Frage von StudiOz, 25

Wird mein Bafög auch bei meinem Fall gekürt?

Hallo,

ich bin eine Studentin und arbeite zur Zeit nebenbei. Ich verdiene 306€ und werde wahrscheinlich einen weiteren Nebenjob machen. Monatlich komme ich auf ca. 786€ . Jedoch werde ich nur maximal 5 Monate so arbeiten. Ich käme dann auf 3930€ insgesamt.

Ist das möglich oder muss ich mich monatlich auf die 400€ klammern?

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Antwort
von nataly, 25

Dass das Gesamteinkommen des Bewilligungszeitraums durch die Anzahl der Monate des BWZ geteilt wird, ergibt sich aus § 22 Abs. 2 BAföG:

BAföG - Gesetz und Verwaltungsvorschrift § 22 Berechnungszeitraum für das Einkommen des Auszubildenden

(1) Für die Anrechnung des Einkommens des Auszubildenden sind die Einkommensverhältnisse im Bewilligungszeitraum maßgebend. Sind bei ihrer Ermittlung Pauschbeträge für Werbungskosten nach § 9a des Einkommensteuergesetzes zu berücksichtigen, so ist der Betrag abzuziehen, der sich ergibt, wenn ein Zwölftel des Jahrespauschbetrages mit der Zahl der Kalendermonate des Bewilligungszeitraumes vervielfacht wird.

(2) Auf den Bedarf jedes Kalendermonats des Bewilligungszeitraums wird der Betrag angerechnet, der sich ergibt, wenn das Gesamteinkommen durch die Zahl der Kalendermonate des Bewilligungszeitraums geteilt wird.

Antwort
von nataly, 24

Eine monatliche Grenze gibt es nicht. Für einen Bewilligungszeitraum von 12 Monaten beträgt die Grenze 4880 EUR brutto, das ergibt durchschnittlich 406 EUR/Monat. Du kannst die 4880 EUR aber auch in einem (1) Monat verdienen.

Antwort
von gerdGeld, 20

Ein Tipp: Ähnliche Fragen tauchen auf finanzfrage.net immer wieder auf; vielleicht wirst du am schnellsten zu befriedigenden und ausführlichen Antworen gelangen, wenn du in die finanzfrage-Suche "student + einkommensgrenze" oder etwas ähnliches eingibst.

Ansonsten dürfte gelten: Für den Studenten gilt, dass er soviel verdienen darf wie er will. Aber: Mehr als 20 Stunden pro Woche darf man nicht arbeiten, sonst gilt man nicht mehr als "Student". Versicherungsfrei kannst du im Monat 450 EUR über eine oder mehrere dauerhafte geringfügige Beschäftigung einnehmen (die aber bei unterschiedl. Arbeitgebern sein müssen), zusätzlich kannst du - befristet auf drei Monate (70 Arbeitstage) - eine sog. "kurzfristige" Beschäftigung ausüben und trotzdem weiterhin von der Versicherungspflicht frei bleiben.

Quelle: http://www.studis-online.de/StudInfo/Studienfinanzierung/jobben.php?seite=3

Es gibt weitere Regeln (v.a. was den genauen Prozentsatz an fälligen Steuern bei einer Überschreitung der 450-EUR-Grenze angeht), aber da können spontan bestimmt andere besser helfen. (Was ich mich ab und an frage: Traut sich eigentlich keiner der verehrten Studenten, die Arbeitgeber selbst nach solchen Dingen zu fragen?

Grüße von Gerd

Kommentar von gerdGeld ,

[Ich wollte nochmal editieren, hat aber nicht geklappt, daher auf diesem Weg] Edit: Es ging in der Frage selbst dann ganz unter, dass es ja eigentlich um BaFög ging. Da gibt es meines Wissens drei ausschlaggebende Kriterien: a) Das Einkommen der Eltern; b) das Alter des Studenten c) das dem Studenten zur Verfügung stehende Vermögen (darf nicht größer als 5.000 EUR sein, soweit ich weiß) - demnach dürfte man beliebig viel hinzuverdienen, wenn entsprechende Unkosten die Einnahmen sowieso wieder "auffressen" ...

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