Frage von ginfizzz, 265

Wie berechnet sich die PKV-Prämie bei Wegfall der Beihilfe?

Hallo,

ich bin als "Beamtenkind" privat versicherter Student (Debeka), 80% werden von der Beihilfe getragen. Wenn nach Vollendung des 25. Lebensjahres meine Beihilfeberechtigung wegfällt, werde ich voraussichtlich nicht in den Studententarif (PSKV) meiner PKV wechseln, sondern im derzeitigen Tarif verbleiben. Grund hierfür ist, dass ich wegen einer chronischen Erkrankung nicht mehr ohne sehr hohe Zuschläge in den regulären Tarif zurückkehren könnte (siehe gestern gestellte Frage).

Die sich mir nun stellende Frage ist: wie ermittle ich, wie hoch die Prämie sein wird, wenn die Beihilfe wegfällt und die Kosten statt zu 20% zu 100% von der PKV getragen werden? Steigt dann die Prämie ganz simpel um den Faktor 5 (also z.B. 250€ statt 50€), oder liegt der 100%-Prämie eine kompliziertere Berechnung zugrunde (wenn ja, welche)?

Viele Grüße

Antwort
von barmer, 252

Hallo,

ganz grob wird sich die Prämie mehr als verfünffachen. Im Detail stimmt das natürlich nicht, denn es sind verschiedene Tarife, die von den Versicherern separat ausgewertet werden. Möglicherweise ist auch die Inanspruchnahme von Nicht-Beamten anders (höher ?) als die von Beamten und daher auch die Prämie.

Die Prämien der Tarife findet man im Internet, so dass man die heutigen Prämien sofort vergleichen kann. In 2 Jahren können die anders sein. Dazu kommt, dass Sie sich vermutlich noch in einem Bisex-Tarif befinden und im Internet nur die aktuellen Unisex-Tarife zu finden sind. Also nur ein Anhaltspunkt.

Konkret wird die dann in 2 Jahren die aktuelle Prämie vom Alter 25 genommen und durch einen Umstellungsrabatt, der sich aus dem bisherigen Vertrag ergibt, reduziert. Die genaue Rechnung kann von Außenstehenden ohne Zugriff auf die DV des Versicherers nicht vollzogen werden.

Weiter viel Glück

barmer

Kommentar von ginfizzz ,

Hallo lieber barmer,

vielen Dank (mal wieder) für die kompetente Antwort. Verstehe ich Sie richtig, dass ich also mit 25 von einem Tarif für Beihilfeberechtigte in einen Tarif für Nicht-Beihilfeberechtigte wechseln würde?

Als wie kompliziert schätzen Sie es ein, einen Nicht-Beihilfeberechtigtentarif zu finden, der nach § 204 VVG gleichartig (also auch nicht minderwertig - ich will ja als Beamter wieder zurückwechseln!) ggü. dem Beihilfeberechtigtentarif ist?

Und verstehe ich es weiterhin richtig, dass ich als Altkunde auch bei einem Tarifwechsel innerhalb des Bisex-Systems verbleiben kann?

Viele Grüße

Kommentar von barmer ,

1.) ja, denn Beihilfeberechtuigte mit 0% Beihilfe gibt es ja nicht

2.) das muss man mit der Debeka klären, das müssen die aber hinkriegen (auch ein Standardvorgang), möglicherweise ist das der genannte PN (gleichartig reicht nicht, das ist jede Vollversicherung, es muss so gleichwertig sein, dass der Wechsel zurück klappt)

3.) grundsätzlich ja, solange man in der KV-Vollversicherung bleibt. Sollte einmal ein Wechsel in Unisex angeboten werden (ohne Erschwernisse), könnte man da aber zuschlagen, denn der ist auch und gerade bei der Debeka deutlich besser.

