Frage von CosmoSchmidt 18.09.2011

Wie löse ich mein Schuldenproblem?

  • Hilfreichste Antwort von gandalf94305 18.09.2011

    Die Kreditkarte dürfte eine mit "Revolving Credit" sein, d.h. kostenseitig so bei 17-25% p.a. liegen. Das gilt es zunächst mal komplett zu vermeiden. Der Disporahmen Deines Girokontos dürfte auch im Bereich von mind. 15% p.a. an Zinsen liegen, d.h. ist auch sehr teuer.

    Wenn Du nun also mal ganz einfach rechnest:

    • Einnahmen 1.700 EUR Netto (das sollte auch Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Steuerrückzahlungen und sonstige Einnahmen neben dem Gehalt einschließen)

    • Ausgaben 1.200 EUR

    Dann bleiben da EUR 500 p.m. übrig. Abzüglich EUR 115 sind das EUR 375 p.m.

    Deine Schulden wachsen pro Monat um (Kreditkarte 20% ca. 40 EUR p.m., Dispo mit 17% ca. 55 EUR p.m., Kredit mit ca. 6% p.a. ca. 32 EUR p.m.) ca. 127 EUR p.m. an. Das ist zu viel.

    Kläre mit einer Bank (VR-Banken bieten sich hier aus meiner Erfahrung eher an), daß Du ein Darlehen über EUR 6.200 bekommst. Der alte Kredit läuft weiter. Bei Konditionen von selbst schlechten 8% wären das nur gut EUR 41 an Zinsen im Monat. Zahlst Du also EUR 300 dazu noch Tilgung, wäre das Darlehen in max. 20 Monaten weg.

    Weiterhin: die Kreditkarte muss weg. Kündige nach Tilgung der Schulden diese Karte und besorge Dir eine normale, die monatlich die ausgelaufenen Summen abbucht.

    Fasse den Disporahmen nur so weit, daß der monatliche Schwankungsbetrag Deines Kontos hineinpasst, also max. EUR 2.500.

  • Antwort von Hoherrat 18.09.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ob die Bank dabei mitspielt, kann dir nur die Bank sagen. Du solltest aber auf keinen Fall den Dispo mit solchen Summen überziehen. Wenn die Bank einem zusätzlichen Kredit nicht zustimmt, dann solltest du unbedingt umschulden, damit nicht so hohe Dispozinsen anfallen.

  • Antwort von WolfgangB 18.09.2011

    Parallel würde ich dir raten dich an eine Schuldnerberatung zu wenden, die dir zusätzlich bei der Umschuldung und der Planung helfen können. Bspw. bietet die Caritas solche Beratungen in größeren Städten kostenlos an. Viel Erfolg!

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