Frage von seatleon, 43

Wie muss der Satz im Sponsoringvertrag lauten, wenn die Kleinunternehmerregelung greift oder nicht greift?

Hallo, wir sind ein gemeinnütziger Verein und haben mit Firmen vor ein Sponsoring aufzubauen. Dazu gibt es Verträge. Das Sponsoring läuft über eine aktive Werbung des Vereins, wodurch die Einnahmen den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zuzuordnen sind. Desweiteren sind wir Kleinunternehmer. Somit müssen wir keine Mwst ausweisen. Das ganze läuft nun über einen Vertrag in dem der Betrag festegelegt ist, den der Sponsor jährlich zahlt.

Hierzu nachfolgend ein Auszug daraus. Die Leistungen an den Gesposnersten unterfallen der Umsatzsteuer in Höhe von 19 %. Die Umsatzsteuer ist in dem Sponsringbetrag bereits enthalten / nicht enthalten.

Wir haben den Vertrag nur aus dem Internet als Muster kopiert.

Unser Problem ist nun, wenn mir Kleinunternehmer sind, wie muss der Auszug richtig lauten? Wenn wir es nicht wären, wie müsste der Auszug dann lauten?

Antwort
von wfwbinder, 39

Der Sponsor ist Unternehmer, er ist vorsteuerabzugsberechtigt. Also rechnet erstmal durch, ob euer Kleinunternehmerstatus wirklich günstiger ist.

Wenn Ihr Euch für die Beibehaltung entschließt, dann ist es doch einfach:

"der Verein ist umsatzsteuerlich Kleinunternehmer i. S. d. § 19 UStG, Umsatzsteuer wird nicht berechnet."

Ich würde aber gleich ergänzen (Ihr könntet ja über die Grenze kommen),

"wenn der Kleinunternehmerstatus entfällt (durch überschreiten der Grenze, oder durch Option auf Regelbesteuerung) erhöhen sich die vereinbarten Summen um die gesetzliche Umsatzsteuer."

Hat Euer Verein wirklich kein Mitglied, was Steuerberater ist?

Kommentar von Mikkey ,

Also rechnet erstmal durch

Wenn die Sponsoren nicht selbst Kleinunternehmer, Versicherungen, Ärzte o.Ä. sind, die selbst keine Mehrwertsteuer berechnen, wäre der Status herausgeworfenes Geld. Die Werbemaßnahmen generieren i.d.R. Kosten, auf die Mehrwertsteuer berechnet wird und die als Vorsteuer abgezogen werden könnten.

Kommentar von seatleon ,

Warum ist das heraus geworfenes Geld? Man spät sich doch die mühselige Vorsteueraberechung bzw. Anmeldung etc.

Kommentar von EnnoWarMal ,

Warum ist das heraus geworfenes Geld?

Weil den anderen Unternehmer nicht interessiert, ob Umsatzsteuer drauf ist, da er sich die wiederholen kann. Für ihn bleibt es also das Gleiche.

Nur euch muss das interessieren, weil ihr rund 16% weniger KOsten hättet, wenn die Vorsteuer aus den Vorleistungen abzugsfähig ist.

Was ist an der Anfertigung einer UStVA mühselig? Es ist doch lediglich eine 9 in den Buchungssatz einzufügen und anschließend auf den Knopf zu drücken.

Kommentar von wfwbinder ,

@seatleon

Deshalb schrieb ich ja:

Also rechnet erstmal durch, ob euer Kleinunternehmerstatus wirklich günstiger ist.

Etwas, was ich mit einem Blatt Papier und einem Bleistift (ggf. noch Taschenrechner) genau feststellen kann, prüfe ich doch erstmal.

Was meinst Du, wenn ich in Eurem Verein Kassenprüfer wäre (ich bin es in zwei Vereinen) und ich würde feststellen, dass Du Vereinsgeld verschenkt hast, weil Du zu faul warst eine Umsatzsteuervoranmeldung zu machen, passieren würde?

Vermutlich hättest Du nach meiner Kassenprüfung mehr Freizeit übrig.

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