Frage von tttrommler, 42

Wie wird ein Immobilienerwerb steuerlich behandelt wenn sich die Grundbucheintragung über das Jahresende hinauszögert?

Ich habe im August 2016 eine vermietete ETW gekauft und bin davon ausgegangen dass bis Oktober die Angelegenheit mit dem Grundbucheintrag erledigt ist. Es zieht sich aber hin und es ist zu befürchten dass diese sich bis 2017 hinzieht. Kann ich die Kosten für Notar, Grunderwerbsteuer, Makler etc. für 2016 steuerlich absetzen oder erst für 2017 ?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo tttrommler,

Schau mal bitte hier:
Steuern Immobilienkauf

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wfwbinder, 38

Die Kosten für den Notar, die Maklergebühren und die Grunderwerbsteuer sind nicht abzugsfähig, sondern erhöhen die Anschaffungskosten und wirken sich somit nur über die Abschreibung aus.

Abschreibungen kannst Du geltend machen ab dem Übergang der Nutzen und Lasten.

Kommentar von LittleArrow ,

Soweit Notar- und Grundbuchkosten auf die Fremdfinanzierung entfallen (Eintragung der Grundschuld), sind sie Werbungskosten in Anlage V, Zeile 37. Entscheidend ist das Zahljahr.

Kommentar von tttrommler ,

Ist nicht fremdfinanziert - also Anschaffungskosten ?!

Kommentar von Rat2010 ,

Ja. Ohne Finanzierung schreibst du alle Anschaffungskosten seit Nutzenübergang irgendwann im September oder ab 1. Oktober (steht im Kaufvertrag) auf die Abschreibungsdauer ab.

Genau genommen ermittelst du die gesamten Anschaffungskosten, ziehst den Bodenanteil, der nicht abgeschrieben wird, ab und kommst so zur Abschreibungsbemessungsgrundlage.

https://www.steuertipps.de/haus-wohnung-vermieten/immobilien-kaufen-verkaufen/ka...

Die verteilst du gleichmäßig auf die (bei Fertigstellung ab 1.1.1925) 50 Jahre. Im ersten Jahr davon natürlich nur anteilig für die Monate ab September oder Oktober (also 3/12 oder 4/12). Dazu kommen die anderen Kisten (Hausgeld). Die Miete - auch die nachträglich vom bisherigen Vermieter an dich gezahlte - steht dagegen.

Antwort
von betroffen, 31

Denke auch daran, dass wenn der Eigentumsübergang erst im Jahr 2017 ist, die Grundsteuer für Dich erst ab 2018 zu zahlen ist. Das wäre für Dich ein kleiner finanzieller Vorteil, für den Verkäufer entsprechend ein Nachteil.

Antwort
von Rat2010, 31

Ich habe erst jetzt die Frage darunter gesehen

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