Frage von sovielichweiss, 25

Wieviel Senioren gibt es in der BRD, die die PKV nicht mehr bezahlen können? Was soll geschehen?

So wie ich das einschätze müsste die Zahl derer, die die PKV -Beiträge im Alter nicht mehr zahlen können ständig steigen. Ist ein Umdenken bei den PKV in Aussicht, die Beiträge an das Einkommen zu koppeln? Die Renten werden niedriger und die Beiträge wachsen. Das muss und wird schief gehen. Werden wir dann "entsorgt" oder WAS?????

Antwort
von susisorglos, 12

Also erst einmal möchte ich hier sagen, dass ich die Antworten überwiegend sehr sachlich und sehr qualifiziert finde. Keine Antwort erscheint mir oberlehrerhaft oder pädagogisch! Letztendlich wurde zum Sachverhalt schon alles gesagt. Dass der Berater damals wohl nicht darauf hingewiesen hat, dass man die Beitragsersparnis fürs Alter nehmen sollte (sofern es mit 56 noch eine große Beitragsersparnis gab), ist wohl fragwürdig. Was ich aber noch fragwürdiger finde: Jemanden mit 56 überhaupt noch privat zu versichern??? Diese Empfehlung würde ich nur in Ausnahmefällen ausprechen, denn es gibt noch nicht mal 10 Jahre, um den Anspruch zu haben nicht mehr als in der GKV (Höchstbeitrag zu zahlen). Unter 10 Jahre ist EINFACH MAL DEUTLICH zu wenig! Aber die meisten, die hier geschrieben haben, scheinen mir gut informiert zu sein und würden mir mit Sicherheit zustimmen. Ausnahmen bestätigen immer die Regel.

Aber nun zu einer kleinen Idee?! Obwohl ich nicht weiß, ob Du verheiratet bist oder wie gut Deine Selbstständigkeit läuft?! Der § 10 SGB 5 regelt die Voraussetzungen unter denen Du in die Familienversicherung kommen kannst. Weniger als 450 € Einkommen und nicht selbstständig tätig.

Bitte erzähl mir jetzt nicht auch noch ich sei ein Klugscheißer oder würde pädagogisch wirken. Wenn es eine Rückkehrmöglichkeit gibt, dann wohl NUR diese!!! Denn eine Altersbegrenzung gibt es in diesem § nicht!

Kommentar von alfalfa ,

Guter Kommentar und es gibt auch noch drei weitere Wege für über 55 jährige doch das werde ich hier definitiv nicht preis geben.

Das Thema Familienversicherung wird leider dann wieder ein Thema, wenn die Altersrente beantragt wird und das Einkommen über den Grenzen zum § 10 SGB V liegen. Also eine temporäre Lösung.

Antwort
von wfwbinder, 11
  1. Die Beiträge der GKV richten sich nach dem Einkommen, egal ob allein versichert, oder mit Familie, egal ob chronisch krank, oder (zum Glück) kkerngesund.

  2. gesunde Leute gehen in die PKV, weil sie nach den persönlichen Risiken gemessen werden und deshlab geringere Beiträge zahlen.

  3. Bis zum 55 Lebensjahr hat man Gelegenheit von "billig" zu billig im Alter" zu wechseln.

  4. Wer bitte soll die Lasten tragen, wenn man mit 70 merkt, dass die künstlichen Hüftgelenke, der Rollstuhl usw. sich eben auf die Beiträge niederschlagen und die PKV, deren Vorteile man lange genossen hat, dann zu teuer wird?

In meinen Augen gibt es genügend Möglichkeiten zwischen den Systemen zu wechseln. Irgendwann muss auch mal Ende sein.

Antwort
von Kevin1905, 11
So wie ich das einschätze müsste die Zahl derer, die die PKV -Beiträge im Alter nicht mehr zahlen können ständig steigen. Ist ein Umdenken bei den PKV in Aussicht, die Beiträge an das Einkommen zu koppeln?

Nein, wieso auch. Es wird ein Beitrag berechnet aufgrund von Risiko, Einstiegsalter und Gesundheitszustand.

Es ist auch niemand verpflichtet sich privat krankenzuversichern und die Leute die es in jungen Jahren tun, denen fehl oft der Weitblick. Eine KV wird i.d.R. für ein Leben lang geschlossen. Trotzdem gibt es viele Leute die bei der Planung noch weniger Zeit aufbringen und Recherche tätigen als bei einem Hausbau.

