Frage von Tscharlie, 7

Wie Girokonto -nach Umschuldung vom Dispokredit- im Guthabenbereich zu halten, brauche Rat?

Wie kann ich es schaffen, mein Girokonto nach Umschuldung vom Dispokredit im Guthabenbereich zu halten. Bisher schulde ich nach einer Weile immer wieder um und nach einer Weile ist der Umschuldungskredit abbezahlt und ich bin wieder in den roten Zahlen, sprich der Dispo ist wieder ausgereizt. Das geht schon einige Jahre so. Habt Ihr einen Tipp wie ich die Spirale beenden kann? Danke Euch für guten Rat.

Antwort
von gandalf94305, 2

Wenn Du es schaffst, die schrittweise Inanspruchnahme des Dispositionsrahmens immer wieder nach einiger Zeit umzuschulden und dieses Darlehen abzuzahlen, dann ist das zunächst mal keine Spirale, die nämlich immer höhere Verschuldungen bewirken würde, sondern ein stabiler Zustand - wenn auch nicht so ganz zufriedenstellend, da teuer. Du könntest durch Einräumung eines Rahmenkredits anstelle des Disporahmens ggf. an den Zinsen noch etwas sparen, aber das wird nicht die Inanspruchnahme verändern.

Nimmst Du ein Girokonto ohne Dispositionsrahmen, dann ist das im Prinzip wie zuvor - nur eben ohne Überziehungszinsen. Die Tatsache, daß die Umschuldungsdarlehen von Dir zielgerecht getilgt werden können, zeigt ja, daß es auch freie Liquidität gibt, wenn das sein muß.

Ich würde daher vier Punkte vorschlagen:

  • Girokonto ohne Dispositionsrahmen (oder nur sehr gering, z.B. 1.000 EUR) zur Vermeidung von Überziehungszinsen

  • Tagesgeldkonto zur Abführung deutlich positiver Salden aus dem Girokonto, jedoch tagesaktuell verfügbar, Verzinsung minimal

  • Nach Tilgung der ausstehenden Darlehen steckst Du die Hälfte des Tilgungsbetrags jeden Monat auf das Tagesgeldkonto und wenn das stabil läuft, meinetwegen auch einen Teil in einen Fondssparplan auf einen defensiven Mischfonds als längerfristige Vermögensanlage

  • Führe mal in einem großen Excel-Sheet auf, was Du über das Jahr hinweg an Ausgaben und Einnahmen hast. Gliedere das nach Monaten. So läßt sich planen, welche Ausgaben kommen werden, aber auch wann man sich mit zusätzlichen Einnahmen mehr leisten kann. Trage dann Deine realen Einkünfte und Ausgaben dagegen ein, um zu sehen, ob die Planung noch stimmt.

Letztendlich gibt es für Dich außer einer Ausgabendisziplin nur die andere Option, auf der Einnahmenseite etwas zu tun. Ein Nebenjob? Eine bessere Position im jetzigen Job? Überstundenauszahlungen? Überlege, was für Dich passt.

Antwort
von Snooopy155, 2

Nachdem Du Dich offensichtlich selbst nicht ausreichend disziplinieren kannst, wäre die einfachste Lösung auf einen Dispo zu verzichten. Nur so kannst Du es schaffen die roten Zahlen zu vermeiden. Bei allen anderen Lösungen wird immer wieder Dein "innerer Schweinehund" siegen und Dich zu Ausgaben verleiten.

Die Bank wird natürlich nicht begeistert sein, denn an Deinem großzügigen Ausgabeverhalten verdient sie ja ordentlich.

Antwort
von russel, 1

Führe ein Haushaltsbuch! Das diszipliniert enorm, da merkt man erstmal für welche Sachen man sein Geld ausgibt, und fragt sich dann automatisch: brauche ich das alles in der Form überhaupt. Dadurch habe ich z. B. zum ersten mal schwarz auf weiß gesehen, was für völlig überzogene Summen ich für (unnötige) Taxifahrten und Essen gehen verschwendet habe. Tipp: google mal nach "Das zehn Sekunden Haushaltsbuch" sehr schönes, unkompliziert zu bedienendes Programm. Viel Erfolg und nicht gleich aufgeben, wenn mal die Diziplin dazu gefehlt hat wirklich alles einzutragen!

Antwort
von SBerater, 2

ich führe für einige Monate ein Protokoll über ALLE Ausgaben und Einnahmen, die ich habe. Damit bekomme ich ein Gefühl, wo das Geld hingeht. Und nur so bekomme ich raus, wo ich sparen könnte.

Nachdem ich deine Ausgaben nicht kenne, dein Leben nicht, kann ich schwer sagen, wo du einsparen kannst. Die grossen Brocken sind meist Wohnung, Auto, Essen. Hier kann man nur sparen, wenn man umzieht, weniger fährt oder ein kleineres Auto kauft und zum Discounter geht.

Bei deinem Kredit zahlst du ca. 100 Euro im Monat zurück. Beim Essen kann man sicherlich einiges sparen, wenn das nicht schon der Fall ist.

Ausgaben sind dann on top: Reisen, Kleidung, Ausgehen. Hier kann man sich mal auf die Zähne beissen und weniger ausgeben.

Am einfachsten wäre, du kündigst den Dispo. Dann kannst du nicht mehr in die Miesen gehen.

Im Detail kann man nur einen Rat geben, wenn man alle Fakten kennt.

Antwort
von katalog49, 1

Nach Deiner Frage nach den Kreditzinsen würde ich vorschlagen, Du stellst dir Frage in ca. 70 Monaten noch einmal. Nach Deiner Schilderung hast Du ja bis dahin erst einmal kein Problem mehr. Die Zeit heilt manches, auch das Unvermögen mit Geld umzugehen (vielleicht!)

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