Frage von althaus,

Wie kann man seinen Anteil am Erbe sichern, wenn ein Elternteil stirbt?

Habe noch drei Geschwister. Sollte nun ein Elternteil versterben würde ich ja einen Teil erben, da kein Berliner Testament besteht. Es ist Barvermögen und ein Haus vorhanden. Nun möchte ich nicht, daß der verbliebene Elternteil das Haus verkaufen muss um seine Erben auszuzahlen. Könnte ich mich für meinen Teil ins Grundbuch eintragen lassen, da ja Immobilien vorhanden sind?

Antwort
von Franzl0503,

Althaus Leider verstehe den Sinn deiner Frage nicht. Einmal unterstellt, Vater und Mutter sind zur je zur Hälfte Miteigentümer des Grundstücks und leben im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Vater stirbt und wird nach der gesetzlichen Erbfolge beerbt von der Mutter, die dann insgesamt 3/4 MEA hält und den drei Kinder zu je 1/12, alle werden im Grundbuch, was den Grundstücksteil des Verstorbenen betrifft, in Erbengemeinschaft eingetragen. Ein Kind macht ihren Anspruch geltend, der (z. B. aus dem vorhandenen Barvermögen) nicht befriedigt werden kann. Das Kind beantragt bei Gericht die zwangsweise Teilungsversteigerung zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft. In diesem Fall wie auch bei einer freihändigen Grundstücksveräußerung spielt es doch keine Rolle, ob du vorher mit einem Bruchteil grundbuchmäßiger Miteigentümer geworden bist oder. Auch ein MEA für dich hindert doch die Geschwister nicht daran, ihre Ansprüche - notfalls zwangsweise - durchzusetzen.

Kommentar von althaus ,

Ich möchte ja verhindern, daß Haus und Grundstück versteigert oder verkauft wird. Aber mit der Eintragung im Grundbuch bin ich voll zufrieden.

Antwort
von Primus,

Kleiner Tipp von mir: Du könnest z.B.zusammen mit Deinen Geschwistern eine Verzichtserklärung unterschreiben, um dem überlebenden Elterteil dass zu lassen, was er sich mit dem Verstorbenen erarbeitet hat.

Erst wenn Beide verstorben sind,sollte der Kampf um das Erbe losgehen ;-))

Kommentar von blnsteglitz ,

DH- vor allem für den Satz:

Erst wenn Beide verstorben sind,sollte der Kampf um das Erbe losgehen

Kommentar von althaus ,

Bin ich nicht benachteiligt, wenn ich eine Verzichtserkläerung unterschreibe aber einer meiner Geschwister nicht und sich das Erbe auszahlen läßt?

Kommentar von Gaenseliesel ,

traust du deinen Geschwistern nicht über den Weg ? Die Idee mit dem Grundbucheintrag würden deine Schwestern wohl nicht als optimale Lösung empfinden. Würde dir das im umgekehrten Fall recht sein ? Ich denke ihr Geschwister solltet erst einmal auf einen gemeinsamen Nenner kommen, sonst ist eine Familienfehde vorprogrammiert. K.

Kommentar von althaus ,

Nein. Wir verstehn uns nicht besonders. Auch reden wir kaum oder überhaupt nicht miteinander, so daß ich nicht erfahren würde was die anderen Geschwister dann vorhaben. Daher auch meine Idee mit dem Grundbucheintrag.

Kommentar von althaus ,

Nein. Wir verstehn uns nicht besonders. Auch reden wir kaum oder überhaupt nicht miteinander, so daß ich nicht erfahren würde was die anderen Geschwister dann vorhaben. Daher auch meine Idee mit dem Grundbucheintrag.

Kommentar von Gaenseliesel ,

althaus so etwas kommt natürlich häufig in Familien vor. Ist natürlich ein nachvollziehbares Problem, klar.

Da ihr als Geschwister gemeinschaftlich erbt, bildet ihr eine Erbengemeinschaft und könnt folglich nur zusammen über das Erbe verfügen.
Ich denke, angenommen die Geschwister erfahren von der Grundbucheintragung, dann werden sich die Fronten zusätzlich verhärten. Gibt es denn noch kein Testament ? Vielleicht gibt es sogar eine Möglichkeit für den Fall der Fälle vorzubeugen. Ich hoffe es meldet sich noch ein versierter Insider hier zu Wort. K.

Kommentar von althaus ,

Bin wegen einer dummen Sache mit meiner Schwester verstritten, seitdem sprechen wir uns schon über 1 Jahr nicht mehr. Mit meinem kleiner Bruder (er ist 22 Jahre jünger) spreche ich mich auch kaum oder sehr selten. Hier liegen Generationen dazwischen. Mit meinem älteren Bruder spreche ich auch selten, da er psysisch krank ist und in einer anderen Welt lebt. Meine Eltern waren nie offen und gesprächig. Auch haben sie kaum Bildung, war halt vor 60 Jahren nicht anders zu machen. Arbeiten ging der Schule vor. Dafür sind sie sehr sparsam, so daß es einiges zu vererben gibt. Berliner Testament wollte mal mein Vater machen, da war meine Mutter aber dagegen. Jetzt ist es gerade anders. Meine Mutter möchte, aber mein Vater will nicht mehr. Es ist also kein Testament vorhanden. Ziemlich verfahren die Situation, leider. ....Daß wir als Geschwister eine Erbengemeinschaft bilden, wenn ein Elternteil verstirbt ist mir neu. Ich dachte das wäre so, wenn beide versterben.

Antwort
von imager761,

Wer sagt, dass du als Erbe deiner Eltern berufen bist? Wer, dass die Eigentümer lebzeitig ihr Eigentum teilweise aufgeben möchten? Wer, dass das Haus im Erbfall überhaupt zum Nachlass gehört?

Wie wäre es, wenn du anderen deren Vermögenssorge mit der gleichen Selbstverständlichkeit überlässt wie dir niemand in deine reinreden dürfte?

Nur am Rande: Deine Eltern könnten in ebengleicherweise von dir fordern, ihr gesetzliches Erbrecht an deinem Vermögen derart "abzusichern" :-O

G imager761

Kommentar von althaus ,

Sorry ich verstehe Dein Beitrag von A - bis Z überhaupt nicht. Was willst Du mir damit sagen?

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