Frage von Oxygon, 75

Wie bzw. wo komme ich nach einer Bankenpleite an meine Aktien heran?

angenommen, die Bank, bei der ich mein Aktiendepot halte, geht pleite. Wie bzw. wo komme ich dann an meine Aktien heran? Mein Depot verwalte ich online?

Antwort
von Rat2010, 30

Wie kommst du darauf? Bankpleiten waren ja mehr vor ein paar Jahren ein Thema. Oder geht es um keine Deutsche Bank? In den USA oder auch anderswo und wenn es kein Depot sondern ein "Depot" ist, von dem du zwar Auszüge bekommst, es sich aber um nicht an Börsen gehandelte Produkte handelt, können andere Regeln gelten.

Ein Depot in Lux, auch eines in der EU, taucht nicht in der Bilanz der Bank auf. Es ist zu keiner Zeit ihr Geld und es sind zu keiner Zeit ihre Anteile. Wenn die Bank pleite geht, tangiert dich das wenig. Dann kann es auch sein, dass das Deotgeschäft einfach irgendwohin übertragen wird und sich für dich nichts ändert. Aber auch sonst wird es wen geben, über den du Zugriff hast.

Insgesamt hängt zwar einiges davon ab, was und wie die Bank in der Insolvenz weiter betrieben wird. Dein Depot gehört aber weiterhin dir und tendenziell hast du auch - jedenfalls einen oder zwei Tage später - Zugriff.

"Online" macht wenig Unterschied. Die Anteile liegen ja auch sonst nicht im Keller.

Antwort
von Tritur, 54

Ob Online oder nicht, die bei einer Bank geführten Kunden-Wertpapierdepots gehören nicht der Bank, es sind Sondervermögen, welche von einer Insolvenz der Bank nicht betroffen sind und auf die andere Bankengläubiger oder der Konkursverwalter keinen Zugriff haben.

Im Fall des Falles bittet man die Bank oder den Kursverwalter einfach um Übertragung des Depots auf ein anderes Institut.

Eine Gefahr besteht allerdings dann, wenn sich die Bank in ihrer Not in betrügerischer Weise an den Depots ihrer Kunden vergreift. Not macht erfinderisch und leider oft kriminell. Man sollte sein Geld also besser nicht Banken und Finanzdienstleistern anvertrauen, welche eine schwaches Eigenkapitalquote haben und dazu noch seit mehr als einem Jahr Verluste produzieren.

Kommentar von Finanzschlumpf ,

ah so, wie hoch ist den die Eigenkapitalquote von anderen Anlageformen, z.B. einem Investmendfonds ??

Kommentar von Tritur ,

Si tacuisses, philosophus mansisses:  Wenn Du den Unterschied zwischen einem Investmentfonds und einer Bank kennen würdest, hättest Du diesen Kommentar nicht geschrieben und man hätte dich weiterhin für einen kompetenten Ratgeber gehalten.

Antwort
von Daniel1978, 33

Wie bereits erklärt sind Aktien Sondervermögen und getrennt von der Insolvenzmasse einer Bank zu betrachten.

Die Frage ist doch eher, ob eine Bank im Falle einer Insolvenz den Geschäftsbetrieb in irgend einer Form weiterführen kann und da wird es  jedenfalls eine längere Zeit dauern, bis man dir die Aktien in ein anderes Depot umbucht.

Antwort
von Finanzschlumpf, 20

Die Aktien gehören wie geschrieben nicht in die Konkursmasse - Betrug seitens der Bank natürlich ausgenommen.

Der "technische Zugriff" kann sich natürlich im unwarhscheinlichen Fall des Falles durchaus hinziehen. Für Leute, die jeden Tag als Daytrade aktiv sind, sicher ein Problem. Wer alle Jubeljahre mal ne Bewegung auf dem Depot hat, ist das aber egal.

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