Frage von Nina123, 137

Wir möchten ein Haus kaufen, kann man eine Hypothek umschulden?

Hallo Wir wohnen nun seit über 10 Jahren in einen Reihenhaus wo wir noch eine 97.000€ Restschuld haben. Wir haben einen 15 Jahre lange Zinsbindung. Wir möchten nun in ungefähr 3 Jahren uns ein EFH kaufen, wir haben dann ca 80.000€ gespart. Was müssen wir da beachten? Sollen wir bei unser Bank nachfragen ob sie die Hypothek umschreiben? Wir möchten unser Reihenhaus gerne behalten und vermieten. Mein Mann verdient 4.200€ netto im Monat.

Antwort
von LittleArrow, 99

Umschulden, umschreiben, was darf es denn noch sein? Beides sind verschiedene Sachverhalte!

Wenn Ihr Euer Reihenhaus nach dem Erwerb eines neuen Eigenheims vermieten wollt, dann ist es grundsätzlich sinnvoll, einen Kredit für das Reihenhaus beizubehalten und möglichst viel Eigenkapital für das neue Eigenheim einzusetzen. Je mehr Eigenkapital, desto besser! Siehe:

https://www.test.de/Immobilienkredite-Hohe-Zinsaufschlaege-bei-geringem-Eigenkap...

Bei der bestehenden Finanzierung mit 15-jähriger Zinsbindung seit vor 2005 solltet Ihr eine Umfinanzierung prüfen, um für das Haus das heutige, äußerst niedrige Zinsniveau auf Dauer(!) zu sichern, d. h. bis zur letzten Kreditrate! Hierbei kommt voraussichtlich eine Kündigung des bestehenden Kredites nach § 489 Abs. 1 Ziff. 2 BGB in Frage. Überprüft das ordentliche Kündigungsrecht mal bitte, ehe Ihr mit der zweiten Kündigungsalternative, nämlich aufgrund falscher Widerrufsbelehrung, arbeitet. Dieses Widerrufsrecht ist möglicherweise nur noch wenige Monate verfügbar, da das Bundeskabinett kürzlich einen Beschluss gegen die widerrufsbegründete Kündigung getroffen hat.

Klärt die für Euch passende Kündigungsbegründung schnellstens und untersucht mal erst alternative Finanzierungsangebote, ehe Ihr mit Eurer momentanen Bank sprecht. Diese Umfinanzierung erspart Euch viel Geld, das Ihr zur Eigenkapitalbildung nutzen könnt! Ihr müßt der neuen Bank ja noch nichts von dem neuen Immobilienwunsch erzählen. Drei Jahre sind noch lange hin;-)

Kommentar von LittleArrow ,

Nina123, hier findest Du noch weitere Informationen:

http://www.finanztip.de/finanztip-email/aktuell/?utm\_source=CleverReach&utm...

Alle Deine Überlegungen können jetzt zum guten Ende gebracht werden. Viel Erfolg!

Antwort
von diddi75, 90

Hallo. Wenn Ihr euch dann noch in der Zinsfestschreibungszeit befindet, wird das umschulden schwierig, ihr müsst dann vielleicht eine Vorfälligkeitsentschädigung an die Bank zahlen, da ihr Zinsen verloren gehen. Nachfragen bei der Hausbank lohnt sich auf jedenfall. Vielleicht bietet sie euch günstige Konditionen an. Um die VFE kommt ihr herum, wenn das Hypothekendarlehen schon seit 10 Jahren - UNVERÄNDERT - läuft.

Kommentar von Nina123 ,

Danke für die Antwort ;) ja dann läuft die Zinsbindung noch 2 Jahre. Wie hoch wird diese etwa sein ? 

Kommentar von diddi75 ,

Die Berechnung der VFE ist relativ kompliziert. Aber es gibt im Netz eine ganze Menge Rechner, mit denen Ihr anhand der entsprechenden Darlehensparameter die voraussichtliche Höhe errechnen könnt. Ist aber nur eine Orientierungszahl. Kann dann tatsächlich auch höher ausfallen. Die Banken tricksen da oft. Würde euch daher den Gang zum Anwalt empfehlen.

Kommentar von LittleArrow ,

Nina123: Sorgen um die VFE? Hast Du Dir den § 489 BGB durchgelesen? Ich habe Dir dazu ausreichend Hilfestellung gegeben. 

Antwort
von Privatier59, 79

Offen gestanden verstehe ich den Sinn der Aktion nicht. Wenn das Reihenhaus vermietet wird kann man die Darlehenszinsen doch als Werbungskosten geltend machen.Wieso soll das Darlehen denn auf das selbstgenutzte Objekt übertragen werden?

Kommentar von Franzl0503 ,

Privatier:

Verstehe ich auch nicht.

Nina sollte sich eher für folgendes interessieren: Reichen Einkünfte und die Reihenhaus-Nettomiete  aus, um die Belastungen aus dem Rest-Darlehen und dem Fremdkapitalbedarf für das Einfamilienhaus (Kaufpreis + Erwerbskosten ./. EK 80000 = Bedarf) langfristig bedienen zu können?

Und: Mitbelastung (nachstellig) des Reihenhauses möglich, falls der Wert des Einfamilienhaus als Sicherheit für das neue Darlehen nicht ganz ausreicht?

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