Frage von RenateSol,

Wie sicher sind Einlagen in Deutschland, die 100.000 euro übersteigen?

Einlagensicherungsfonds bis 100.000 ist mir bekannt - wie sieht es aus, wenn man Vermögen über 100.000 bei einer Bank hat?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Niklaus,

Du musst prüfen welche über welche Einlagensicherung die Bank verfügt.

Man muss unterscheiden ob die Bank nur dem Entschädigungseinrichtung (EdB) der Banken angehört und im Einlagensicherungfonds ist.

Ab dem 31. Dezember 2010 werden durch die EdB Einlagen bis zu einem Gegenwert von 100.000 € gesichert.

Die EdB ist Pflicht der Einlagensicherungsfonds nicht.

Die Entschädigungssumme des Einlagensicherungsfonds sind bei jeder Bank unterschiedlich. Hier kann man sie abfragen http://www.bankenverband.de/themen/geld-finanzen/einlagensicherung/abfrage

Der Einlagensicherungsfonds schützt alle „Nichtbankeneinlagen“, also die Guthaben von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Stellen. Geschützt werden die Sicht-, Termin- und Spareinlagen einschließlich auf den Namen lautender Sparbriefe. Verbindlichkeiten, über die eine Bank Inhaberpapiere ausgestellt hat, wie z.B. Inhaberschuldverschreibungen und Zertifikate, werden hingegen nicht erfasst.

Antwort
von SBerater,

der Einlagensicherung unterliegt nicht das Vermögen, sondern nur gewisse Anlagen. Jede Bank kann die Obergrenze anpassen und individuelle Absicherungen vereinbaren.

Wer sich sicher sein will, der sollte die entsprechenden Einlagen auf untersch. Banken / Konten verteilen, um die gewünschte Absicherung zu erhalten.

Antwort
von qtbasket,

Der Einlagensicherungsfond sichert eben nur bis 100,000 ab, darüber hinaus nicht.

Das bedeutet für die Sicherheit, dass alles über 100.000 € auch von einem Totalverlust bedroht ist, vorausgesetzt das Geldinstitut meldet Konkurs an und alles geht in der Konkursmasse unter.

Das ist natürlich in der Vergangenheit immer vermieden worden, beispielsweise bei der Herstattpleite.

Kleinstbanken, bei der Volksbankengruppe sind tendenziell natürlich mehr gefährdet, nur der Volksbankenverband garantiert eben für alle Einlagen.

Ich sehe diese Gefahr, wenn es zu einem Kollaps des gesamten Bankensystems in Deutschland kommen würde - da muss aber in Euroland noch viel mehr schief gehen, zurzeit gibt es für solche Szenarien eigentlich keine rationale Grundlage.

Kommentar von Niklaus ,

Sorry aber du vergisst über den EdB nicht den Einlagensicheurngsfonds, der etwas komplett anderes ist. Der geht sehr oft bis zu mehreren Millionen pro Anleger.

Antwort
von ThWittmann,

In heutigen Zeiten sieht man, wie schnell ein Teil des Bankguthabens weg sein kann. Wie wir jetzt in Zypern gesehen haben, wird einfach das Bankguthaben entwertet. Dann kommt die Einlagensicherung nicht zum Tragen, welche nur angewendet worden wäre, wenn die Bank bankrott gegangen wäre.

Dass es im Endeffekt nicht dazu gekommen ist, tut nichts zur Sache. Prinzipiell wurde aber gezeigt, dass solch ein Vorgehen möglich ist.

Die meisten wissen, dass auch Deutschland so stark verschuldet ist, dass die Finanzen nur über drastische Schritte saniert werden können. Eine Lösung ist eine starke Inflation, sodass auch die Staatsschulden weniger wert werden. Eine zweite Lösung ist der Schuldenschnitt, also man sagt, dass Staatsanleihen einfach weniger wert sind. Die dritte Lösung ist: Enteignung der Sparer mit einem gewissen Prozentsatz, so wie jetzt in Zypern.

Ich halte die dritte Lösung für die wahrscheinlichste. Lassen wir mal dahingestellt, ob man ein Guthaben von über 100.000 Euro heranzieht oder nicht. Auf alle Fälle ist es eine politische Entscheidung. Mit Sachwerten sollte man wie immer in solchen Zeit auf der sichereren Seite sein.

Tiefer geht der folgende Artikel auf diese Materie ein: http://www.thorsten-wittmann.com/klartext-news/78-geldwerte-wie-bundesschatzbrie...

Antwort
von Privatier59,

Ist Dir bewußt, dass Deine Frage äußerst unbestimmt ist? Was heißt "Vermögen bei der Bank". Wertschriftendepots sind nicht Eigentum der Bank, im übrigen auch in Zypern nicht. Wer sein Geld in Anleihen, Aktien oder Fonds angelegt hat, dem ist da der Cut erspart geblieben. Sollte einem doch zu denken geben, nicht wahr!

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