Frage von Susanne1,

Wie kann man bei Anmietung einer Mitwohnung erfahren, ob angesetzte Nebenkosten ausreichend sind

Was passiert, wenn man eine Mietwohnung nimmt, und der Vermieter die Nebenkosten extra niedrig angibt, um den Mieter zu gewinnen für seine Wohnung. Kann er die NEbenkosten im Folgejahr dann beliebig erhöhen, bzw. kann man den Vermieter vertraglich irgendwie dazu bringen, zu bestätigen, daß die angesetzten Beträge wirklich gut angesetzt sind für die Deckung der Kosten?

Antwort von tina2804,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Grundsätzlich muss der Vermieter wirtschaftlich handeln. Dies gilt auch für die Berechnung der Nebenkosten. Es hat weder der Vermieter noch der Mieter etwas davon, wenn die Nebenkosten zu niedrig angesetzt sind ( nur um evtl. einen Mieter zu finden ). Der Vermieter tritt mit den Nebenkosten in Vorlage. Je niedriger die Vorauszahlungen des Mieters sind, desto höher muss der Vermieter selbst in die Tasche greifen. Er hat also letztendlich nichts davon, die Nebenkosten zu niedrig anzusetzen. Der Mieter freut sich über niedrige Nebenkosten und bekommt mit der ersten Nebenkostenabrechnung einen Schlag ins Gesicht. Der Vermieter sollte im Rahmen jeder Nebenkostenabrechnung die Vorauszahlungen entsprechend anpassen. Es wird auch jedem Mieter leichter fallen, monatlich einen Betrag X zusätzlich zu leisten, als eine hohe Nachforderung. Ob die im Wohnungsangebot bzw. Mietvertrag angesetzten Beträge angemessen sind, lässt sich hier nicht ohne weitere Infos bezüglich der einzelnen Nebenkosten beantworten. Da mir auch nicht bekannt ist, in welchem Ort sich die Wohnung befindet, rate ich Dir, im Internet nach dem örtlichen Mieterverein oder Haus- und Grund zu suchen. Hier sind oftmals Nebenkostenspiegel veröffentlicht. So kannst Du erkennen, welcher Betrag / qm für die einzelnen Kostenpositionen in der Region angemessen sind, und Du hast die ersten Anhaltspunkte über die Höhe der Nebenkosten.

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