Frage von esche, 6

wie sind Hauswirschaftsarbeiten bei einer Lebensgemeinschaft finanziell zu bewerten

Ich lebe seit 18Jahren in einer Lebensgemeinschaft im Haus meines Partners und führe den Haushalt und Pflege den Garten. Als finanziellen Beitrag zahle ich die Betriebskosten anteilig. Wir sind beide Rentner. Ich habe keine finanziellen Rücklagen. Mein Partner will nun, damit er das Haus und die technischen Einrichtungen erhalten kann, von mir eine "ordentliche" Miete verlangen. Leider gibt es seit längeren wegen finanziellen Problemen Streitigkeiten. Wie sind meine am Grundstück geleisteten Arbeiten zu bewerten? Mein Partner sieht diese als Selbstverständlichketen an. Ich habe vor 13 Jahren meinen kompletten Hausstand aufgelöst und bin zu ihm gezogen. Ein Mietrecht will er mir nicht einräumen. Wieviel Miete kann er verlangen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von billy, 6

Er kann überhaupt keine Miete verlangen, was hat den denn geritten. 18 Jahre Lebensgemeinschaft ohne Trauschein aber nicht rechtlos. Ich rate dringend zu einem Beratungsgespräch bei einem Anwalt(in) für Familienrecht, an den Kosten muss auch er sich beteiligen. Gleichzeitig würde ich mir eine neue Bleibe suchen und so bald wie möglich ausziehen. Der gegenseitige Respekt und das Vertrauen scheint mir unwiderruflich verloren zu sein.

Antwort
von Primus, 5

Stelle ihm die Stunden als Hauswirtschaftsdame Köchin, Gärtnerin usw. in Rechnung und verlange eine ordentliche Bezahlung, damit Du ein Einkommen hast, um die Miete zahlen zu können.

Ich glaube, er zieht dann den kürzeren, denn Du bist eine Vollzeitbeschäftigte ;-))

Viel Glück!

Kommentar von esche ,

Danke für die Antwort. Es klingt logisch und beschäftigt mich selbst schon längere Zeit, aber ich habe keine "Fallbeispiele" um diese Konsequenz zu untermauern. Ein Rechtanwalt kostet zuviel Geld.

Kommentar von Tina34 ,

wenn du kein Geld hast geh zum Sozialamt und lass dir einen Beratungsschein ausstellen. Allerdings gehe ich davon aus, dass es egal ist was du anführst, es wird so sin, entweder du zahlst Miete oder er wird dich über kurz oder langvor die Tür setzten. Er sieht in keiner Weise das deine Hilfe ihm einen Vorteil bringt.

Kommentar von Gaenseliesel ,

Stelle ihm die Stunden als Hauswirtschaftsdame Köchin, Gärtnerin usw. in Rechnung und verlange eine ordentliche Bezahlung,

......und was erst eine Dame aus dem gewissen Gewerbe ;-)) gekostet hätte all die Jahre

Ich frage mich, aus welchem Holz dieser Typ wohl geschnitzt wurde oder sind das bereits erste Anzeichen der Senilität ?

Ich würde an @esche ,s Stelle so bald wie möglich aus dieser Sklaverei ausbrechen und mein eigenes Leben leben, auch noch als Rentnerin !!!!! K.

Antwort
von qtbasket, 5

Mein Rat:

Du solltest dich trennen, dir eine eigene Wohnung suchen und ausziehen. Wenn er selbst seine stinkigen Unterhosen einmal waschen muss, wird er begreifen, was er an dir gehabt hat.

Im Prinzip hast du so gut wie keine Rechte und bist zurzeit von seinem guten Willen abhängig. Sollte er nach einem Streit das Türschloss auswechseln und deinen Koffer vor die Tür stellen, stehst du wirklich im wörtlichen Sinn auf der Strasse. Also auch als Rentnerin, selbst ist die Frau, selbstständig und mobil.

Antwort
von Tina34, 5

na ja ganz ehrlich für mich hört sich das eher so an als wolle man das die Bedienstete auch noch zahlt, bzw. das man sie los wird! Hast du mal daruebet nachgedacht Grundsicherung zu beantragen und auszuziehen? Dann wird er schnell merken das das Leben alleine vielleicht nicht ganz so gut ist

Antwort
von Gaenseliesel, 3

Hallo esche,

schau mal hier :

http://de.wikipedia.org/wiki/Leibeigenschaft

erkennst Parallelen ? Gruß ! K.

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