Frage von Nasduck, 694

Wie kann ich ausrechnen ob es sich lohnt wenn meine Frau wieder arbeiten geht?

Kennt ihr einen guten Rechner mit dem man berechnen kann ob es sich lohnt wenn der Partner wieder arbeiten geht oder ob die Steuer dann so viel höher ist, dass es den Aufwand und die Zeit nicht lohnt?

Antwort vom Steuerberater online erhalten
Anzeige

Schnelle und günstige Hilfe für Ihre Steuerfrage. Kompetent, von geprüften Steuerberatern.

Experten fragen

Antwort
von wfwbinder, 662

Wir haben in Deutschland keine Steuersatz über 100 %. Also wird man immer netto etwas raus bekommen.

Auch die Frage der Sozialabgaben. Erwirb man keine Rentenansprüche, gibt e auch keine Rente.

Wenn man sein Geld cash haben will, dann gibt es den Minijob. bis zu 450,- Euro, bar auf die Hand, oder als Überweisung. Die Abgaben trägt der Arbeitgeber. Eventuell wird die Pauschalsteuer von 2 % abgezogen. aber der Rest ist verdient.

Alles andere kann man mit einem Lohnrechner/Lohnsteuerklassenrechner ermitteln.

http://www.cecu.de/steuerklassenrechner.html

Kommentar von Kevin1905 ,

und halt die 3,9% RV-Beitrag (maximal 17,55 €).

Es sei denn man mag die nicht und die ganzen Vorteile die sich dadurch ergeben. =)

Antwort
von Dewitti, 550

Hallo, es gibt jedoch auch noch andere Gründe, außer der Steuer, die man berücksichtigen muss: z.B. bedarf es häufig externer Betreuung für die Kinder, wenn die Frau auch arbeiten geht. Rechnet man dann einmal die Beiträge für einen eventuellen 45h Betreuungsplatz und OGS hinzu, wird die Belastung schnell höher. Sicherlich kann ein Teil hiervon auch wieder steuerlich geltend gemacht werden, aber in erster Linie ist gerade auch dieser Beitrag Abhängig vom Jahresbrutto beider Partner. Krankenversicherung: Auch eine nicht "arbeitende Frau" ist über familienversichert und hat hier keine Einschränkungen.

Probleme bereiten hier nur Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Bei diesen jedoch kann man sich (insbesondere bei Rente und Pflege sollte man es auch) zusätzlich Privat versichern oder einen freiwilligen Beitrag zahlen.

Ich habe drei reelle Jahre der "Beidarbeit" bei uns bewertet und nun diese drei Jahre einmal so bewertet, als ob wir nur einen Verdiener gehabt hätten und unterm Strich: es bleibt ein bisschen mehr über (ca. 1600€/a, bei 20h/Woche). Und jetzt zu der Ausgangsfrage: Lohnt sich das? Ich weiß es noch nicht.

Antwort
von macarone, 647

Da skannst du mit einem normalen Einkommensteuerrechner ausrechnen wie es sie zu Hauf im Internet gibt. Ein Minijob deiner Frau würde sich auf jeden Fall finanziell lohnen.

Antwort
von SBerater, 469

die subjektive Interpretation des Wortes lohnend kann ich nicht einschätzen.

Geht man jedoch von den Fakten aus, dass es in D mit jedem zusätzlich verdienten Euro keine Abgabenlast von mehr als 100% gibt, dann ist es lohnend, weil mehr in der Kasse ist bei euch als durch deinen Verdienst alleine.

Der Spitzensteuersatz liegt bei 45%. Mehr wird ein weiterer Euro, den deine Frau verdient, nicht besteuert.

Wenn deine Frau einen Minijob annimmt, dann kann sie 450 Euro verdienen und bei dir ändert sich nichts. Keine Steuerrelevanz beim Minijob.


Zusätzlich sollte man die Sozialabgaben nicht vergessen. Die kommen auch noch dazu.

Antwort
von Rentenfrau, 528

Hallo Nadruck, ich denke, das kann man einem Beispielrechner nicht so einfach entnehmen, denn es sind verschiedenen Gründe da und auch Folgen, wenn man wieder arbeitet: Es macht Spaß wieder arbeiten zu gehen, Kontakt mit Kollegen, man wird geschätzt und ist (sorry der Ausdruck) nicht nur zuständig für Haus, Wäsche, Putzen und Kinder. Man verdient sein eigenes Geld ist dadurch unabhängiger - auch vom Ehemann, im Fall einer Trennung, Scheidung fällt man nicht so tief. Man erwirbt Rentenansprüche, sorgt fürs Alters vor, ist abgesichert bei Arbeitsunfall und Krankheit, man bekommt Krankengeld wenn man arbeitsunfähig ist. Ist man Daheim krank, macht man krank und mit Fieber den Haushalt weiter. Die Steuerfrage würde ich zweitrangig sein, klar hat der Mann viel mehr Nettoeinkommen, wenn er die überaus günstige Lohnsteuerklasse III hat, wenn sie die Klasse V hat, zahlt sie mehr und dann kommt logischerweise weniger raus, ABER Kindergeld, Betreuungsgeld, Kita-Ausbau, Straßen, Hartz IV, Energiewende usw. müssen eben auch bezahlt werden. Ein 450-Euro-Job (seit 1.1.14 mit Rentenbeiträgen) wäre evtl. eine Alternative, aber hier ist man dann NUR in der Rente versichert, nicht in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

Antwort
von Kevin1905, 449

Die Steuer ist nie höher als der Verdienst von daher stellt sich die Frage nicht.

es ist immer bessen 1.000,- € zu bekommen und davon 300,- € abgeben zu müssen, als nur 500,- € zu kriegen und alles behalten zu dürfen.

Antwort
von Privatier59, 418

Definiere uns mal "lohnend". Dann beantworten wir die Frage!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten