Frage von thomas909, 157

Wiedereinstieg Vertriebsaußendienst

Hallo, ich habe 2004 meine Ausbildung zum Versicherungskaufmann abgeschlossen, habe dann noch 2 Jahre als Handelsvertreter für eine Versicherung gearbeitet und bin danach im Vertrieb bei einer gesetzlichen Krankenkasse gelandet. Nun würde ich gerne wieder in meine erlernte Branche zurückkehren.

Ich brauche mal ein paar Anregungen die mir bei meiner Entscheidung helfen, in welche Richtung (Handelsvertreter, Angestelltenverhältnis,Makler ) es gehen soll. Ich habe durch meine jetzige Tätigkeit noch sehr viel Kontakt zur privaten Versicherungsbranche ( Kooperationspartner unserer GKV - Signal Iduna). Denen geht es anscheinend nicht schlecht. Aber dennoch ist immer eine hohe Fluktation da und es geht schlußendlich nur wenigen gewachsenen Agenturen mit großen Beständen auch auf Dauer wirklich gut.

Ich suche nun nach dem richtigen Einstieg für mich. Aus dem Alter "mach mal eine Liste mit all deinen Bekannten" bin ich raus. Die Voraussetzungen müssen stimmen. Also ein genügend großer Bestand mit Bestandsprovision ist meiner Meinung nach zwingend notwendig.

Andererseits reizt es mich auch sehr als Makler zu agieren. Allerdings wäre hier z.B eine Frage ob es Maklerverbunde gibt, bei denen man auch einen Bestand mit übernehmen kann. Da bin ich bisher nicht fündig geworden. Gibt es sowas überhaupt ? Oder muss man sich dann eher bei einem renomierten Versicherungsmakler anstellen lassen ?

Ich bin über jeden Hinweis, jede Gedankenanregung und eure Erfahrungen dankbar.

Ich stehe zur Zeit im Angestelltenverhältnis und werde nach Tarif bezahlt ( ca. 3200 brutto mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld). Bevor ich das freiwillig aufgebe muss ich schon selbst von der neuen Herausforderung überzeugt sein.

Mal eine ganz platte Frage : Was verdient ihr als Ausschließlichkeitsvertreter/ Makler ?

Natürlich will ich mich finanziell verbessern und sehe auch, wie viele am kämpfen sind um endlich mal aus dem "Auffüller" zu kommen.

Ps: Eines ist mir klar. Wer im Vertrieb, egal ob als Makler, Handelsverteter oder Angestellter erfolgreich sein will und Geld verdienen will muss fleißig sein. Erfolg ist die Summe aller Aktivitäten. Dennoch kann man ja dafür sorgen, dass auch die Voraussetzungen um erfolgreich zu sein stimmen. Ich möchte möglichst viele Fehler, die mir nach 2, 3 oder 6 Monaten auffallen vermeiden. Ich bin niemand, der alle 12 Monate den Arbeitgeber wechseln möchte.

In meiner Zeit als Handelsvertreter hatte ich kein Fixum und null Bestandskunden/Provision und habe immer von Monat zu Monat gelebt. Das werde ich mir bestimmt noch nochmal so antun.

Vielen Dank !!! ;)

Antwort
von Candlejack, 139
in welche Richtung (Handelsvertreter, Angestelltenverhältnis,Makler )

Ein Angestelltenverhältnis wirst Du in den wenigsten Fällen finden, Makler musst Du selbst stemmen als Einzelkämpfer oder im Pool, Handelsvertreter ist der meiste Einstieg.

Aber dennoch ist immer eine hohe Fluktation da.

Die hast Du in der Branche allgemein, das war immer so und wird immer so sein.

Aus dem Alter "mach mal eine Liste mit all deinen Bekannten" bin ich raus.

Das ist keine Frage des Alters, sondern der Einstellung und Vorgehensweise (Strukki). Ich habe so nie gearbeitet und werde so nie arbeiten.

ein genügend großer Bestand mit Bestandsprovision

als Einstieg machbar, wenn Du Erfolge nachweisen kannst.

Maklerverbunde gibt, bei denen man auch einen Bestand mit übernehmen kann

schwer. Du kannst Dir maximal ältere Makler suchen, die Dich und Deine Art mögen und deren Bestände Du übernehmen kannst. Sich bei einem renommierten Makler anstellen lassen kann auch funktionieren, habe ich hinter mir.

will ich mich finanziell verbessern

Das ist bei 3.200 mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld aber eine anspruchsvolle Richtung. Da würde ich fast sagen - vergiß es. Da musst Du Dir schon einen Kundenstamm aufbauen und paar Jahre ackern, um dorthin zu kommen.

Antwort
von Power100, 133
  1. Es gibt wenige Versicherungsunternehmen, die Außendienstler anstellen, und wenn dann nur mit einem Grundgehalt, das niedriger ist, als das, was du jetzt hast.
  2. Einen guten Bestand übernehmen: das bedeutet natürlich auch schon Bestandsprovision - aber: bevor du nicht Erfolge vorweisen kannst, wirst du nicht so schnell einen guten Bestand bekommen
  3. Handelsvertreter nach HGB 84 bedeutet, du bist selbständig und trotzdem sagt dir das Unternehmen, was du tun musst. Es kann dich immer, ohne Angabe von Gründen kündigen - mit einer geringen Ablösung- und ohne Kundenstamm. Wenn du selbst wechseln willst, stehst du mit 0 da
  4. Makler bedeutet: dein Bestand gehört immer dir, du nimmst ihn überall hin mit - aber: du musst ihn dir erst einmal aufbauen. Hier würde ich mich unbedingt an einen Maklerverbund anschließen, zumindest für den Anfang, allerdings die Verträge genau anschauen. Makler bedeutet: du kannst für den Kunden das Bestmögliche machen - was du als Versicherungsvertreter nicht unbedingt kannst, denn du bist "deinem" Unternehmen verpflichtet
  5. Die Wahrscheinlichkeit, dass du in den ersten Jahren dasselbe oder mehr verdienst, wie jetzt - wenn ich mich so im Kollegenkreis umschaue - ist gering. Die Möglichkeit mehr zu verdienen ist da - abhängig davon, wie gut du bist.

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