Frage von Steuerabzocke,

Wieso muss ich bei ATZ erst ab 2005 Steuern nachzahlen ? Was ist mit 2000-2004 ?

Ich habe seit 1997 keine Einkommensteuererklärung mehr gemacht. 2000 bin ich in Altersteilzeit gegangen. 2012 flattert mir die Aufforderung zur Steuererklärung von 2005 ins Haus wegen Progressionsvorbehalt. Bislang habe ich noch nie davon gehört. Es hieß immer, die ATZ ist steuerfrei. Dass diese freie Steuer auf andere steuerpflichtige Leistungen umgelegt wird, müßte einem zumindest mitgeteilt werden. Zum anderen hätte die erste Steuerforderung ja wenigstens 2002 kommen müssen. Wurde es darauf angelegt, jede Menge Zinsen zu kassieren? Und nicht genug davonn, nachdem ich über 700,00 € bezahlt habe, kam die nächste Anforderung von 2006-2009 und die wollen sie zusammen innerhalb von 4 Wochen haben. Ich habe so gut wie keine Unterlagen mehr, da ich mit Eintritt Rente mit meinem Arbeitsleben sozusagen abgeschlossen habe, da ja mittlerweile seit Anfang ATZ 13 Jahre vergagen sind. Warum gab es keine Informationen weder vom Betrieb noch vom Finanzamt? Warum bekomme ich auch jetzt keine korrekte Erklärung vom Finanzamt? Warum verschonen wir die Reichen? Der Deal mit der Schweiz hat sich ja nun erledigt warum wohl?

Antwort vom Steuerberater online erhalten
Anzeige

Schnelle und günstige Hilfe für Ihre Steuerfrage. Kompetent, von geprüften Steuerberatern.

Experten fragen

Antwort
von billy,

hr Altersteilzeitlohn wird normal versteuert und ist sozialversicherungspflichtig. Begünstigt sind aber die Aufstockungsleistungen Ihres Arbeitgebers. Die Aufstockungsleistungen sind steuerfrei (§ 3 Nr. 28 EStG):

Der Aufstockungsbetrag ist steuer- und sozialversicherungsfrei, unterliegt allerdings dem Progressionsvorbehalt (§ 32b Abs. 1 Nr. 1 g EStG).

Die Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung sind ebenfalls steuer- und sozialversicherungsfrei, unterliegen jedoch nicht dem Progressionsvorbehalt.

Beim Vergleich Ihres Nettogehalts bei Altersteilzeit und bei Vollzeit sollten Sie Folgendes beachten: Der Aufstockungsbetrag unterliegt dem Progressionsvorbehalt. Daraus resultiert eine höhere Besteuerung Ihrer übrigen Einkünfte. Diese steuerliche Mehrbelastung wird nicht bereits bei den monatlichen Lohnabrechnungen berücksichtigt, sondern erst in der Steuererklärung nach Ablauf des Jahres. Deshalb kann es dann zu einer Steuernachzahlung kommen. http://www.steuertipps.de/lexikon/a/aufstockungsbetraege-in-altersteilzeit

Antwort
von Privatier59,

Der Hinweis auf die "Reichen" ist bloße Polemik und der auf die Schweiz auch. Wohl noch nie etwas von Steuer-Cds gehört? Und die Reichen können es sich nicht erlauben, seit dem Jahre 1997 keine Steuererklärung mehr zu machen. So viel zu dem Thema.

Ab dem Jahre 2005 gab es im Hinblick auf die Rentenbesteuerung eine geänderte Gesetzeslage. Der Hinweis auf 2002 geht also an der Sache vorbei. Und für den Zeitraum vor 2005 ist deswegen auch nichts mehr zu befürchten.

Wieso sollte das Finanzamt, wieso sollte der Arbeitgeber zu Hinweisen auf die Steuerpflicht verpflichtet sein? Jeder Staatsbürger ist für seine steuerlichen Angelegenheiten selber verantwortlich. Die Steueränderungen wurden damals lang und breit in der Presse publiziert. Jeder Zeitungsleser hätte davon wissen können. Statt auf andere zu zeigen, sollte man bei sich selber anfangen. Ärgerlich an der Sache ist alleinig, dass man erst jetzt, Jahre im nachhinein, zu dieser Kampagne ansetzt statt damit sogleich nach 2005 anzufangen. Aber so ist das bei staatlichen Stellen nun einmal: Manche Dinge geschehen in einer bedrückenden Langsamkeit.

Antwort
von Gaenseliesel,

Hallo, das klingt ja ganz derb wütend ! ;-) Diese und ähnlich lautende Fragen sind hier schon öfters gestellt und beantwortet worden. So wie Du , bekommen in den Letzten Monaten viele Rentner diese Aufforderung zur Steuererklärung für zurückliegende Jahre. Schau erst einmal hier :

http://www.finanzfrage.net/frage/nachforderung-von-steuererklaerungen-bei-rentne... K.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community