Frage von mariehoffmann,

Wie viel sollte in einen Riester-Sparplan eingezahlt werden?

Jeden Anbieter gibt mir einen anderen Wert. Ich weiß nicht, wem ich glaube soll.

Antwort von Niklaus,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Um die Förderung zu bekommen muss man 4 % vom Vorjahresbruttogehalt an Gesamtbeitrag pro Jahr einzahlen.

Gesamtbeitrag = Eigenbeitrag + Zulage + Kinderzulage

Die maximale Zulage für Alleinstehende beträgt 154 EUR; pro Jahr. Die Kinderzulage beträgt, 185 EUR; pro Kind. Für ab 2008 geborene Kinder - jährlich bis zu 300 EUR

Beispiel: 30.000 EUR Vorjahresbruttogehalt. Davon 4 % = 1.200 € pro Jahr Gesambeitrag. Eigenbeitrag mit einem Kind vor 2008 geboren.

Eigenbeitrag = 1.200 EUR - 154 EUR - 185 EUR Eigenbeitrag = 861 EUR monatlich 71,75 EUR


Hast du keinen Berater, der dir das vorechnet oder versuchst du es über Internet selbst zu machen??? Ich vermute letzteres, denn das kann jeder Berater im Schlaf. Mit Berater kostet die Riester-Rente übrigens genausoviel wie im Internet.


Woher weißt du, dass eine Riester-Rente in Schicht 2 der Altersvorsorge der richtige Baustein für dich ist? Altersvorsorge sollte man ohne qualitativen und quantitativen Schichtenvergleich der 3 Schichten in der Altersvorsorge nicht abschließen. Das gilt für alle Bausteine der Altersvorsorge. Jede Versorgungsmöglichkeit wird steuerlich anders behandelt und zwar in der Anspar- wie in der Leistungsphase. Auch die Krankenversicherung ist höchst unterschiedlich. Das führt zu einer unterschiedlichen hohen Monatsrente, damit man die gleiche Nettorente erhält. Denn es ist schon ein großer Unterschied, ob ich von dem im Angebot errechneten Betrag noch Krankenversicherung und Steuern bezahlen muss oder nicht. Somit hat man unterschiedlich hohe Aufwendungen in der Einzahlungsphase.

Kommentar von Querkopf,

Um die Förderung zu bekommen muss man 4 % vom Vorjahresbruttogehalt an Gesamtbeitrag pro Jahr einzahlen.


Anmerkung: das gilt nur, wenn man Anspruch auf die VOLLE Förderhöhe haben möchte. Bei Einzahlungen, die die 4% nicht erreichen, wird die Förderung anteilig gekürzt !!

Kommentar von Niklaus,

Das ist vollkommen richtig. Denn das ist auch der Normalfall. Aber wenn du meinst du musst meine Antwort nachbessern, dann hättest du auch die steuerliche Höchstförderung mit einem Beitrag von 2.100 € ansprechen können.

Antwort von LittleArrow,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Warum? Der Anbieter verdient umso mehr wie Du einzahlst, auch der Vermittler. Dies ist voraussichtlich nicht auch Dein Interesse.

Aber erstens steigt die Zulage nur auf max. € 154 je Berechtigtem und zweitens muß auch diese Altervorsorge auf Deine individuellen Verhältnisse, Bedürfnisse und Lebensplanungsvorstellungen abgestimmt werden. Auch für die Auswahl des konkreten Riester-Sparplantyps (vielleicht kombinierst Du auch diese Typen?) gibt es unterschiedliche Gründe. Diese Aspekte gehen also weit über Deine monatliche Sparplanleistung hinaus.