Kommentar von sovielichweiss ,

Ich wurde mit 56 Jahren und günstigeren Konditionen in die PKV gelockt, mit der Aussicht jederzeit wieder zurück zu können. Ein halbes Jahr später änderte sich die Gesetzeslage und ich konnte nicht mehr zurück. Bis festgelegt wurde, dass man, wenn man in Hartz IV fällt und in den letzten 5 Jahren gesetzlich versichert war, zurückkehren kann, waren meine 5 Jahre um! ERGO? Arschkarte und dann noch so Kommentare über junge Leute, die doch wissen müssten hier und andere pädagogisierende Beiträge hier und anderswo. Wer hofft nicht als Selbständiger, dass er irgendwann mal und dann für immer gut verdienen wird? Dann würde er es ja nicht werden. Wieviele wurden wegen der hohen Arbeitlosigkeit in die Selbständigkeit freundlich rüberlanciert? Und als Dank kriegen wir jetzt eine solche Rechnung!!!

Kommentar von wfwbinder ,
Ich wurde mit 56 Jahren und günstigeren Konditionen in die PKV gelockt, mit der Aussicht jederzeit wieder zurück zu können.

Wenn Du das im Beratungsprotokoll hast., dann ist doch alles gut.

Das war Falschberatung und Du kannst daraus Schadenersatz geltend machen, denn die Aussage:

mit der Aussicht jederzeit wieder zurück zu können.

War schlicht und einfach falsch.

Kommentar von alfalfa ,

Nun, das eine Altersgrenze mit 55 existiert das war auf vor 2009 der Fall. Und offensichtlich bist du nicht umfassend informiert worden, dass eine Rückkehr in die GKV einen Statuswechsel voraussetzt.

Da vermischt du in deinen Aussagen einfach ein paar Effekte die so nicht im SGB V zu finden sind bzw zu finden waren.

Kommentar von sovielichweiss ,

Danke für den pädagogischen Kommentar. Er trifft erstens auf mich nicht zu und zweitens ist es aber auch zu dumm, dass jungen Leuten der Weitblick fehlt! Wir haben hier einfach nicht die richtigen jungen Leute! Das war sarkastisch und sollte es auch sein.

Antwort
von Primus, 11
Wieviel Senioren gibt es in der BRD, die die PKV nicht mehr bezahlen können?

Mit Sicherheit gibt es sehr viel und es werden bei steigender Altersarmut auch bestimmt immer mehr, aber wir sind leider nicht in der Lage die Gesetze zu ändern.

Ansprechpartner dafür sind unsere Politiker.

Kommentar von wfwbinder ,

Kann man probieren, aber ich denke nicht, dass die die Beiträge bei den PKV deckeln können. Schon die Basistarife sind nicht ein Brunnen der Freude für die PKV.

Antwort
von gandalf94305, 11

Wer in die PKV wechselt, muß sich klar darüber sein, daß es nicht nur um eine Kostensenkung geht, sondern eine Kostenverlagerung - sprich: man muß Ersparnisse aus dem neuen Tarif natürlich in Rücklagen investieren, um später die Beiträge weiter bestreiten zu können.

Leider sehen die meisten PKV-Eintreter nur die vordergründige Ersparnis oder Leistungserhöhung, nicht jedoch die langfristige Wirkung solcher Verträge.

Wer mit 56 Jahren in die PKV wechselt, sollte sich sehr genau im klaren sein, was das bedeutet und wohin die Entwicklung geht. Wer sich solche Gedanken naiverweise nicht macht, handelt fahrlässig.

Antwort
von alfalfa, 9

Eine PKV ist ein privatwirtschaftlicher Vertrag zwischen Dir und dem Versicherer. die monatlichen Beiträge richten sich nach:

  • Eintrittsalter
  • Absicherungsniveau
  • Ertragskraft des Versichers
  • entstandene Schadenssumme im Kollektiv
  • Storno-, Wechsel-, und Rückstellungsquoten

Das ist unabhängig vom Einkommen. Da hat die Politik wenig Handhabe diese Verträge zu ändern.

Bei zu hohen PKV Beizrägen besteht nur die Möglichkeit nach § 204 VVG bei der eigenen Gesellschaft zu wechseln, den SB zu erhöhen oder Basis- bzw Standardtarif zu wählen. Denn über 55 ist eine Rückkehr in die GKV nicht möglich.

