Frage von holidaylover, 105

Wieviel Anzahlung ist im Rahmen, wenn Artikel erst in 6 Wochen lieferbar?

Wieviel Anzahlung kann ein Händler verlangen, wenn er erst in 6 Wochen liefern kann?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Primus, 95

Beim Möbelkauf gilt folgendes:

Wer hochpreisige Möbel oder eine Einbauküche kauft, ist nicht verpflichtet, eine Anzahlung zu leisten. Darauf weist die Verbraucherzentrale Hamburg hin. Viele Händler forderten eine solche Anzahlung "mit den abenteuerlichsten Begründungen und behaupten, das sei so üblich oder gar gesetzlich vorgeschrieben". "Das ist falsch", so die Verbraucherschützer. Das Gesetz sage sogar das Gegenteil: Die Zahlung sei erst bei der Lieferung beziehungs-weise nach dem Einbau fällig.

Für den Kunden sind Anzahlungen in Höhe von oft vielen Hundert Euro ein hohes Risiko: Gehe der Händler pleite, sei das Geld weg, obwohl keine Möbel geliefert würden. Und: Für die oft monatelange Lieferzeit gibt der Kunde dem Händler einen zinslosen Kredit.

Rat der Verbraucherzentrale: Anzahlungen grundsätzlich verweigern. Wenn der Händler darauf bestehe, solle man notfalls z.B. Möbel anderswo kaufen. Sogar dann, wenn im Vertrag eine Anzahlung festgelegt worden sei, könne man "diese verweigern und eine Lieferung ohne Anzahlung verlangen". Habe nämlich der Händler darauf bestanden, gelte die Vereinbarung einer Anzahlung als "allgemeine Geschäftsbedingung" (AGB). Und per AGB darf man Anzahlungen nicht kassieren - so haben Gerichte entschieden (zum Beispiel Landgericht Potsdam, 8 O 627/94).

http://www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm0602/060207b.htm

Anders sieht bei Käufen aus, die eigens nach Deinen Wünschen hergestellt werden.

Antwort
von RatsucherZYX, 74

Egal wo und was ich kaufe, wenn der Verkäufer nach einer Anzahlung fragt, kommt sofort meine Gegenfrage nach der Anzahlungsbürgschaft einer "erstklassigen" Bank. Manchmal muß der Verkäufer bei der Geschäftsführung rückfragen, was das ist und wie das denn geht. Dann ist die Anzahlungfrage vom Tisch.

PS: Kann auch daran liegen, dass es keine erstklassige Bank mehr gibt. :-)

Antwort
von qtbasket, 64

Einen Rechtsanspruch auf eine Anzahlung gibt es nicht, aber man kann es im Vertrag vereinbaren.

Im Möbelhandel ist das üblich, besonders dann, wenn eine Einzelanfertigung bestellt wird.

Auf keinen Fall, sollte man mehr als ein Drittel des Kaufpreises in diesen speziellen Fällen anzahlen, den bei Konkurs des Händlers wäre das schöne Geld weg.

Antwort
von freelance, 69

Händler wofür?

Er kann zwischen 0 und 100 % verlangen. Mehr als 100% halte ich dann doch für nicht durchsetzbar.

Wenn der Käufer damit einverstanden ist, dann kann er auch die Gesamtsumme verlangen.

Man sollte bei Vorauszahlungen, egal wie hoch, an das Insolvenzrisiko des Händlers denken. Das kann sonst ins Auge gehen.

Antwort
von Privatier59, 57

Er kann verlangen was er will, jedenfalls dann, wenn einzelvertraglich vereinbart. Durch AGB vereinbart sieht das schon anders aus. Und im übrigen: Wenn er erst NACH Vertragsabschluß mit Vorschußforderungen kommt, dann verabschiede Dich mit dem Autofahrergruß!

Antwort
von billy, 58

Er kann verlangen was er will, wenn der Käufer es akzeptiert ist es sein Problem.

Antwort
von mig112, 56

Gerade im von mir bevorzugten Möbelhandel steigen die verhandelbaren Nachlässe progressiv mit der Höhe der Anzahlung, die ich anbiete...

Antwort
von Mikkey, 55

43 Mio

Wenn Du uns nicht verrätst, um was es sich handelt, ob der Händler in Vorleistungfür etwas treten muss, kann da keine sinnvolle Antwort kommen

Antwort
von gammoncrack, 48

Schau mal hier:

http://www.guter-rat.de/wirtschaften/recht/vorauszahlungen-wie-viel-zulaessig-is...

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