Frage von Visistra 25.02.2010

Wie lange muss man rückwirkend Unterhalt zahlen?

  • Antwort von Solondy 26.02.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Die Verjährung endet nach meinem Verständnis der neuen Rechtslage erst nach Vollendung des 21. Lebensjahres des Kindes. Bis dahin ist die Verjährung gehemmt, vgl. § 207 Abs. 1 Nr. 2 BGB.

  • Antwort von nero070 26.02.2010

    rückwirkend kann Unterhalt gar nicht verlangt werden. Es sei denn, es besteht ein titulierter Anspruch. Ab dem Zeitpunkt, an dem der Unterhaltspflichtige in verzug gesetzt wird, schuldet er den Unterhalt.

  • Antwort von Honey 26.02.2010

    Es reicht aus, den Unterhaltsverpflichteten zur Auskunft über seine Einkommensverhältnisse aufzufordern (§ 1613 BGB). Soweit die Auskunft nicht oder nicht rechtzeitig gegeben wurde, wird der Unterhalt auch rückwirkend ab dem 1. eines Monats geschuldet, unabhängig vom Zugang des Auskunftsverlangens.

    Unterhalt kann nur ab dem Zeitpunkt gefordert werden, ab dem der Unterhaltspflichtige in Verzug gesetzt wurde. Nur dann ist gewährleistet, dass auch bei einem längeren Unterhaltsprozess der Unterhalt rückwirkend geltend gemacht werden kann.

    Auch wenn der Vater (Mutter) zahlungsfähig war, muss er nicht rückwirkend zahlen, wenn der Unterhalt nie tituliert wurde.

    Die Mutter müsste hier erst den Unterhalt neu vom Gericht oder vom Jugendamt betiteln lassen. Erst ab dem Zeitpunkt muss der Vater dann zahlen. Im Höchstfall, rückwirkend ab dem 1. des Monats in dem er vom Jugendamt oder Gericht aufgefordert wurde, die Einkommensverhältnisse vorzulegen.

    http://www.datentransfer24.de/Unterhalt22.html

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