Frage von jorault89, 412

Wie rechne ich Fahrtkosten und Spesen als Kleinunternehmer und GbR ab?

Nehmen wir an A und B haben zusammen eine GbR gegründet.

Diese GbR stellt eine Dienstleistung an Unternehmen C. Im Zuge der Dienstleistung entstehen Fahrtkosten (30ct/Kilometer) insgesamt 100€ und zudem fallen Verpflegungskosten insgesamt 11,9€ Netto an. Die GbR stellt dem Unternehmen C nun eine Rechnung i.H.v. 1110€ +19% MwSt.(1000€ für die Dienstleistung + 10€ Bruttobetrag der Verpflegungsaufwände und 100€ Fahrtkosten.). Da alles von Gesellschafter A geleistet wurde, möchte dieser das Geld von der GbR zurückbekommen. Er nimmt die Kleinunternehmerregelung in Anspruch und stellt seine Leistung über 1000€ zzgl der 11,90€ Verpflegung in Rechnung. Dabei wird natürlich keine MwSt. ausgewiesen und die Originalbelege der Verpflegung gehen an die GbR. Die GbR reicht die Belege für einen Vorsteuerabzug beim Finanzamt ein und zahlt die 190€ USt. für die Dienstleistung an das Finanzamt. Damit sollte bis auf die Fahrtkosten alles steuerlich korrekt abgegolten sein. Liege ich damit richtig?

A ist zu diesem Auftrag 333,3 km mit seinem Privatwagen gefahren und hat lt. der Kilometerpauschale von 30ct insgesamt einen Aufwand von 100€. Wie wird das ganze jetzt steuerlich geltend gemacht. Rein logisch gäbe es für mich hier 2 Möglichkeiten.

1. Die GbR macht die Kosten beim Finanzamt als Fahrtkosten geltend und A bekommt 119€. In diesem Fall würde A 0,357€/km bekommen. Die Frage hier ist, wer zahlt die Steuern, Ist es damit abgegolten, dass A bereits bei Sprit, Kfz.Steuer etc gezahlt hat.

2. Die GbR zahlt auch davon 19% an das Finanzamt, wodurch A nur 30ct bekäme. Bei dieser Variante würde das Finanzamt aber doppelt kassieren, da für die Fahrt ja o.g. Steuern (Sprit etc.) bereits gezahlt wurden. Welche der zwei (oder welche weiter Möglichkeit) wäre steuerrechtlich korrekt?

Antwort vom Steuerberater online erhalten
Anzeige

Schnelle und günstige Hilfe für Ihre Steuerfrage. Kompetent, von geprüften Steuerberatern.

Experten fragen

Antwort
von EnnoWarMal, 272

Was für ein haarsträubender Unsinn! Das ist von vorn bis hinten alles derart falsch, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll.

Dem Sachverhalt nach leistet die GbR an C und nicht der Gesellschafter A an die GbR. Der A hat höchstens ausgelegt. Da A aber keine Leistung an die GbR erbracht hat, kann er auch keine Rechnung stellen.

Die GbR kann auch nicht die Fahrtkosten des A in irgendeiner Weise steuerlich geltend machen. Diese sind und bleiben Sonderbetriebsausgaben des A. Und da A nun KU ist, ist hier die darin steckende Vorsteuer  verloren. Das Weitere im zweiten Absatz hab ich jetzt gar nicht mehr kapiert. Ich lass es auch, es ist eh Quark.

----------------------------------------------

Falls der A entgegen der Schilderung (!) doch an die GbR als Subunternehmer geleistet hat:

Dann ist die Vorsteuer verloren, da der A Kleinunternehmer ist und die GbR nicht aus Rechnungen, die an den A gerichtet sind, Vorsteuer abziehen kann. Wozu die GbR überhaupt Belege eines anderen Unternehmers benötigt, darf auch getrost hinterfragt werden.

Ertragsteuerlich sind dann die Aufwendungen des A Sonderbetriebsausgaben und die Honorarzahlung der GbR an den A Sonderbetriebseinnahmen.

Einen geschickteren Weg, Geld zu verbrennen, gibt es nicht in dieser Konstellation.

-----------------------------------------------

Lass mich raten: Ein Steuerberater ist euch zu teuer, richtig? Ich sage euch, bei eurem Wissen ist KEIN Steuerberater weitaus teurer. Gerade bei Personengesellschaften muss man einiges wissen, um nicht von einem Kackhaufen in den nächsten zu treten.

Sie baden gerade Ihre Hände drin.

Kommentar von Privatier59 ,

Das mit den As und Bs erregt mein Mißtrauen. Ob das eine Hausaufgabe ist?

Kommentar von EnnoWarMal ,

Garantiert nicht. Aufgaben sind immer so gestellt, dass sie lösbar sind.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community