Frage von Locke77,

Wieviel Prozent des Einkommens sollte man monatlich für die Altersvorsorge zurücklegen?

Ich möchte beginnen bewusst Geld für meine Altersvorsorge zu sparen. Hab da erstmal an einen Fondssparplan mit mehreren Fonds gedacht. Aber wieviel macht Sinn da einzusparen, also in Prozent des monatlichen Einkommens?

Antwort
von Kevin1905,

Man sagt über den Daumen sollten es ungefähr 10% sein.

Dies ist aber nur ein allgemeiner Näherungswert und nicht auf jeden individuell zu übertragen. Alter, Einkommen und Vermögen beeinflussen diesen Wert erheblich.

Wichtig ist, dass am Angang eine Bedarfsanalyse gemacht wird und die biometrischen Risiken wie u.a. die Berufsnunfähigkeit vernünftig abgesichert sind.

Dann geht es darum anhand deiner Ziele, Wünsche und deiner Lebensituation zu ermitteln welche Schicht der Vorsorge für dich am sinnvollsten ist. Anschließend wird geschaut welches Produkt von welchem Anbieter am besten passen würde.

Eine derartige Konzeptberatung gibt es kostenlos bei einem von Gesellschaften unabhängigen Finanz- und Versicherungsmakler.

Antwort
von betroffen,

Riester sagt 4,0% vom brutto, aber rechne mal aus, wie weit man damit kommt.

Ich würde mindesten 6% empfehlen. Wenn man schon über 30 ist 8%. Der Zeitfaktor spielt eine wichtige Rolle.

Aus heutiger Sicht (gesetzliche Rente sinkt und sinkt) muss man bis zu 250.000 € am Rentenbeginn haben um z.B. in 40 Jahren ein merkliches Zubrot zur Rente zu finanzieren.

Viele Musterrechnungen, gerade im Internet, bilden eine niedrige (attraktive) Monatsansparrate ab. -Aber was will man in 40 Jahren mit 200,- € Zusatzrente anfangen...

Antwort
von consteind,

Hallo, das du kannst selber bestimmen, wieviel du brauchst oder leisten möchtest. Sparen für die Altersvorsorge heißt nicht nur Riester usw. sondern auch einfach "Sparen". Jedes Ersparte kannst du immer verrenten lassen oder als Auszahlplan nutzen. Es ist auch wichtig immer auf sein Geld in bestimmten Situationen im Leben zurückgreifen zu können. Eine modernen Altersvorsorge kann dir dieses ermöglichen. Um einen Überblick über deine Altersvorsorgebedarf zu bekommen gibt es Analyseprogramme, wo dein Rentenwunsch aus heutiger Sicht, mit deiner Lebenssituation(Einkommen) und zu erwartener staatliichen Rente und den unterschiedlichsten Anlagemöglichkeiten betrachtet wird.Dabei wird die Inflation sowie ein Überblick aus steuerlicher Sicht im Alter auch aufgezeigt. Damit hast du einen Überblick, wieviel du mindestens aufwenden müsstest. Um deine Frage genauer zu beantworten- Spare soviel du kannst! Aber so, das es immer ein großer Teil deines Geld zur eigenen Verwendung bleibt. Viel Glück! consteind

Antwort
von GAFIB,

Ein gute Frage, die auch von großer Bedeutung ist für praktisch jeden von uns. Wer heute jünger als vierzig Jahre alt ist, für den sind bei voller Erwerbsbiografie über 45 Jahre Beiträge zum 67. Lebensjahr ca. 45% als sog. Standardrente zu erwarten, die auch noch zu versteuern sind.

Wenn man sich nun vergegenwärtigt, wie dieser Anspruch entsteht, nämlich durch ca. 20% lfd. RV-Beiträge (je rd. 10% durch AG+AN) vom Bruttogehalt, dann wird deutlich, wieviel man zusätzlich sparen muss, um z.B. 70% Versorgungsgrad zu erreichen. Nämlich 70% : 45% = 155%, also 55% zusätzlich auf die 20% an die RV = 11% vom Bruttoeinkommen zusätzlich.

Dies ist vergröbert, weil sich - hoffentlich - privates bzw. steuergefördertes Sparen besser verzinst als die RV-Beiträge, ganz selbstverständlich ist nicht mal das. Und dies gilt auch nur, wenn das Zusatzsparen bereits sehr frühzeitig begonnen hat mit Anfang 20, sonst werden die nötigen Raten deutlich höher.

Fazit: Wer ein Minimum tun will, der sollte 10% seines Bruttogehaltes endgültig sparen für seine Altersvorsorge. Nüchtern betrachtet sind in den allermeisten Fällen jedoch ca. 20 % notwendig, um - aus eigener Kraft - auf einen Versorgungsgrad von ca. 70% zu kommen.

http://www.dia-vorsorge.de/

Kommentar von GAFIB ,

Zur Aussage bzgl. der 45% Standardrente sollte ich noch ergänzen: Zwar ist es richtig, dass die Standardrente noch zu versteuern ist, ABER das Vergleichseinkommen aus der Erwerbsphase ebenfalls. Insofern ist gemeint, dass die Standardrente ca. 45% netto beträgt vom früheren Nettoeinkommen in der Erwerbsphase ("Netto-Netto"-Vergleich).

http://de.wikipedia.org/wiki/Rentenniveau

Antwort
von Kalli77,

Ich orientiere mich da an den 4% die die Riesterzulage vorgibt. Aber generell würde ich sagen: Je mehr, desto besser. Außerdem die Anlagen so breit wie möglich streuen...

Antwort
von freelance,

wenn du nur einen Minijob hast, 0%. Wenn du am Existanzminimum lebst, 0%. Wenn du mind. 5% abzwacken kannst, dann ist das schon ein guter Anfang.

Antwort
von sascha99,

10% finde ich optimal

Antwort
von thomaswiener,

Das kommt darauf an wie lange man leben will und wieviel Geld man während dieser Zeit braucht!

Das muss man individuell für sich selbst "näherungsweise" berechnen.

Da gibt es einige Stellschrauben:

Wie hoch soll die Rente sein? Vor bzw. nach Inflation!

Damit stellt sich die nächste Frage: Mit welcher Inflation rechne ich? 2% aktuell, aber wird das mehr?

Brutto oder Netto?

Wie bin ich krankenversichert? privat. gesetzlich

Was habe ich bereits? Wie werden die Rentenzahlungen bzw. mein Vermögen besteuert?

Dann ist die Anlagerendite ein entscheidender Faktor: Rechne ich mit 3%, muss ich erheblich mehr beiseite legen als mit 5%. .......

Einen Experten zu kontaktieren, der sich mit diesem Thema öfters beschäftigt, macht Sinn!

Antwort
von NasiGoreng,

Wenn Du uns nichts über Dein Alter,Familienstand, Einkommen und die Art Deiner Beschäftigung (selbständig, unselbständig, verbeamtet) verrätst, kann Dir kein Mensch eine hilfreiche Antwort auf Deine Frage geben.

Nachliefern oder auf eine brauchbare Antwort verzichten!

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