Frage von schumi14,

Wieso werden Banken gerettet?

Wieso kann man sie nicht einfach pleite gehen lassen? Ich bin mir dem "too big to fail" schon bewusst, aber kommt es schlussendlich nicht aufs gleiche raus, ob man die Banken gleich pleite gehen lässt, oder ob der Staat für sie bürgt und schliesslich sehr wahrscheinlich auch noch für den Schlamassel aufkommen muss, bzw. die Steuerzahler. Das Einzige was man dabei gewinnt ist doch Zeit, oder?

Antwort von schumi14,

Nein ich habe doch schon ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel, bin 17 Jahre alt. Nagut, aber schlussendlich läufts ja trotzdem auf uns normale Bürger zurück, entweder wir bluten gleich und direkt oder wir bluten durch die Bankenrettung indirekt. Kommt doch aufs Gleiche raus, oder versteh ich was falsch?

Kommentar von Helge001,

Da verstehst du einiges wirtschaftlich falsch.

Kommentar von schumi14,

Dann klär mich doch bitte mal auf

Kommentar von ffsupport Support,

Lieber Schumi14,

ich möchte dich bitten in Zukunft die "Antwort kommentieren" Funktion zu nutzen um deine Anmerkungen zu machen. Dies dient der besseren Übersicht.

Freundliche Grüße

Jürgen vom finanzfrage.net Supportteam

Antwort von qtbasket,

Tja, mein lieber schumi14, (bist du wirklich erst 14 Jahre alt ???)

stelle dir einmal vor , der große Schumi und der kleine Vettel kommen ohne einen Cent in der Tasche vom Indien Grand-Prix nach Hause. Schon am Flughafen wollen sie sich am Automaten ein paar Euro ziehen: Also EC Card hineingesteckt und nichts passiert: keine Auszahlung möglich - Draußen wenig Autos, und im Zug kann man auch nur mitfahren, wenn man noch in Bar beim Schaffner ein Ticket kauft. In Frankfurt die Banken alle zu, und davor tausende von wütenden Menschen, die ihr Geld haben wollen. An der Tür ein Schild: Wir sind pleite, es gibt kein Geld mehr. Und vor dem Bundestag Zeltlager und Demo und in Bonn im Hofgarten alleine 2 Millionen Menschen.

Science Fiktion ???

Hoffentlich ! Nur, wenn die der Staat die Banken nicht retten würde - das könnte passieren.

Kommentar von go4java,

...genau, könnte - es könnte aber auch genau anders herum laufen. Fakt ist, dass uns Merkel die EURO-Rettung (ob nun Griechenland oder die Banken oder whatever drin hängt) damit verkauft hat, dass ansonsten der EUR nach oben schießen würde und wir (D) im Export einbrechen würden. Wer schon mal im Ausland gelebt und gearbeitet hat, der wird leicht verstehen, dass man nicht alle Kulturen und deren Eigenarten unter einen Hut bringen kann - nur unsere (europ.) Politiker wollen das nicht verstehen (da D noch nicht genügend abgemelkt ist). Auch wenn's schmerzhaft wäre, eine Pleite Griechenlands oder damit verbundener Banken (mit anschließenden Konsequenzen) wäre noch viel billiger als diese unkontrollierbaren Löschaktionen quer durch Europa. Gruß

Kommentar von Helge001,

Angela Merkel ist in dieser Krise nicht zu beneiden. Ich glaube, sie macht die schwierigste Zeit durch. Noch kein Kanzler musste solch schweren Probleme lösen. Erst 2008 die Immokrise, nun die Eurokrise. Das muss man erst einmal durchstehen. Dafür bekommt Frau Merkel für mich den verdienten Respekt, egal wie ich zu dieser Partei stehe. go4java, wenn du die Banken komplett in die Pleite schickst, ich glaube da regiert hier sodom und gomorrha. Die Arbeitslosigkeit würde in solch hohe Dimensionen schnellen, die kein Staat verkraften könnte. Große Firmen würden den Bach runtergehen, Nutznießer wäre die übrige Welt. Der Ausverkauf von Europa wäre die Folge. Willst du wirklich so etwas? Die Pleite Griechenlands wäre sicherlich verkraftbar gewesen, jedoch sehe ich das als Stresstest für Europa. Wenn es geschafft wird, kann man einige Krisen dann vielleicht gelassener entgegen sehen.

Kommentar von AntwortNO1,

Wenn die Politik so weiter macht wie bisher, wird zwar keine Bank und kein Staat in Europa insolvent werden, auch der Export in D wird so oder so ähnlich weiter laufen wie bisher. Aber der Preis ist, dass D und damit auch alle Bürger in D für alle Verbindlichkeiten und Schulden in der Eurozone haften wird. Konkret: Der Grieche geht zu seiner Bank, nimmt Kredit, kauft damit einen BMW und ist glücklich. Kommt er in finanzielle Schwierigkeiten erhöht er seinen Kredit bei seiner Bank in Griechenland und ist weiter glücklich. Kommt die griechische Bank in Schwierigkeiten, weil sie keinen Kredit mehr geben kann, geht sie zum Staat und wird gerettet. Bekommt dieser keinen Kredit mehr, geht er wohin? Richtig zur Frau Merkel und sie bürgt für den griechischen Staat, damit die Griechen schön weiter BMWs kaufen. Die Deutschen haben Arbeitsplätze die Griechen BMWs, toll gell :)????

Kommentar von demosthenes,

@Helge001:

Angela Merkel ist in dieser Krise nicht zu beneiden.

Wieso eigentlich nicht?

Das ist doch wenigstens mal eine andere Herausforderung als immer nur an den Subventionen für die Landwirtschaft zu basteln und über eine mögliche Erhöhung für Hartz4 zu streiten.

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