Frage von mona3, 115

Wie hoch ist die Chance, dass eine Bank aüf die Vorfälligkeitsentschädigung im Todesfall verzichtet?

Die Volksbank verlangt von mir ca. 13.000 € für die frühzeitige Ablösung. Mein Mann ist verstorben und ich habe keine andere Wahl als zu verkaufen. Die Zinsen waren damals sehr hoch und die weitere Laufzeit beträgt 4 Jahre. Die Beraterin ist überhaupt nicht bemüht gewesen mir entgegen zu kommen. Eiskalt! Gibt es vlt. die Möglichkeit dass die Bank wenigstens auf einen Teil der Vorfälligkeitsentschädigung verzichtet?

Antwort
von wfwbinder, 111

Rein rechtlich ist da wenig zu machen.

Genaugenommen muss Dir die Bank sogar Geld schenken, was sie selbst aufwenden müssen, denn die Vorfälligkeitsentschädigungen sind ja keine Gebühr mit der die Bank den Gewinn erhöht, sondern Beträge, die die slebst zahlen müssen. Denn die haben ja seiner zeit das Geld für Euren Kredit sich auch woanders zu höheren Zinsen geholt. Dort muss nun die Bank auch für die vorzeitige Ablösung zahlen.

Aber prüfe mal, ob der Kredit schon10 Jahre läuft. Dann wäre es frei.

Sonst an den Vorgesetzten der Dame ran gehen.

Antwort
von LittleArrow, 105

Verkaufen willst bzw. mußt Du also auf jeden Fall, also abgesehen von der Kreditablösung?

Wann wurde damals der Vertrag bzw. die letzte Prolongation abgeschlossen?

Es könnte durchaus sein, dass Du dem Verlangen bzw der Höhe einer Vorfälligkeitsentschädigung widersprechen kannst. Aber dabei kommt es auf Details Deines Kreditvertrages und auf eine Überprüfung der Berechnung an.

Lies Dir bitte diesen Link (und kostenpflichtigen Artikel) durch und entscheide dann Dein weiteres Vorgehen: http://www.test.de/Immobilienkredit-So-kommen-Sie-aus-alten-Kreditvertraegen-rau...

Antwort
von Taeddie, 90

Die Bank erlässt Dir ggf. wenn sie guten Willen zeigt, den entgangenen Gewinn der verbleibenden Jahre, wenn Du das Darlehen vorzeitig zurückführst. Den reinen Schaden, den sie wegen einer eventuellen festen Refinanzierung hat, den wird sie bestimmt nicht erlassen. Bring diese beiden Begriffe doch mal ins Spiel.

Antwort
von georgpuetz, 83

An der generellen Pflicht, den Schaden/Nachteil der Bank bei vorzeitiger Vertragsauflösung zu ersetzen (Vorfälligkeitsentschädigung ), ist nicht zu rütteln. Lassen Sie die Forderung der Bank von der VZ oder einem Sachverständigen überprüfen - noch immer werden den Kunden fehlerhafte und damit zu hohe Vorfälligkeitsentschädigung in Rechnung gestellt.

Ein anderer Weg könnte sein, den Vertrag zu widerrufen. Viele Verträge beinhalten eine fehlerhafte Widerrufserklärung. Dadurch hat man auch nach Jahren noch die Möglichkeit von dieser Gebrauch zu machen. Der Vertrag muss dann so abgerechnet werden, als wäre er nie gemacht worden. Dann steht der Bank keine Vorfälligkeitsentschädigung mehr zu UND der Vertrag muss mit mit dem damals "marktüblichen Zins" abgerechnet werden. Weil dieser oft geringer ist als der Zins in Ihrem Vertrag, kann es sogar sein, dass Ihnen die Bank noch Geld auszahlen muss. Lassen Sie die Widerrufserklärung von einem Rechtsanwalt prüfen z.B. einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht.

Antwort
von billy, 69

Die Chance das die Bank verzichtet geht gegen Null, da sollte man sich auch nicht drauf verlassen. Bei den Verbraucherzentralen gibt es hierzu Beratungsangebote, einfach mal den Vertrag mit zur Beratung nehmen.

Antwort
von Privatier59, 65

Wenn man durch Verhandlungen nichts erreichen kann, bleibt nur die Alterative, die Vorfälligkeitsentschädigung nach Grund und Höhe überprüfen zu lassen. Die Verbraucherzentralen können das oder weisen jedenfalls den Weg zu entsprechend sachkundigen Personen. Es wäre nicht die erste Bankberechnung die fehlerhaft ist. Allerdings: Keine Chance ohne Risiko, Wenn sich alles als ordnungsgemäß herausstellt hat man die Kosten der Überprüfung selber zu tragen.

Antwort
von freelance, 65

du schreibst ja selbst, dass die Bank wenig Willen zeigt.

Du wirst nur durch geschickte Verhandlung oder/und wenn ein Banker einen milden Tag hat, so einen Konsens erreichen.

Die 13k stehen der Bank zu und die wird sie sich holen. Dass das ganze mit einem Todesfall einher geht, ist tragisch, ändert jedoch nichts an dem Vertrag, der unterschrieben wurde. Und dort ist sicher vereinbart, was bei vorzeitiger Kündigung passiert.

Dein möglicher Vorteil geht zu Kosten aller anderer Kunden bzw. dem Ergebnis der Bank.

Kommentar von LittleArrow ,

Die 13k stehen der Bank zu

Das ist eine sehr mutige Aussage, wenn man den Kreditvertrag und das Abschlussdatum gar nicht kennt.

Kommentar von freelance ,

richtig.

Nur wenn es darum geht, was man weiss und versteht, müssten hier viele Antworten mit wenn und aber und vielen Gegenfragen beantwortet werden.

Asche über mein Haupt!

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