Frage von kolumna, 119

Wie muß man sich eine Hausversteigerung vorstellen als evtl. Käufer?

Wie genau läuft sowas ab, darf da jeder mitmachen, was gilt es vorher zu tun und zu wissen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Privatier59, 119

Was man beachten muß: Man muß zum richtigen Gericht, zum richtigen Saal und zu richtigen Uhrzeit erscheinen. Der kleine unbedeutende Resr wird hier dargestellt:

http://www.zvg-portal.de/index.php?button=Hinweise%20fuer%20Bieter

Beachte insbesondere: Ohne Moos nix los. Anders als früher darf kein Bargeld mehr lachen.

Antwort
von Franzl0503, 91

kolumna: Zum Wert der zur Zwangsversteigerung anstehenden Immo0bilie nocheinigve Anmerkugnen:

Der Grundstückswert (Verkehrswert/Marktwert) wird vom Vollstreckungsgericht, nötigenden falls nach Anhörung von Sachverständigen, festgesetzt (§ 74 a ZVG = Zwangsversteigerungsgesetz). Ein Gutachten muss zeitnah erstellt worden sein, andernfalls ist es zu aktualisieren. (LG Rostock - Rechtspfl. 2001 - 40 geht von 20 Monaten aus) Ändern muss das Gericht den festgesetzten Wert, auch wenn er allen Beteiligten gegenüber rechtskräftig geworden ist, bei Eintritt neuer Tatsachen, wie z. B. Schäden durch Feuer, Wasser, Hagel, Sturm, Erdbeben, Aufruhr, erhebliche Ausbesserungen an Gebäuden, Ausführung wert steigernder Handwerkerarbeiten an einem Rohbau, aber auch Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse oder der Verkehrsverhältnisse oder der Bauleitplanung durch Antwort auf eine Bauanfrage ausgewiesene Wertsteigerung des Bodens, soweit die Änderung für das Verfahren bedeutsam ist. Als wesentlich werden etwa 10 % angenommen.

Der Sachverständige hat das Objekt zu besichtigen. Den Zutritt zum Objekt kann das Gericht weder für sich noch für den Sachverständigen erzwingen, schon gar nicht für Biet Interessenten. Es ist allein Sache des Vollstreckungsschuldners, wem er Zutritt gewährt. Weigert er sich, müssen Gericht und Sachverständiger nach dem äußeren Anschein und amtlichen Unterlagen urteilen. Der Gerichtsvollzieher kann hier nicht herangezogen werden, jeder Zwang ist unzulässig. Bei gleichzeitiger Zwangs-Verwaltung kann der Zutritt über den verfügungsberechtigten Zwangsverwalter ermöglicht, auch dann bei Besitz des Schuldners aber nicht erzwungen werden. Der Gutachterausschuss kann Zutritt verlangen (§ 197 Abs. 1 BauGB) und dabei Rechts-und Amtshilfe der Behörden beanspruchen. Schadensersatzpflichtig ist der Sachverständige den Verfahrensbeteiligten gegenüber, wenn er vorsätzlich oder grob fahrlässig ein unrichtiges Gutachten erstattet hat. Der Bietinteressent kann das Sachverständigen-Gutachten bei der Geschäftsstelle des Vollstreckungsgerichts einsehen. Hierbei muss er auf das Alter des Gutachtens achten und insbesondere auch darauf, ob eine Innenbesichtigung des Objekts stattgefunden hat. Gibt das Gutachten nicht den aktuellen Stand wider und fehlt eine Innenbesichtigung, muss der Bietinteressent mit Überraschungen, d. h. mit zum Teil ganz erheblichen Wertbeeinträchtigungen rechnen. So könnte der Schuldner z.B. alle sanitären Anlagen, Heizkörper, offener Kamin, Türen, Einbauschränke, Holztreppen u.s.w. entfernt haben. Den Wert beeinträchtigen insbesondere Holzbockbefall, Hausschwamm, Schimmelpilze, die von Außen ebenfalls nicht sichtbar sind. Er ersteigert somit im wahrsten Sinne des Sprichwortes „die Katze im Sack“.

Antwort
von Zitterbacke, 83

Zum Beispiel so :

"Die Bieterstunde

Bei einer Zwangsversteigerung dauert die Bieterstunde mind. 30 Minuten. Sobald der Rechtspfleger zum Ende der Bieterstunde zum drittenmal den Hammer hebt, sind die Sekunden der Entscheidung da: Denn was kaum jemand weiß, Sie können auch während oder sogar unmittelbar nach dem dritten Hammerschlag noch ein Gebot abgeben. Die Bieterstunde endet erst, wenn der Rechtspfleger offiziell das Ende verkündet. So können sich in letzter Sekunde noch so manche Besitzverhältnisse ändern. Erst wenn Sie den Zuschlag erhalten, also wenn der Rechtspfleger die Eigentumsübertragung verkündet, sind Sie Eigentümer der Immobilie. ... . "

Das vor und danach steht hier auch schön beschrieben .

http://www.baufi-nord.de/html/zwangsversteigerung.html

Gruß Z... .

Antwort
von althaus, 72

Es darf jeder mitmachen. Einfach bieten, wenn Du den Höchstgebot hast und evtl. gefoderte Sicherheiten hinterlege kannst, dann gehört die Bude Dir. Ganz einfach. Also los und kauf das nächste Gebäude.

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