, ob nach Österreich oder weit weg nach Kanada. Die eigene Gesundheit gehört immer besser abgesichert als Sachen wie teure Skier oder Schlittschuhe.

Der Link zu dem Bericht: http://www.stern.de/wirtschaft/versicherung/die-richtigen-versicherungen-damit-d...

Kommentar von LittleArrow ,

Der Stern-Bericht liefert leider auch nicht mehr Informationen als hier bereits in den Antworten steckt.

Die Frage dreht sich um die Versicherung eines eigenen Unfallrisikos! Unfälle können natürlich auch im übrigen Leben passieren. Warum nicht auch die abdecken?

Die Frage zieht nicht die Notwendigkeit einer Privathaftpflichtversicherung in Zweifel. Darum geht es nicht.

Antwort
von schlaudachs,

Ich bin auch fürs Skifahren bei der HuK24 versichert. Hier gibt es gute und variable Angebote. Wie teuer die Police wird, hängt von deiner beruflichen und Lebenssituation ab.

Kommentar von alfalfa ,

Zitat aus den AVB der HUK24:

"Leistungen bei Such und Rettungsdienst: Wir ersetzen Kosten für Such-, Rettungs- oder Bergungseinsätze von öffentlich-rechtlich oder privatrechtlich organisierten Rettungsdiens- ten, soweit hierfür üblicherweise Gebühren berechnet werden."

Dann will ich mal hoffen, dass Du niemals eine Helikopterbergung in der Schweiz benötigst - Unbezahlbar!

Aber das weisst Du ja sicherlich....!

Antwort
von althaus,

Was holt man sich den in der Regel wenn man beim Skifahren verunglückt? Vielleicht eine Zerrung, blaue Flecken, vielleicht einen Bruch. Die wenigsten erleiden so schwere Verletzungen, daß eine Unfallversciherung greifen würde, denn da brauchst Du Invaliditätsanteile. Die hat man sehr selten beim Schifahren, vor allem dann wenn man mich bedacht fährt. Ausnahmen gibt es auch beim Skifahren die sogar tödlich enden können. Aber wie oft kommt das vor? Da ist ein Autounfall wahrscheinlicher. Daher brauchst Du nur zum Skifahren meiner Ansicht nach keine Versicherung.

Kommentar von alfalfa ,

Das Risiko sind die Bergungskosten! Nicht die Invalidität.

Kommentar von LittleArrow ,

die sogar tödlich enden können. Aber wie oft kommt das vor?

Das kommt beim Skifahrer höchstens ein einziges Mal vor;-) Alte Versicherungsweisheit!

Antwort
von robinek,

Angebote bekommst Du von allen namhaften Versicherern. Lass Dich über das Preis- Leistungsverhältnis beraten

Kommentar von gammoncrack ,

Dann sind, bei geschätzten 100 Vesicherern mit jeweils mindestens 3 unterschiedlichen Produkten, die nächsten 2 Winter wohl vorbei...

Kommentar von alfalfa ,

D.H. Mach mal aus 100 Versicherern 196 Versicherer und gib ein wenig mehr Zeit - sagen wir vier Wochen - und dann hat man es. Wie ich hier gelernt habe muss man ja nur googeln und lesen können. Was für ein Hype für eine Police miit 150€ Jahresbeitrag. Das nenne ich mal deutsche Gründlichkeit. Man kann aber auch die Big Spender Nummer fahren...;-)

Antwort
von NasiGoreng,

Wenn man lange nicht mehr Ski gefahren ist ist, sollte man in vorgerücktem Alter keinen Abfahrtslauf mehr machen, sondern Skilanglauf. Der ist viel schöner, gesünder, billiger und weniger unfallträchtig.

Eine Unfallversicherung brauchst Du dazu nicht. Mit dem ersparten Geld kannst Du dann Après-Ski den "Big Spender" mimen.

Kommentar von alfalfa ,

...schmunzelt, auch beim Langlauf kann man sich böse verrenken und benötigt dann ggfs einen Bergungsdienst. Vielleicht sogar in der Schweiz oder Österreich

Da muss man viele Big Spenders angespart haben um das aus dem Portemonnaie zu bezahlen, wenn keine Auslands oder Unfallversicherung hat. Grandioser Tipp!

Den Tipp solltest Du mal dem Verbraucherschutz mitteilen!

Die ordinäre Helikopter Minute liegt bei 600€ - ohne Arzt! Cheers!

Kommentar von Primus ,

auch beim Langlauf kann man sich böse verrenken

Meine Freundin hat sich dabei die Wirbelsäule angebrochen!!

Kommentar von NasiGoreng ,

Mit 85 Jahren sollte man das Skifahren ganz einstellen. Das vergaß ich zu schreiben.

Kommentar von Primus ,

Nur zur Info: Sie war bei dem Unfall 48 Jahre und durchtrainiert.

