Frage von colors,

Wieso wird der Stufentarif bei der Einkommensteuer nicht eingeführt, wäre doch gut für alle?

Man könnte dann viel leichter die Steuerbelastung selbst errechnen- wieso kommt diese Vereinfachung nicht? Ich finde den linearprogr. Tarif viel zu kompliziert...

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von obelix,

die akt. Besteuerung kann man mit Excel abbilden. Das ist nicht das Problem. Die Formel dafür findet man im Gesetz. Gibt man das zu versteuernde Einkommen ein, hat man sofort die richtige Zahl. Und will man Excel nicht bemühen, dann bemüht man die Onlinerechner des BMFs.

Das entscheidende Problem ist doch nicht die Formel, mit der man die Steuerlast berechnet, sondern der Weg zur Ermittlung des zu versteuernden Einkommens. Hier muss man mir viel Wissen, Geschick und Teils auch Phantasie ans Werk gehen, um den kleinsten möglichen, rechtlich korrekten Wert zu ermitteln. Der Rest ist mE einfach.

Antwort
von blackleather,

Das Ausrechnen der Steuer ist auch heute nicht das Problem. Prozentrechnung, Addition und Subtraktion kann fast jeder Depp.

Es ist doch nicht die Tarifformel, die das Steuerrecht kompliziert macht, sondern die Ermittlung der Bemessungsgrundlagen, auf welche die Formel (wie auch immer sie aussieht) angewendet wird!

Kommentar von EnnoBecker ,

Zumal ein Stufentarif erst vor ein paar Jahren abgeschafft wurde mit der Begründung, dass es in der heutigen Zeit ein Leichtes ist, mit Hilfe von Computerprogrammen die Steuer zu errechnen.

Damals gab es immer Sprünge - wenn ich mich recht erinnere - mit 54 DM[1].


[1] DM - Deutsche Mark. Frühere Bezeichnung der Währung in der BRD[2], den Älteren unter den Lesern eventuell noch bekannt

[2]BRD - Bundesrepublik Deutschland, zunächst einer der beide deutschen Staaten, später Bezeichnung für beide Staaten. Der andere Staat nannte sich DDR[3]

[3]DDR - hier haben Politwissenschaftler eine andere Assoziation als Computerhersteller

Kommentar von obelix ,

nett :)

Übrigens: gab es zwischen DDR und BRD ein DBA?

Kommentar von EnnoBecker ,

Keine Ahnung.

Ich hab hier die Steuergesetze der DDR im Büro und die sind auch interessant zu lesen (Einkommensteuersätze bis zu 98%), aber ob es ein DBA gegeben hat? Aus westlicher Sicht dürfte das gar nicht möglich gewesen sein.

Kommentar von obelix ,

98%. Das ist doch mal ein schöner Steuersatz!

Das mit aus westlicher Sicht kam mir beim Schreiben des Kommentars. Aus Sicht er BRD hatte ja die DDR einen besonderen Status. Und damit wäre ein DBA nicht möglich, da mit einem nicht anerkannten Staat.

Dennoch ein witziger Gedanke, der mir bei deinen Ausführungen zu DM/ DDR/ BRD kam.

Kommentar von Meandor ,

Nein, es gab kein DBA. Ich finde kein altes EStG mehr, aber teilweise zählte die DDR nicht als Ausland. bzw. die Einkünfte dort wurden als inländische gewertet.

Zudem war auch Zusammenveranlagung mit Ehegatten die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der DDR hatten möglich.

Kommentar von EnnoBecker ,

Das klingt interessant - hast du da irgendwas, was man sich ansehen kann?

Antwort
von unternehmerin,

klar wäre das einfacher zu handeln, aber nicht für alle gleich gut- die Besserverdiener wären dann im Nachteil.

Kommentar von LittleArrow ,

die Besserverdiener wären dann im Nachteil.

Das leuchtet mir nicht ein.

Erstens kennst Du die Tarifstufengestaltung gar nicht, um die es sich handeln könnte und auch nicht, ob die Tarifstufe das Gesamteinkommen oder nur den Grenzeinkommensbetrag betrifft.

Und zweitens müßte es wohl eher "betroffenen Mehrverdiener" heißen, nämlich diejenigen deren zusätzlicher Euro beim zu versteuernden Einkommen genau den Sprung von Stufe S14 nach Stufe S15 verursacht.

Drittens haben wir in Teilbereichen des Einkommensteuertarifes bereits Stufen, z. B. bis zum Einsetzen der Besteuerung und dann ab 42 % und ab 45 %. Die letzten beiden sind allerdings Grenzsteuersätze.

Antwort
von Privatier59,

Ist das eine Scherzfrage? Es wimmelt im Internet von Steuerrechnern aller Art. Sofern das Bundesfinanzministerium stellt einen zur Verfügung. Was soll kompliziert sein, da die Steuer zu errechnen?

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