Frage von fishtown1980, 903

Wird auch eine große Entfernung bei den Pendlerkosten ohne Nachweise anerkannt?

Ich habe mit meinem Freund eine gemeinsame Wohnung. Seit letztem Jahr habe ich aber einen Job in 250 km Entfernung und auch einen Zweitwohnsitz dort. Nun wollte ich den Zweitwohnsitz in der Einkommenssteuererklärung absetzen. Mietkosten entstehen für die Zweitwohnung nicht, deshalb ist da auch nichts zu holen. Nun bleiben die wöchentlichen Heimfahrten. Hierfür habe ich allerdings vergessen, Belege zu sammeln. Kann ich diese auch ohne Belege absetzen bzw. wird der Zweitwohnsitz als solcher überhaupt anerkannt, wenn ich keine Belege für Heimfahrten abgebe?

Alternativ habe ich die Idee, den Zweitwohnsitz gar nicht anzugeben und stattdessen die 250 km zwischen Wohnung und Arbeitsplatz als Pendlerkosten abzusetzen. Wird eine solch große Entfernung einfach so anerkannt oder kann es dabei Probleme geben?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo fishtown1980,

Schau mal bitte hier:
Steuererklärung Pendlerpauschale

Antwort
von billy, 869

Probleme wird es da nicht geben aber das Finanzamt wird nach einem Fahrtenbuch oder anderen Nachweisen für die tatsächlich gefahrenen Kilometer fordern.

Kommentar von vulkanismus ,

Wöchentliche Heimfahrten sind glaubhaft - Nachweis wird wohl nicht verlangt werden

Kommentar von billy ,

„Wöchentliche Heimfahrten sind glaubhaft - Nachweis wird wohl nicht verlangt werden“ Das ist nichts weiter als Deine Vermutung, obwohl Du es eigentlich besser wissen müsstest. Ich kenne Finanzämter die nicht so blauäugig arbeiten. ;)))

Antwort
von vulkanismus, 781

"Alternativ habe ich die Idee, den Zweitwohnsitz gar nicht anzugeben und stattdessen die 250 km zwischen Wohnung und Arbeitsplatz als Pendlerkosten abzusetzen."

Eine Idee ist zwar kein Betrug, aber ....

Kommentar von fishtown1980 ,

Mag sein, aber für das Finanzamt kann das doch nur gut sein. Wenn ich die Zweitwohnung angeben und die Heimfahrten abrechnen würde, ergäbe sich eine viel höhere Rückzahlung.

Kommentar von vulkanismus ,

Dem Finanzamt ist es egal, was Du in Deine Steuererklärung reinpinselst - es steht einfach nur da.

Die Öffentlichkeit und der Staatsanwalt reagieren auf falsche Angaben manchmal komisch.

Antwort
von wfwbinder, 742

Frage Dich einfach:

was ist richtig?

1. Du hast doppelte Haushaltsführung.

2. Eine zusätzliche Miete entsteht (warum auch immer) nicht.

3. Du hast aber die Heimfahrten.

Also setze die Heimfahrten mit 30 Ct. pro gef. Kilometer an und fertig ist, Weil es richtig ist und Du genau das angerechnet bekommst, was Dir zusteht.

http://www.doppelte-haushaltsfuehrung.de/steuer.php/aid/162

Kommentar von Rat2010 ,

D.H. Ich habe nur noch hinzuzufügen, dass das Finanzamt 500 Km tägliche Fahrten ohne Nachweis natürlich nicht anerkennt. 

Ohne Mietkosten werden Sie aber auch bei den Heimfahrten rumzicken.

Kommentar von fishtown1980 ,

Die Mietkosten fehlen ja nur beim Zweitwohnsitz. Beim Erstwohnsitz gibt es natürlich Mietkosten und einen Mietvertrag.

Kommentar von Snooopy155 ,

Ist es nicht so, dass für die Familienheimfahrten nur die Entfernungskilometer angerechnet werden? Nur die erste und letzte Fahrt werden nach gefahrenen Kilometern oder tatsächlich angefallenen Kosten angerechnet.

Kommentar von Mikkey ,

Es ist so.

Antwort
von Feela, 653

Du wirst denke ich mal ein Fahrtenbuch anlegen müssen. Denn irgendeinen Nachweiß benötigt man.

Kommentar von vulkanismus ,

Sorry, aber das Steuerrecht richtet sich nicht nach Deinen Vorstellungen, sondern nach Tatsachen.

Tatsache ist, dass sie wöchentliche Heimfahrten hat. Dafür bedarf es keines Fahrtenbuches - die sind glaubhaft.

Auch wenn der Rat zu einem F. richtig wäre - für letztes Jahr und bis heute würde er steuerlich nichts bringen - ein rückwirkendes F. gibt es nicht (oder ist getürkt).

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