Frage von Brunner1001, 6

wie kann eine bank 100.000€ wieder an Darlehen geben, wenn sie nur 10.000. von einem Kunden

als Spareinlage bekommt? ich habe mal was von dem 10fachen gehört, stimmt das ? und wieso geht das, bzw. dürfen die das und wie sagt man dazu?

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Antwort
von asleben, 4

Die Relation sind nicht die Einlagen von Kunden oder anderen Banken.

Die Relation ist das haftene Eigenkapital.

Die Banken sind nach der so genannten Solvabilitätsvorordnung verpflichtet sämtliche Risiken (Kredite, Bürgschaften, Derivate, Wertpapiere etc die Liste ist lang - siehe § 19 KWG) mit mindestens 8 % haftenden Eigenkapital zu unterlegen. Das ist eine vereinfachte Darstellung der Solvabilitätsvorordnung, die sehr kompliziert ist und viele 100 Seiten umfasst. Das schizophrene an der Sache ist aber, dass die SolvV zum Beispiel Griechenland Staatsanleihen als "risikolos" einstuft, also mit 0 % haftenen Eigenkapital zu unterlegen sind. Das ist Politik!

Das heißt, wenn eine Bank Risiken in Höhe von 10.000.000.000 Euro hat braucht sie mindestens 800.000.000 haftendes Eigenkapital.

Diese Relation wird 1/4 jährlich an die Aufsichtsbehörden (über die Deutsche Bundesbank) gemeldet und von den Wirtschaftsprüfern überprüft. Zu keinem Zeitpunkt darf diese Relation unterschritten werden.

Das ist eine von vielen anderen Vorschriften, die Banken einzuhalten haben.

Antwort
von MadRampage, 2

Das ist das schöne an einer Bankenlizenz: eine Bank darf GELD (als Schuld) schöpfen.

  • Wenn jemand einen Kredit von 10.000€ bekommt schreibt die Bank einfach auf das Giro-Konto +10.000€ und auf das Kredit-Konto -10.000€: So einfach sind 10.000€ neues Geld im Umlauf und können ausgegeben werden - obwohl dieses Geld zuvor gar nicht existierte.
  • Nach Basel3 ist die Mindestkernkapitalrate bei 4,5 % und der Kapitalerhaltungspuffer bei 2,5%, es kann also aus 10.000€ wesentlich mehr Geld "geschöpft" werden.

Das ganze finde ich sehr gut und anschaulich erklärt im Film: FABIAN der Goldschmied

Kommentar von LittleArrow ,

Korrekt. Der gesuchte Begriff ist Geldschöpfung.

Wenigstens eine korrekte Antwort. Daher: DH!

Antwort
von billy, 2

Weshalb soll die Bank das nicht können ??? Meinst Du wirklich jemand im Forum kann bestätigen was Du irgendwann einmal hörtest ??? " wieso geht das, bzw. dürfen die das und wie sagt man dazu? " - wie wäre es mit Bonität ?

Antwort
von freelance, 2

wie wäre es mit dem 20- oder 30-fachen? Mit so einem Leverage arbeiteten viele Banken vor der Finanzkrise.

Das nennt man Leverage und eigentlich nicht mehr oder weniger als das Kerngeschäft einer Bank. Geld einsammeln und dann verleihen. Und am Zinsunterschied lebt die Bank u.a.

Es ist ja nicht nur der Sparer, der der Bank Geld gibt, sondern es gibt noch viele andere Quellen. Würde nur das Geld der Sparer als Kredit vergeben, dann wären die Kreditvolumina, die wir im Markt haben, nicht möglich.

Antwort
von HilfeHilfe, 1

Hallo ???

ganz einfach !

10k zu 0,1 % anlegen und 100k zu 5 % verleihen, danach den müll verpacken und bei aldi zu 95 % verkaufen und 5 % zurückkaufen. Den Rest bei Lidl in der Ramschabteilung verhökern alternativ eine Bad Bank gründen und sich von kleinem dummen Steuerzahler helfen lassen.

Der Sparer muss sich auch an den verlusten beteiligen, seine einlagen werden verstaatlich=

Sparer hat am ende nur 3.000, der Hausbesitzer darf sich mit einer heuschrecke rumschlagen und nun 14 ,5 % für sein darlehen bezahlen. Der Vorstand ist jetzt aufsichsrat von bank und bad bank und verdient das doppelte, der kleine bankmitarebiter ist arbeitslos. Die abwicklung machen indische service mitarbeiter, das call center ist in tunesien.

merkst du was ??? alles ganz einfach !

Antwort
von Privatier59, 1

wie sagt man dazu?

"Das muß aber ne kleine Bank sein."

Antwort
von vulkanismus,

Dazu sagt man Bankgeschäfte. Mehr sag i ned

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