Frage von waldo999, 59

Wie kann eine uneheliche Tochter gegenüber ihrem leiblichen Vater ihren Erbanspruch sicherstellen?

Meine Ehefrau ist 46 Jahre alt und hat ihren Vater noch nie gesehen. Ihr Vater hat damals irgendwann angefangen, Unterhalt zu zahlen, aber ansonsten bestand kein Interesse, seine Tochter kennenzulernen. Meine Frau kennt ihn also nur von den Erzählungen ihrer Mutter und von Fotos. Sie war damals quasi das Ergebnis einer kurzen Liaison ihrer Mutter.

Sie weiß, wie ihr Vater heißt und dass er in einem bestimmten Ort in Süddeutschland wohnt, der von uns ca. 700 km entfernt ist. Ansonsten ist nicht viel über ihn bekannt. Er müsste jetzt so Ende 60 sein.

Auch wenn in dem Fall jetzt offenbar keine emotionale Bindung vorhanden ist, ist ja vielleicht mal die erbrechtliche Situation zu betrachten. Wir haben keine Ahnung über die finanziellen Verhältnisse des Vaters.

Was sollte meine Frau tun, um ggf. ihre erbrechtlichen Ansprüche zu sichern, wenn der Vater eines Tages verstirbt ? Kann man da im Vorfeld schon irgendwas tun ? Wahrscheinlich würde meine Frau so ja gar nichts davon erfahren, wenn der Vater stirbt.

Antwort
von imager761, 13

Zunächst hat ihre Frau keinerlei erbrechtliche, allenfalls Pflichtteilsansprüche am Reinnachlass ihres Vaters. Meint, bei derartiger Zuneigung wäre ihr Ausschluss von der gesetzlicher Erbfolge wahrscheinlich.

Den könnte sie innerhalb von 3 Jahren nach Kenntnis ihrer Nichtberücksichtigung den Erben gegenüber stellen.

Wie man vom Tod erführe? Durch öffentliches Sterberegister des zuständigen Standesamtes, Auskunfstersuchen beim zuständigen Nachlassgericht, Anschriftenermittlung über Einwohnermeldeamt, einer alljährlichen Weihnachtskarte per Einschreiben eigenhändig mit Rückschein oder Studium der Traueranzeigen örtlicher Zeitungen.

G imager761



Antwort
von Snooopy155, 19

Deine Frau kann nur versuchen einen entsprechenden Vermerk am Geburtsort ihres Vaters zu hinterlegen, denn beim Ableben des Vaters wird dies auch seinem Geburtsort gemeldet.

Eine andere Möglichkeit wäre regelmäßig sich die Sterbelisten der Gemeinden anzusehen, in denen der Vater jetzt seinen Wohnsitz hat. Dann kann man im Todesfall sich zwar mit Verzögerung an das dortige Nachlassgericht wenden. 

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