In einem anderen Posting schreibst Du, dass du mit 56 in die PKV gelockt wurdest. Nun, schlussendlich ist es Deine Aufgabe zu prüfen, ob so ein Vertrag für Dich vorteilhaft ist. Schließlich hast Du ihn unterschrieben. Das wird wohl seine Gründe für Dich gehabt haben. Jetzt auf das System oder die Politiker zu schimpfen wird wenig helfen. Den Bock hast ganz allein Du geschossen. Kein anderer.

Antwort
von Privatier59, 7
. Ist ein Umdenken bei den PKV in Aussicht, die Beiträge an das Einkommen zu koppeln?

Diese Pläne liegen in der Schublade und werden dann umgesetzt, wenn die Versicherten endlich damit anfangen, ihren Gesundheitszustand der Prämienhöhe anzupassen.

Kommentar von wfwbinder ,
wenn die Versicherten endlich damit anfangen, ihren Gesundheitszustand der Prämienhöhe anzupassen.

Zum Glück blieb ich 42 Jahre davon verschont, sondern habe weit weniger Kosten verursacht, als ich Beiträge gezahlt habe.

Kommentar von sovielichweiss ,

eben, Sie haben wie die meisten Selbständigen weit weniger Kosten verursacht, weil Sie sicher wie ich, immer erst mal versucht haben, ohne Arzt und Tabletten auszukommen. Aber wenn es dann doch soweit ist und Sie nicht so viel verdient haben, um ein hohes Konto zu haben, dann stehen Sie da wie Max in der Sonne und wissen nicht weiter. Und niemanden interessierts.

Kommentar von wfwbinder ,

Nein, ich bin, als ich von meiner Auslandstätigkeit zurück nach Deutschland kam, im Alter von 41 in die GKV gewechselt, habe einige Jahre mehr Beitrag bezahlt, als es in der PKV gwesen wäre, aber dafür werde zahle ich nun vermutlich schon weniger als ich in der PKV zahlen müßte.

Dass ich als Rentner wieder anders/mehr zahlen werde liegt an meinem Spleen im Ausland wohnen zu wollen.

Aber ich würde sonst normal in der Rentner-KV sein.

Kommentar von sovielichweiss ,

Ja, schön für Sie, nützt mir aber herzlich wenig, und vielen anderen auch. Im Grunde ist es so, dass Du solange Du gesund bist, mehr zahlst als Du verbrauchst. Wenn alle PKV- Patienten so wie ich sind, schieben sie Arztbesuche so lange es geht auf und gehen erst, wenns gar nicht mehr geht. Du zahlst und zahlst- und wenn du dann anfängst. die Krankenkasse Geld zu kosten ist das gleichzeitig mit Deinem sinkenden Einkommen gekoppelt und dann beginnt der Teufelskreis, aus dem es kein Entkommen gibt. So siehsts aus

Kommentar von Kevin1905 ,

Hier liegt schon wieder ein grundsätzlicher Denkfehler vor.

Wer sich für das System PKV entscheidet dem sollte klar sein, dass sich Kostensteigerungen im Gesundheitswesen nur durch Beitragsanpassung realisieren lassen. Eine Leistungskürzung wie beim Katalog der GKV ist nicht möglich da ein Vertrag zwischen VN und Versicherer besteht.

Mir sollte aber bewusst sein, dass ich die Kosten die ich durch die günstigere PKV in jungen Jahren spare dafür aufbringen sollte zusätzliche Altersvorsorge zu betreiben. Und wenn es nur darum geht die BAP abzufedern.


Ich lese deine Kommentare und mir fällt auf dass du zwei der drei Dinge tust die ein Mensch nicht tu sollte, nämlich Schuldzuweisen und Rechtfertigen (vom Jammern will ich gar nicht reden, das wäre der dritte Punkt).

Wenn der Berater dir eine Fehlinformation gegeben hat und sich das belegen lässt, kannst und solltest du gegen diesen vorgehen. Denn er schadet meiner Branche.

Aber die Schuld der PKV als System oder sonst wem zuzuschieben ist doch nichts weiter als eine Selbstentmündigung. Als erwachsener lebenserfahrener Mensch sollte man doch willens und in der Lage sein sich hier selbst ein bisschen schlau zu machen und Aussagen deren Wahrheitsgehalt man bezweifelt lässt man sich schriftlich mit Unterschrift geben.

