Frage von SandRa4,

Wie viel muss man als Mieter heizen, damit Rohre nicht einfrieren?

Bei hohen Minustemperaturen fürchte ich immer wieder, dass die Rohre bei uns einfrieren. Wir haben erst in der Wohnung eine Warmwassertherme und ich denke, dass dann das Wasser in den Leitungen schneller friert. Geheizt wird bei uns eigentlich normal, aber wie genau ist es festgelegt, dass der Mieter nicht haftbar gemacht werden kann, falls doch mal ein Rohr zufriert?

Antwort
von LittleArrow,

Diese Frage kann natürlich zu einer Finanzfrage werden:

Die Frostwächtereinstellung verhindert das Einfrieren von wasserführenden Leitungen nicht zuverlässig. Mit dieser Einstellung (oder auch Stufe 1) mögen zwar die Heizungsleitungen ausreichend durchströmt werden, aber normale Frischwasserleitungen werden nur bei Nutzung durchströmt. Daher sind sie besonders frostgefährdet bei Stillstand, wenn die Wohnung unzureichend beheizt wird.

Hier ein Fall zwischen Vermieter und Gebäudeversicherer vor dem OLG Brandenburg, bei dem am 9.10.2012 die Versicherungsentschädigung in Höhe von nur 20 % festgesetzt wurde, weil bei einer Kaltwasserleitung in einer leerstehenden Wohnung einen Frostschaden auftrat (siehe insb. Textziffer 35):

http://openjur.de/u/547899.html

Offen bleibt, ob hieraus auch Schlüsse für die Mieterpflichten gezogen werden können. Sicherlich darf seine Antwort nicht lauten: "Wir haben die Frostschutzstellung eingestellt."

Antwort
von Primus,

Das ist zwar keine Finanzfrage, aber da heute Sonntagist, sehen wir das mal nicht so eng ;-))

Bei normalem Heizbetrieb in Deiner Wohnung kann eigentlich nichts zufrieren.

Die Thermostate der Heizungen sind mit einer Anti-Froststellung ausgerüstet.

Das heißt, das bei Temperaturen um - oder unter dem Gefrierpunkt die Heizung warm - und

darum das Einfrieren verhindert wird.

Kommentar von Gaenseliesel ,

..... das kann aber bei den derzeitigen Temperaturen fix zu einer Finanzfrage werden Primus. " Der kluge Mann beugt eben vor ! " ;-) K.

Kommentar von LittleArrow ,

Es gibt ja nicht nur Heizungsleitungen;-)

Auch Frischwasserleitungen können einfrieren, insb. wenn sie in einer Außenmauer verlegt sein sollten. Dies kann durch den Heizungsthermostaten selbst auf Stellung 1 nicht sicher verhindert werden.

Kommentar von Primus ,

@ LittleAwrrow: stimmt - aber der Fragesteller schrieb, **geheizt wird eigentlich normal ** ****und von daher dürfte auch keine Waaserleitung einfrieren, oder sehe ich das falsch? LG

Kommentar von LittleArrow ,

eigentlich normal

Genau diese Normalität aus Sicht des Mieters könnte lauten:

Bevor ich morgens um 6:30 h die Wohnung verlasse, stelle ich alle Heizkörperthermostate auf "1". In Schlafzimmer und Küche ist sie eh abgestellt. Wenn ich abends gegen 19:00 h nach Hause komme, stelle ich im Wohnzimmer und Bad erst auf "5" und über Nacht auf "3".

Im Urlaub stelle ich alle auf "Frostschutz".

Das kann für viele Mieter der Normalfall sein.

Kommentar von Primus ,

stimmt auch wieder ;-))

Antwort
von imager761,

Solange Wasser zirkuliert, friert es nicht. Mit der Frosteinstellung ("Stern") am Thermostaten bist du immer auf der sicheren Seite :-)

G imager761

Kommentar von NasiGoreng ,

Solange Wasser zirkuliert, friert es nicht.

Hahahahaha! Solange das Wasser flüssig ist, ist es nicht gefroren.

Kommentar von LittleArrow ,

Wo ist denn ein Thermostat bei der Kaltwasserzuleitung?

Antwort
von SBerater,

hast du moderne Thermostate? Die regeln das selbständig, indem man sie entsprechend einstellt.

Ist man länger nicht in der Wohnung, kann es dennoch sehr kalt in dieser werden. Und dann sollte man genauer wissen, ob die Thermostate nicht zu kalt abregeln i.S. der Mindesttemperatur. Das hat dann weniger mit Frieren von Wasser, sondern von Schimmelbildung etc. zu tun.

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