Frage von jober, 402

Wie wird die Betreibsrente berechnet ?

Ich habe 1989 nach 13 Jahren Betriebsrentenanwartschaft das Unternehmen verlassen und eine Bescheinigung erhalten, dass ich DM 260 als Betriebsrente erhalte. Als ich 2012 65 Jahre alt wurde, habe ich die Rente beantragt. Ich erhielt dann den damals festgestellten Betrag in Euro umgerechnet. gibt es in der Zwischenzeit keine Erhöhung? Vielen Dank für eine Anwort

Antwort
von Sabai, 361

Die Betriebsrente wird nach den Zugehörigkeitszeiten zum Betrieb berechnet, je länger Du dabei warst, desto höher fällt die Rente aus. Wenn man 10 Jahre dabei war, wird die Betriebsrente unverfallbar. Es gibt dort keine feste Erhöhung wie bei der gesetzlichen Rentenversicherung, wobei sie natürlich erhöht werden kann.

Antwort
von qtbasket, 311

Betriebsrente ist nicht gleich Betriebsrente. Mit dem Ausscheiden aus dem Betrieb ist wohl eine Anwartschaft oder sogar ein Rentenanspruch festgestellt worden.

Nun muss schon schon alle Details über diese spezielle Betriebsrente wissen, denn es gibt sehr verschiedene Modelle und auch auch Regelungen, dazu viele Urteile verschiedener Gerichte.

Also mit diesen spärlichen Angaben kann man nichts sagen, außer beim Rentenversicherer selbst nach deiner Beratung zu fragen.

  • gibt es in der Zwischenzeit keine Erhöhung?

Logischerweise Nein - da ja die Beiträge vermutlich vom Arbeitgeber geleistet wurden und mit Beschäftigungsende ist das dann auch vorbei.

Kommentar von barmer ,

Offensichtlich handelt es sich um eine vom Betrieb selbst zugesagte, Betriebsrente, da ist kein Versicherer zuständig.

Und ob der Arbeitgeber irgendwo Beiträge zahlt, ist dann auch unerheblich.

Antwort
von gammoncrack, 315

Die erstmalige Frist zur Anpassung steht erst 3 Jahre nach erstmaliger Zahlung der Betriebsrente an (Holschuld des AN, nicht Bringschuld des AG).

Es ist aber möglich, dass der AG wahlweise eine jährliche Erhöhung von 1% vereinbart.

Kommentar von RatsucherZYX ,

Es ist aber möglich, dass der AG wahlweise eine jährliche Erhöhung von 1% vereinbart.

Das BAG hat bereits 2011 entschieden, dass die Anpassungspolitik (3 % in 3 Jahren) nicht zulässig ist, da damit der Ausgleich des Kaufkraftverlustes nicht erreicht wird.

Der Betriebsrat von Thyssen Krupp hat jetzt eine Vereinbarung mit dem Vorstand getroffen, der allerdings nur dann, wenn es die Ertragslage des Unternehmens zulässt, den Kaufkraftverlust ausgleicht.

Die Nachzahlungen an die Rentner sind weitestgehend festgestellt und werden / wurden bereits ausgezahlt.

WAZ vom 17.7.2013 sinngemäß zitiert.

Kommentar von gammoncrack ,

Dabei kann es sich aber wirklich nur um ein sinngemäßes Zitat handeln.

Es ging bei diesem Urteil nicht um eine Erhöhung von 1% pro Jahr, sondern um 3% alle 3 Jahre. Das widersprach nämlich der gesetzlichen Vorschrift zur Anpassung der Betriebsrenten.

Eine jährliche Erhöhung von 1% ist weiterhin gesetzteskonform und somit zulässig. Es muss lediglich im Vorwege vereinbart sein. Thyssen Krupp hat versucht, diese 1%-Regelung immer rückwirkend auf die jeweils letzten 3 Jahre anzuwenden. Das lässt das Gesetz aber nicht zu.

Kommentar von jober ,

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. habe ich richtig verstanden, dass es für die Zeit zwischen der Berechnung (1989) und der 1. Auszahlung (2012 = 23 Jahre) keine Erhöhung gibt? Der erste Anspruch auf Erhöhung ist dann 3 Jahre nach der 1. Auszahlung?

Kommentar von barmer ,

ja.

Denn die Zusage war ja ursprünglich schon auf 65 angelegt.

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