Frage von binomuc, 41

Wie hoch dürfen die Kosten für ein Inkassobüro sein?

Ich habe am 09.09.2016 eine Lastschrift von meinem Konto in Höhe von 61,78 der Firma Aral zurückbuchen lassen, da ich am angegebenen Buchungs- und Wertstellungsdatum (08.09.2016, bzw. 09.09.2016) nicht an besagter Tankstelle getankt haben kann. Jetzt habe ich Post von einem Inkassobüro bekommen, an dem das tatsächliche richtige Zahldatum, der 19.08.2016 steht. Und da habe ich an besagter Tankstelle getankt. Das Inkassobüro stellt jetzt folgende zusätzliche Gebühren in Rechnung:

  1. Bankrücklastschriftgebühren 3,50 --> meiner Meinungnach ok
  2. Adressermittlungskosten 10,00 --> auch ok
  3. Verzugsgebühren 9,90 --> aktueller Zinssatz?????
  4. Geschäftsgebühr 45,00 --> ?????
  5. Auslagen 9,90 --> ????

Grundsätzlich muss ich natürlich bezahlen, aber sind diese Zusatzkosten denn rechtens??? Insbesondere, da die Lastschrift erst 20 Tage nach Zahlung und mit falschem Buchungsdatum auf meinem Kontoauszug erfolgte? Ich danke für Eure Infos schon mal im Voraus!!!

Antwort
von Finanzier2, 8

Ein Inkassounternehmen muss sich beim Berechnen der Inkassogebühren an der Rechtsanwaltsgebührentabelle orientieren . Das Berechnen von beliebigen und überhöhten Inkassokosten ist damit verboten. Mit dem ersten Mahnschreiben fällt eine Geschäftsgebühr nach Nr. 2300 VVRVG von 0,5 bis 1,3 an, (nur) bei umfangreichen oder schwierigen Fällen auch eine Geschäftsgebühr von 1,3 bis 2,5 nach der Anm. zu Nr. 2300 VVRVG.

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