Frage von wollschaf, 936

Wieviel Rücklagen für Reparaturen sollte man als Hausbesitzer bilden? Wie macht Ihr das?

Wir haben ein 15 Jahre altes Haus zur Eigennutzung gekauft. Wieviel Rücklagen für Reparaturen sollte man bilden. wir haben wegen des Kaufs kaum mehr Eigenkapital und wollen monatlich etwas wegsparen, am besten wohl in einen Bausparvertrag.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von MadRampage, 936

Es gibt hier viele Fausformeln die mehr oder weniger gut passen: grob 1% der Herstellungskosten jedes Jahr zurücklegen ist schon mal ein guter Anfang.

Besser und genauer wird es mit einem Plan:

  • Die Küche sollte alle 15 Jahre erneuert werden
  • Bäder spätestens alle 20 Jahre
  • Heizung und Heizkörper schaffen ebenfalls kaum mehr als 20 Jahre
  • Fenster und Außentüren höchsten 25 Jahre.
  • Dachziegel und Außenputz sind alle 30 bis 40 Jahre dran.

Hat man einen solchen Plan kann man etwas gezielter sparen:

  • auf ein separates Tagesgeldkonto monatlich einzahlen
  • und/oder einen passenden Bausparvertrag abschließen (wenn man will)
  • oder gar langfristig (10Jahre+) in Aktienfonds/ETF-Sparpläne gehen
  • oder auch in die Tilgung investieren: Das sind sichere Renditen in Form von gesparten Zinsen (wenn auch zu Lasten der Liquidität)

as wichtigte ist aber erstmal wieder Eigenkapital als "Hohe Kante" per tagesgeld anzuparen um (mögliochst) immer Liquide zu sein und zu bleiben :)

Antwort
von barmer, 806

Hallo,

ein Bausparvertrag für Reparaturrücklagen scheint mir wenig sinnvoll. Denn die kommen unerwartet und nicht, wenn der zuteilungsreif ist.

Ohne das Haus zu kennen: Ein 15 Jahre altes Haus sollte ja a.) seine Baumängel abgestellt haben und b.) auf dem Stand der Technik sein. Teure Reparaturen wie Dach, Heizung, Installation etc. sind erst in 30 Jahren zu erwarten.

Ich würde sagen: 5.000 EUR für Sachen, die trotzdem kommen können (leicht gesagt) und ansonsten tilgen, was der Vertrag hergibt. Besser kann man nicht sparen.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von Privatier59, 744

Es gibt dazu Erfahrungswerte. Die stehen ua in Büchern zur Gebäudebewertung. Mit Erfahrungswerten ist das bekanntlich aber so eine Sache: Was für einen Bestand von 100.000 Gebäuden als Durchschnittswert gilt, kommt im Einzelfall nur selten hin. Man kann sich allenfalls mal Checklisten wie die anliegende zur Hand nehmen und zu überschlagen versuchen, wann welches Bauteil zur Sanierung anstehen könnte und anhand der individuellen Situation die Erneuerungskosten abzuschätzen versuchen:

http://2011.strobel-immo.de/wp-content/uploads/2011/09/Checkliste-Nutzungsdauer-...

Antwort
von althaus, 644

Leg doch einfach soviel wie Du kannst auf die hohe Kante. Mehr kannst Du nicht machen. Dämlich wenn was passiert und dann das Geld nicht reicht. Eine genaue Antwort kann Dir keiner geben, dazu müsste man das Gebäude kennen.

Antwort
von robinek, 591

Deine so gestellte Frage ist zu ungenau und somit wenig Aussagefähig. Du kannst aber bei Google zunächst selbst verschiedenes aufrufen. Z.B.: www.gevestor.de/details/instandsetzungskosten-so-kalkulieren-sie... Oder Rücklagen Hauskauf

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