Du bist und bleibst ein Rotzlöffel ;-))

Kommentar von alfalfa ,

Nicht so hart. Einfach nur falsch informiert und verbesserungsbedürftige Umgangsformen. Und wenn man intellektuell unauffällig ist, sollte man sich zu Fachfragen zurückhalten. Das vergaß ich zu schreiben.

Kommentar von NasiGoreng ,

Du bist und bleibst ein Rotzlöffel ;-))

Vor 50 Jahren warst Du bestimmt auch nicht viel anders. Das merkt man heute noch.

Kommentar von Primus ,

Vor 50 Jahren warst Du bestimmt auch nicht viel anders.

Bestimmt! Aber 1969 kam ich in den Kindergarten und wurde erzogen.

Kommentar von NasiGoreng ,

Skilanglauf findet nicht in unwegsamen Gelände statt, sondern dort wo auch ein Pistenbully hin kann.

Für einen verknacksten Fuß braucht man keinen Rettungshubschrauber und bei den Flugkosten pro Minute hast Du eine Null zuviel hinzugeschrieben, weil es Stil der Versicherungsvermittler ist, aus eigenem Geschäftsinteresse, alle Risiken als ganz besonders hoch und unbezahlbar darzustellen.

Kommentar von alfalfa ,

Nun, da ich als Versicherungsberater tätig bin und folglich nicht vermittle, sondern nur die Aufgabe habe Forderungen der Versicherten gegen den Versicherer umzusetzen sind mir die Zahlen bestens bekannt.

Häufig stelle ich fest, dass eine verquerte Ansicht zu Risiken oder ein gesundes Halbwissen immer wieder zu Überraschungen in der Praxis sorgt. Aber das ist ja nicht weiter tragisch, das kann man durch Fakten heilen.

Hier mal eine Kostenindikation - aus einem Urteil im Inland mit realen Zahlen:

Amtsgericht München vom 6.8.2010: AZ 281 C 22204/09

Oder mal was internationales aus der Schweiz/Österreich: Bis zum 30. April 2010 hat die EU-Verordnung, die hier als Rechtsgrundlage gilt, zwingend die Kostenübernahme nach dem jeweiligen Landesrecht vorgeschrieben, sobald die Kosten über 1.000 Euro lagen (was bei Hubschraubereinsätzen fast immer der Fall ist). Seit dem 01. Mai 2010 gibt es eine Ausnahmeregelung. Die Kasse kann in Absprache mit dem Versicherten festlegen, welche Erstattungsgrundsätze für Leistungen im Ausland herangezogen werden. In Österreich können somit auch deutsche Erstattungssätze angewandt werden. In der Schweiz ist dies nicht möglich.

Schweiz: In der Schweiz existieren ähnliche Regelungen wie in Österreich. Hier werden allerdings auch im Falle eines medizinisch unbedingt notwendigen Hubschraubereinsatzes grundsätzlich nur 50 Prozent der Kosten übernommen. Bei einer Bergung wird gar nichts erstattet.

Besonderheiten: Hürden bei der Kostenerstattung können auch entstehen, wenn private Rettungshubschrauber, wie sie beispielsweise einige österreichische Skiliftbetreiber haben, zum Einsatz kommen. Über deren Einsatz entscheidet einzig der Betreiber - die Rechnung, die sehr hoch sein kann, erhält der Verletzte und kann diese dann bei der Kasse einreichen, muss sie zunächst allerdings aus eigener Tasche begleichen.

Insbesonders unsere jungen, nassforschen Poster mit klassischer Versicherungsagnostik und optimierungsfähigen Umgangsformen kommen gerne zu solchen vollmundigen Fehleinschätzungen und Vorurteilen.

Aber jedem nach seiner eigenen Fasson und Wissensstand. Warum nur, warum komme ich beim User Nasi Goreng nur zu solchen Aussagen? Vielleicht, weil das Muster zu 100% bei sozialrechtlichen oder versicherungstechnischen Angelegenheiten fachlich daneben zu liegen sein Markenzeichen ist?

Kommentar von NasiGoreng ,

Danke für Deine umfangreiche Aufklärung.

Jetzt fehlt nur noch die Korrektur Deiner Fehlinformation bezüglich der Hubschrauberkosten.

Kommentar von alfalfa ,

Ja, du hast Recht, das gehört dazu: Also in der BRD kostet die Flugminute Christopher 1: 60€. Dazu kommen 2xStart/Landegebühren von je 250€. Extrem sind die Bergungskosten in der Schweiz. Hubschrauberbergung plus gipsen eines gebrochenen Unterschenkels in einer Privatklinik: 30.000 Schweizer Fränkli. Das war der absolute Hammer den ich auf dem Tisch hatte und die PKV wollte sich ausklinken. Fazit: 600€ war in der Tat etwas sehr plakativ/marktschreierisch! Tendenz stimmt und für 150€ Jahresbeitrag in der Unfall vermeidbar. (wobei schon 30€ Courtage inkl. ist) Thats all.

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