Frage von JthSansker,

Wie lange muss man Steuerunterlagen aufbewahren?

Ich mache hier gerade in meinem Arbeitszimmer klar Schiff und habe ein paar alte Steuerunterlagen, die cih gerne wegwerfen würde. Wie lange soll man die aufbewahren?

Antwort von noCredit,
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Von dieser grundsätzlichen Aussage, dass Belege von Privatpersonen keiner Aufbewahrungspflicht unterliegen, macht nunmehr das Gesetz zur Intensivierung der Bekämpfung der Schwarzarbeit vom 23.07.2004 eine einschneidende Ausnahme:

Die Neuregelung des § 14b Abs. 1 S. 5 Nr. 1 UStG regelt somit erstmals eine Rechnungsaufbewahrungspflicht für so genannte Nichtunternehmer. Danach hat jede Privatperson Rechnungen, Zahlungsbelege oder andere beweiskräftige Unterlagen 2 Jahre lang aufzubewahren, wenn eine steuerpflichtige, im Zusammenhang mit einem Grundstück stehende Werklieferung oder sonstige Leistung ausgeführt wurde.

Diese Aufbewahrungspflicht trifft vor allem die Eigenheimbesitzer. Diese müssen ab 01.08.2004 für jegliche Werklieferungen oder sonstige Leistungen an ihrem Grundstück der Aufbewahrungspflicht nachkommen. Werklieferungen oder sonstige Leistungen an einem Grundstück umfassen dabei Bauleistungen, planerische Leistungen, Instandhaltungsleistungen, Reparatur- und Wartungsleistungen, Reinigungsleistungen sowie Leistungen im gärtnerischen Bereich. Die zweijährige Aufbewahrungsfrist für Privatpersonen, die derartige Leistungen empfangen haben, ist flankiert mit der Pflicht der Unternehmer, die steuerpflichtige Werklieferungen oder sonstige Leistungen im Zusammenhang mit einem Grundstück ausführen, innerhalb von 6 Monaten nach Ausführung der Leistung eine Rechnung auszustellen. Weiter ist der Handwerker verpflichtet, neben der Rechnungsstellung einen entsprechenden Hinweis auf der Rechnung anzubringen, die den Leistungsempfänger, hier die Privatperson, auf die neuen Aufbewahrungsfristen von 2 Jahren hinweist.

Eine Übergangsfrist, in der sich die betroffenen Unternehmer auf das neue Formerfordernis einstellen konnten, ist im Schwarzarbeiterbekämpfungsgesetz nicht enthalten. Auch werden Verletzungen der Rechnungsausstellungspflicht der Unternehmer sowie der Aufbewahrungspflichten der Nichtunternehmer mit Geldbußen von € 500,-- bis € 5.000,-- geahndet.

http://www.haus-und-grund-muenchen.de/mainw/steuer/Privatpersonen_Rechnungen.html

Antwort von qtbasket,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ich fasse es mal kürzer, im Prizip darfst du alles wegwerfen, außer die Rechnungen, die du bei den haushaltsnahen Dienstleistungen geltend gemacht hast - die darfst du dann nach zwei Jahren vernichten.

Trotzdem würde ich mir das gut überlegen. Zumindest für einen Rentenantrag in grauer Zukunft können Lohnabrechnungen, Meldescheine Sozialversicherung, etc. wichtig werden.

Also Tankquittungen, Arbeitsmittel und so ein Zeug kann weg, aber bitte vorher gut überlegen...

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