Frage von spinatwachtel,

Wie ermittle ich die richtige Versicherungssumme für den Hausrat?

Stichwort Hausratversicherung - wie ermittle ich die richtige Versicherungssumme für den Hausrat?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von mig112,

Entweder nach der Pauschale von 650EUR je Qm oder aber gemäß dem doppelseitigen Wertermittlungsbogen, in welchen du jedes einzelne Teil zum Neuwert einträgst und anschließend summierst.

Natürlich auch online möglich:

http://www.provinzial-online.de/web/html/privat/versicherungen/wohnen/hausrat/me...

Antwort
von billy,

Zur Ermittlung der Versicherungssumme in der Hausratversicherung gibt es zwei Möglichkeiten:

Wertermittlung nach Quadratmetern:

Dabei wird pro Quadratmeter Wohnfläche eine Versicherungssumme von 650 Euro zugrundegelegt. Das ergibt z.B. bei einer 120 Quadratmeter großen Wohnung eine Versicherungssumme von:

120 qm x 650 Euro = 78.000 Euro.

Wertermittlung durch Festlegung der Gesamtsumme des Hausrates:

Die Versicherungssumme wird festgelegt durch den vom Versicherungsnehmer genannten Wert des Hausrates. Da die Versicherungssumme auch dem tatsächlich vorhandenem Hausratwert entsprechen soll, ist ein sogenannter Wertermittlungsbogen empfehlenswert.

Die vereinbarte Versicherungssumme erhöht sich im Schadenfall um einen Vorsorgebetrag in Höhe von 10 %.

Die Versicherungssumme wird bedingungsgemäß zu Beginn eines jeden Versicherungsjahres entweder erhöht oder vermindert. Diese Erhöhung oder Minderung der Versicherungssumme erfolgt nach der prozentualen Änderung des Preisindex für "Verbrauchs- und Gebrauchsgüter ohne Nahrungsmittel und ohne die normalerweise nicht in der Wohnung gelagerten Güter".

Die Veröffentlichung des Preisindex erfolgt durch das statistische Bundesamt jeweils im September jeden Jahres.

Die neue Versicherungssumme wird auf volle Hundert Euro aufgerundet und dem Versicherungsnehmer bekannt gegeben. Der Beitrag wird aus der neuen Versicherungssumme berechnet.

Der einfachere Weg zur Festlegung der Versicherungssumme ist die Berechnung nach Quadratmeter Wohnfläche. Teilweise ergeben sich Versicherungssummen die weit über dem vorhandenen Hausrat wert liegen. In diesem Fall ist es empfehlenswert den tatsächlich vorhandenen Hausratwert zu ermitteln und auch nur diesen zu versichern.

Es kann aber auch sein, dass die nach Quadratmeter Wohnfläche berechnete Versicherungssumme nicht ausreicht (wenn z.B. viele Wertsachen ,Antiquitäten und wertvolle Teppiche vorhanden sind.) Auch in diesem Fall empfiehlt es sich einen Wertermittlungsbogen zu Hilfe zu nehmen.

Die Versicherer gewähren bei der Festlegung der Versicherungssumme nach Quadratmeter Wohnfläche oder bei korrekter Ermittlung der Versicherungssumme den sogenannten Unterversicherungsverzicht. Das heißt die Versicherer verzichten im Schadenfall auf die Prüfung ob Unterversicherung besteht und ggf. Kürzung der Entschädigungsleistung wegen Unterversicherung. http://www.versicherung-vergleiche.de/hausratversicherung/versicherungssumme.htm

Antwort
von LittleArrow,

Es gibt den versicherungsseitigen Schätzwert von € 650/qm, um eine Unterversicherung auszuschließen.

Was dabei aber nicht bedacht wird, ist die unterschiedliche Sichtweise des Maßstabes "qm"!

Der Versicherungsnehmer geht von "seiner" gemieteten oder selbstgenutzen Wohnfläche (nach DIN) aus. Dieses Verständnis zeigen auch die übrigen, bisherigen Antworten. Der Versicherer zählt hingegen idR z. B. noch die Hobbyräume dazu, z. B. Bügel-, Sauna-/Werkstatt-/Tischtennis-/Billiard-/Musik-/Partykeller, Gartenlaube etc. Definitiv nicht dazu zählen: Waschküche und Heizkeller.