Antwort
von RHWWW, 232

Hallo,

die Verfünffachung der Beiträge ist ein Ansatz. Wenn in der neuen Versichertengruppe ohne Beihilfeansprüche nur relativ wenige Persionen versichert sind, gibt es ggf. große Ausschläge nach oben oder unten bei der Beitragshöhe (z.B. einige Versicherte mit sehr teuren Behandlungen wirken sich bei kleinen Versichertengruppen relativ stark aus). Die Zahl der Versicherten in einem bestimmten Tarif wird vom Versicherungsunternehmen aber oft als Betriebsgeheimnis behandelt.

Bei dem jetzigen Tarif klären, ob es eine Altersgrenze gibt. Wenn ja, was passiert bei Erreichen dieser Grenze? Was ist in den Versicherungsbedingungen des Tarifes geregelt?

Es gibt oft Tarife, die keine Altersrückstellungen bilden (z.B. für Kinder und Studenten). Ab einem bestimmten Zeitpunkt fallen diese aber an. Zu diesem Zeitpunkt gibt es dann einen deutlichen Beitragssprung.

Gruß

RHW

Antwort
von Privatier59, 209

Ich bezweifele, daß Du in dem bisherigen Tarif bleiben kannst. Dir fehlt ja dafür die Grundvoraussetzung, nämlich die Beschäftigung im öffentlichen Dienst. Ich bin selber bei der Debeka krankenversichert und bezahle für die Tarife PN, PNE und die Pflegeversicherung pro Monat 400,-- Euro. Auf einen Beitrag in dieser Höhe mußt Du Dich auch einstellen. Da wäre die studentische KV trotz Zuschlägen sicher preiswerter.


Kommentar von ginfizzz ,

Da hast Du natürlich recht, lieber Privatier - ich müsste dann in einen gleichartigen Tarif (das wäre wohl PN) wechseln. Die studentische KV käme mich sicher günstiger, aber wenn ich in die wechsle, komme ich später als Beamter nicht mehr oder nur noch mit Monsterzuschlägen in den Regeltarif rein.

Vielen Dank für deine Antwort und viele Grüße!

Kommentar von basiswissen ,

Du kannst doch einfach in die studentische Wechseln und den bestehenden Tarif in eine Anwartschaft wandeln. Dann kommst du ohne neue Gesundheitsprüfung auch wieder als Beamter rein. Zusätzlich gibt es noch die "Öffnungsklausel" - wenn nichts Anderes mehr geht...

Kommentar von ginfizzz ,

Hallo basiswissen, 

vielen Dank für deine Antwort - aber der Abschluss einer Anwartschaft ist doch m.W. nur für den Fall gedacht, dass man zwischenzeitlich in die GKV wechselt, was ich als Student ja aber nicht kann, da ich bis zum Ende meines Studiums an die PKV gebunden bin. Oder berechtigt der Abschluss der Anwartschaft etwa auch dazu, in den PSKV-Tarif zu wechseln und später in den Normaltarif zurückzukehren? Das wäre mir jedenfalls neu!

Viele Grüße

Antwort
von basiswissen, 135

Du kannst nicht in dem Tarif bleiben da dieser Tarif eine Ergänzung zur bestehenden Beihilferegelung des Dienstherren ist. Mit Wegfall der Beihilfe-/Versorgungsberechtigung bist Du also zu 100% in einem Volltarif zu versichern.

Eine Verfünffachung der Beiträge ist zwar ein Ansatz, hat aber-je nach Tarif den Du dann wälst - nichts mit Realität zu tun.
Ich würde insofern mal gründlich vergleichen lassen (dafür gibt es spezialisierte Versicherungsmakler) welche Gesellschaft, Tarife und Leistungen für dich die beste Lösung darstellen.

Antwort
von basiswissen, 140

Da die Tarife der Beihilfeergänzung üblicherweise als "B"-Tarif deklariert sind wirst Du in dem Tarif nicht bleiben können. Ein Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft geht auch mit Vorerkrankung weil ein Statuswechsel vorliegt. Also keine Bange. Allerding nun n Betrag zu nennen geht nicht, da musst Du dich an den Herrn von der DeBeKa wenden.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community