Wenngleich Du auch später von einem Riesteranbieter zu einem anderen wechseln kannst, solltest Du die grundsätzlich "lebenslängliche" Vertragsbindung beachten. Damit will ich vor allem sagen, dass Du Dein monatliches Sparpotential aus Deinem verfügbaren Einkommen nicht nur und vorallem nicht vollständig in diese langfristige Vertragsform investierst, sondern auch Deine kurz- und mittelfristigen Sparziele (z. B. Auto, langlebige Konsumgüter, Urlaubsreisen, Wohneigentum, allgemeine Vermögensbildung) erfüllst. Nicht ist unwirtschaftlicher, als nach z. B. 8, 10 oder 15 Jahren Einzahlungszeit einen Riester-Sparplan (oder eine Kapital- oder Rentenlebensversicherung) abbrechen zu müssen und dann weniger Geld wie eingezahlt herauszubekommen.

Du kannst übrigens auch später Deinen laufenden Riestervertrag noch aufstocken oder einen weiteren Vertrag bei einem anderen Anbieter abschließen. Die maximale Zulage bleibt aber € 154/Jahr.

Kommentar von DerMakler,

**Der Anbieter verdient umso mehr wie Du einzahlst, auch der Vermittler.*

Das ist leider ein (halber) Trugschluß ,dem viel erliegen. Zwar wird mit dem über die 100 % Förderung zusätzlich eingezahlter Beitrag ein zweiter Vertrag gebildet ,der NICHT GEFÖRDERT WIRD ! ..bleibt aber auf Verdacht vakant ! heißt Kunde jeder Zeit komplette Rückabwicklung verlangen ,wenn er merkt er hätte es nicht tun müssen ..so sind viele Versicherer dazu übergegangen , nur ab einem bestimmten Beitrag und mit Zusatzerklärung dies anzunehmen ! Sonst keine Provision !

Du kannst übrigens auch später Deinen laufenden Riestervertrag noch aufstocken oder einen weiteren Vertrag bei einem anderen Anbieter abschließen.

Was soll das dann bringen ,wenn ich keine Förderung dafür erhalte ?

HG DerMakler

Antwort von DerMakler,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Schau dir bitte mal die vorbildliche Antwort von Niklaus an ! Das klärt alles ! HG DerMakler

Kommentar von Niklaus,

Danke :-)

Kommentar von DerMakler,

Gern geschehn ! HG DerMakler

Antwort von Kevin1905,

4% von deinem Vorjahresbruttoeinkommen abzüglich der Zulage in Höhe von 154 € bzw. 185 € zusätzlich pro Kind das vor 2008 geboren ist und 300 € für jedes kind ab 2008.

Maximal jedoch 2100 € pro Jahr.

Antwort von lindalinda,

Ich finde auch, du solltest zuerst die Rentenlücke ausrechnen und dann ermitteln, wie viel Geld du monatlich aufwenden musst, um diese Lücke zu schließen. Natürlich reichen kleinere Beträge, wenn du noch jung bist. Wenn du erst mit 40 oder 50 Jahren zu sparen anfängst, brauchst du deutlich mehr Geld, um die Rente zu sichern.

Antwort von johannabecker,

Die Höhe der Einzahlungen ist davon abhängig, welche Rente du später für die Sicherung deines Lebensstandards brauchst und wie hoch die errechnete Rentenlücke ist. Zudem sind oft schon 50-100 Euro ausreichend, wenn du erst 25-30 Jahre alt bist, denn dann läuft die Zeit für dich!

Kommentar von Niklaus,

????????????

Kommentar von Awando,

Wie hat Dieter Nuhr so schön gesagt: "Essen Hauptbahn, klar. Aber welcher Planet ?"

Antwort von Querkopf,

Dann geh doch mal weg von den "Anbietern" und lass dich von einem unabhängigen Versicherungsmakler oder Anlageberater beraten .... plötzlich wirst du feststellen, dass du -- nach einer individuellen und gesellschaftsunabhängigen Versorgungsanalyse -- ganz genau weiß, wieviel du einzahlen solltest, um das bestmögliche Ergebnis für dich zu erhalten .... außerdem wird dir dort gesagt, wie du deine Altersvorsorge grundsätzlich aufstellen solltest -- und zwar alles auf deine persönliche und individuelle Situation maßgeschneidert ..... Grüße vom Querkopf

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