Frage von paula9,

Wie gross kann die Ersparnis sein, wenn man weitgehend auf Papier verzichtet?

Ich arbeite in einem eher kleinem produzierendem Unternehmen mit 5 Leuten im Buero. Ich frage mich wieviel wohl einzusparen ist, wenn wir unseren Papierverbrauch auf das Noetigste reduzieren. Gibt es da Rechenmodelle oder Fallbeispiele, wie naehere ich mich dem am besten?

Antwort
von wiener10,

Ich wuerd erst einmal zusammenstellen wieviel ihr im Monat oder sonstigem Zeitraum fuer Papier und Folgekosten (Toner etc.) ausgebt, dann kannst Du ueberlegen was wie minimiert oder gestrichen werden kann und zu welcher Ersparnis fuehrt. Eventuell fallen aber auch zusaetzliche Kosten fuer Scanner, Speicherplatz, etc. an. Je nach Umfang und Vorhaben.

Kommentar von Fragfreund ,

Ach so, also ich habe ernsthaft geglaubt, es ginge um den Toilettenpapierverbrauch.

Kommentar von LittleArrow ,

Naja, das ist eine etwas eingeengte Sicht des Papierverbrauchs. Denke doch besser an die Papierhandtücher im Vorraum, der sich durch Trocknungsgebläse (zu Lasten des Stromenergieverbrauchs) erheblich reduzieren läßt.

Antwort
von Privatier59,

"Papierbrauch" reduzieren? Rechnen wir mal: 500 Blatt Kopierpapier kosten max. 3,50 Euro, rechnen wir mal denselben Betrag fürs Drucken dazu, macht 7,-- Euro für 500 Blatt. Unterstellen wir mal großzügig 2500 Blatt Verbrauch pro Woche, macht 35 x 52 = 1.820,-- Euro im Jahr. Muß man über diesen Betrag lange reden? Wieviel würde die Umstellung des Büros auf eine modene Computeranlage mit allen Zusatzgeräten und professioneller Wartung kosten? Ich nehme an, da würde dieser Betrag erheblich übertroffen werden.

Antwort
von freelance,

Modelle bringen dich nicht weiter, wenn nicht bekannt ist, wofür ihr Papier benötigt, wer Papier verbraucht, von welchem Papier du sprichst etc.

Der Einkauf wäre die bessere Quelle. Frag die Person, die Dinge einkauft. Diese muss auch wissen, was an Papier gekauft wird. Und dann überlege, wofür ihr Papier benötigt. Dann hast du die Rechnung, wenn du hart an die Einsparungen gehst.

Ich kenne Firmen, die brauchen Papier nur für die Buchhaltung (Ablage, Rechnungen etc). Der Rest ist digital gespeichert. Bei denen ist Papier nicht wirklich ein Kostenfaktor.

Antwort
von EnnoBecker,

Die Frage ist so nicht richtig. Beim digitalen Büro geht es zunächst nicht um das Sparen von Papier, sondern um die Organisation um Ablaufprozessen.

Optimierte Prozesse sparen mehr als mal hundert Blatt nichtausgedruckter Mails.

Ich befasse mich seit 2005 mit der Analyse und Optimierung von Prozessen - und seitdem habe ich Unmengen von Arbeitsabläufen etabliert, angewendet und wieder über den Haufen geworfen, weil wieder etwas Besseres oder Anderes angesagt war.


Beispiel:
In einem der Kanzleien, in der ich tätig war, waren die Mitarbeiter über 3 Etagen verteilt. Hinter den Arbeitsplätzen der MA gab es Stauplatz für die ganzen Papierordner der Mandantschaft. Allerdings hatte nicht jeder MA seine Akten hinter sich, sondern die Akten waren nach Nummern - abgeleitet vom Anfangsbuchstaben des Mandanten - sortiert.

Jetzt hat also der Kollege Meier aus der ersten Etage einen Mandanten, dessen Name mit Q beginnt. Dessen Ordner steht in E3. Q ruft an und fragt etwas nach, was sich aus den Akten ergibt. Meier ist nicht aussagefähig und sagt "ich muss erst nach oben gehen". Das tut er und nach einer halben Stunde ruft er zurück und gibt die Auskunft.

Wenn er Glück hat, ohne Nachfragen, die ihn zu weiterer Dienstreise treiben.


Die digitale Akte hingegen wird aufgerufen, während die Sekretärin verbindet. Meier kann sofort die Akte einsehen und Q die Auskunft geben.

Warum sollte man als Unternehmer auf diesen Vorteil verzichten?

Kommentar von Privatier59 ,

Analyse und Optimierung von Prozessen

Herr Kollege! Meine Meinung: Wer schreibt der bleibt. Kann man mit Dateien Fliegen erschlagen, Kaffeetassen drauf stellen, Liebesbriefe oder Mahnungen verstecken, Eselohren ziehen. Männchen malen? Da siehst Du mal, es geht nichts über die gute alte Akte. Möge sie ewig leben.

Kommentar von EnnoBecker ,

Und während in VillaP59 noch gesucht wird, wird in VillaEnno schon an was Neuem gearbeitet.....

Kommentar von Meandor ,

Ich befasse mich seit 2005 mit der Analyse und Optimierung von Prozessen - und seitdem habe ich Unmengen von Arbeitsabläufen etabliert, angewendet und wieder über den Haufen geworfen, weil wieder etwas Besseres oder Anderes angesagt war.

Dafür sollte ich Dir tausend Punkte geben. Vor allem für die Aussage ab "und wieder über den Haufen geworfen".

Es gibt nix Schlimmeres als Reformverweigerer.

Kommentar von Privatier59 ,

Reformverweigerer.

Na,na,na: Früher war doch alles besser: Da waren die Eier noch eckig und das Wasser war noch unverdünnt.

Kommentar von EnnoBecker ,

Klar, früher war insbesondere die Zukunft besser.

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