Antwort
von Angelsiep, 7

Woran erkennst du ein niedrigerwerden der Renten ? Relativ mag das zutreffen.

Vielleicht ist auch ein Umdenken der Wechsler ( in jungen Jahren) in die PKV in Aussicht, in dem sie erkennen, daß das Geld das sie jetzt sparen, später (als Rentner) einzahlen müssen.

Sprich an Vorsorge denken.

Kommentar von sovielichweiss ,

Es trifft relativ und ganz real zu. Die Lohnentwicklung spricht ihr übriges. Aber ich weiß. Gutverdiener können sich das nicht vorstellen. Lasst Eure Pädagogik. Wir haben es hier mit ganz realen Problemen zu tun. Da sind Besserwissen fehl am Platz!

Antwort
von Patrizia425, 7

Hallo,

die private Krankenversicherung hat auch wirtschaftliche Interessen zu vertreten. Das ist bei der gesetzlichen Krankenkasse nicht so. Viele Mitglieder der PKV kommen erst sehr spät in die Versicherung. Die Altersrückstellung kann daher nicht ausreichen, damit im Alter die Prämien stabil bleiben. Es gibt inzwischen entsprechende Tarife, damit die Nutzer Geld sparen können. Es ist gerade für ältere Teilnehmer sehr schwer, da sie ab dem 55. Lebensjahr nicht mehr in die GKV wechseln können. Mehr Infos zum Thema gibt es auch auf http://privatekrankenkasse-testsieger.de/private-krankenversicherung-wechsel/.

Antwort
von vulkanismus, 7

Da Du von Besserwissern schreibst.: Woher hast Du die Weisheit, dass die Renten niedriger würden?

Und wo hast Du eine Statistik gefunden über die steigende Zahl derer, die nicht mehr zahlen können?

Und hast Du mal bedacht, dass es falsch ist, nicht zum Arzt zu gehen, wenn man sollte?

Dadurch erhöhst Du nämlich die Folgekosten. Und auch deshalb steigen die Beiträge, die gezwungenermaßen in der PKV sind (Beamte).

Kommentar von alfalfa ,

Nun, wobei für Beihilfeberechtigte Beamte die PKV Beträge ein echter Witz sind.

Kommentar von vulkanismus ,

Mindestens ein Fünftel vom Netto geht drauf. Dann lach doch. Warum bist Du eigentlich kein Beamter geworden?

Ach ja. Man muss geeignet sein.

Kommentar von alfalfa ,

Ja, dazu muss man geeignet sein. Vollkommen richtig. - Also ein 30 jähriger Beamter liegt in der Bundesbeihilfe mit 70% bei dem PKV Tarif der DKV (mal als Beispiel) unter 200€. Ein Nicht Beamter in dem Tarif bei knapp 600€ (ist er angestellt, bekommt er die Hälfte als Zuschuss vom Arbeitgeber). Selbständige schultern den Betrag allein. - Wenn du mir jetzt ernsthaft erzählen willst, dass ein Beamter nur tausend Euro Netto verdient, dann verfügst Du über Besildungstabellen die mir unbekannt sind. - Hatte allerdings auch keine sinngebende Antwort von Dir erwartet, denn das ist schwierig für Personen die auf der linken Seite der IQ Gauß Kurve leben. Schön ist es schon mal, dass es mit lesen und schreiben schon ganz passabel geht .

Kommentar von Juergen010 ,
... Personen die auf der linken Seite der IQ Gauß Kurve leben.

Der ist gut - den muss ich mir merken ...;-)

Kommentar von wfwbinder ,

stimmt, damit kann man noch ergänzende Sprüche machen im Sinne von:

"Die intellektuelle Kapazität des Agronomen steht in reziproker Relation zum Produktionsresultat seines Betriebes.

Kommentar von alfalfa ,

Hehe, das du rechts davon lebst, weiss ich. Dieser Satz würde unseren Kommentator definitiv an die Grenzen bringen, was Google so hergibt.

Antwort
von billy, 5

Kenne keine Statistiken zum Thema, lass mich aber gern belehren (ausser von 2 Usern) und die sollten schon wissen das sie gemeint sind, und die Klappe halten können.:)))

Kommentar von katalog49 ,

Und was hilft diese Antwort dem Fragesteller?

Wie immer, Hauptsache, es wird punktewirksam etwas zum Besten gegeben!

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