Strittig wird es, welche Merkmale gegeben sein müssen, damit ein Keller, eine Laube oder Garage zur Wohnfläche zählt. Reicht bereits ein Schrank, ein Kühl-/Gefrierschrank, eine Bügelmaschine, ein Schreibtisch, eine Sitzgelegenheit, ein Bücherregal, eine Wandvertäfelung, ein Fliesenboden oder ein Heizkörper im Keller aus, um ihn der Wohnfläche zuzuordnen?

Über diesen Punkte erhält man selten konkrete Angaben auf der Homepage vom Versicherer. Man kann aber den Versicherer die Flächenbestimmung vornehmen lassen; dann kann er keinen Einwand mehr erheben.

Kommentar von LittleArrow ,
Kommentar von LittleArrow ,

http://www.wiwo.de/finanzen/vorsorge/ratgeber-die-wichtigsten-antworten-zur-haus...

Einschließlich Link zum Wertermittlungsbogen der Stiftung Warentest.

Antwort
von Candlejack,
  • Variante 1: 650 EUR pro qm Vorgabe der Versicherer übernehmen und schätzen, ob das hinkommt. Im Osten ist das öfter übertrieben.
  • Variante 2: mal durch die Räume gehen und wirklich ALLES überschlagen.

Ich mach Variante 2 mit einigen Kunden. Die kriegen eine Liste, wo auch Sachen, Schuhe, Geschirr, Blumen etc. draufstehen (das vergessen viele gern) und wo Sie am Ende einen Wert erhalten. Das hilft, erstmal ein Gefühl für die zu versichernden Werte zu erhalten. Das geht natürlich bei 40-80 EUR Prämie nicht mit allen Kunden !

Antwort
von gammoncrack,

Die Versicherer haben natürlich Erfahrungswerte. Hat man einen durchschnittlichen Haushalt, kommt man mit den Durchschnittswerten pro qm meistens hin.

Sicherheitshalber sollte man einfach mal den ungefähren Wert überschlägig ermitteln. Ansonsten muss man sich eben einmal hinsetzen und alles aufschreiben.

Vorsicht bei dem immer wieder aufgeführten Unterversicherunsverzicht. Hört sich gut an, ist es aber nicht unbedingt:

Das bedeutet nämlich nur, dass bei einer festgestellten Unterversicherung bei einem Teilschaden trotzdem ohne Abzüge reguliert wird - es wird also nichts gekürzt. Allerdings, und das wird häufig übersehen, wird bei einem Totalverlust des Hausrates nur die Versicherungssumme, manchmal + 10%, bezahlt.

Antwort
von althaus,

Am besten Du machst Dir eine Liste von allem was Du im Haushalt hast und rechnest grob nach wieviel Dein Haushalt wert ist. Als ich damals noch in einer kleinen Wohnung gelebt habe nahm ich ca. 1.000 DM/qm an. Damit kam ich in etwa hin. Nun wohne ich auf 140qm und habe ca. 70.000 Euro Versicherungssumme. Ob das reicht weiss ich nicht, bin aber auch zu faul um nachzurechnen. Wer sicher gehen möchte, kommt an eine Liste nicht vorbei.

Antwort
von robinek,

Das hat für mich die Versicherung vor Abschluss übernommen (Kannst ja aber trotzdem zunächst Angebote einholen und die Leistungen vergleichen) Bin somit auf der sicheren Seite

Kommentar von althaus ,

Woher weiss Deine Versicherung über Deine Mobilienwert Bescheid?

Kommentar von LittleArrow ,

Wenn wirklich die Versicherung bzw. deren Beauftragter die Wohnung/Immobilie inspiziert hat, dann trägt sie das Risiko der Unterversicherung.

Kommentar von Candlejack ,

Wie soll das die Versicherung gemacht haben ? Hat die die Wohnung durchsucht und alles notiert und weiß die auch, was die Möbel gekostet haben ? Ich tu mir das nicht an, der Kunde nennt einen Wert oder bekommt eine Checkliste, die man später auswertet und übernimmt.

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