Frage von dennyo, 8

Wie am besten Riestern als junger Familienvater?

Ich habe mein Studium nun beendet und fange bald an zu arbeiten. Ich möchte jetzt einen Riester-Vertrag abschließen für die Altersvorsorge. Ich bin 28, verheiratet und habe ein Kind. Was für eine Art Vertrag würdet ihr mir in meiner Situation empfehlen? Evtl. Riester-Bausparen? Wir wohnen nämlich noch zur Miete, wollen aber auf jeden Fall mal Eigentum haben...

Antwort
von Kalli77, 6

Wenn ihr euch hundertprozentig sicher seid, dass ihr entweder ein Haus kaufen oder bauen möchtet, dann kann ein sogenannter Wohn-Riester sinnvoll sein, weil ihr die Zulagen dann schon vor der Rente nutzen könnt. Das ist durchaus ein Vorteil. Problem ist halt, dass Wohn-Riester-Verträge nicht frei verwendbar sind. Alternativ würde ich einen Fondssparplan empfehlen...

Antwort
von Niklaus, 5

Sich sofort um die Altersvorsorge zu kümmern ist eine sehr guter Entschluss. Doch woher weißt du das die Riesterrente die richtige Schicht deraltersvosroge und die richtige Art der Altersvorsorge ist.


Die wirklich wichtige Frage zur Altersvorsorge sollte lauten:„Welche Altersvorsorge ist für mich optimal“? In Deutschland ist die Altersvorsorge in drei Schichten aufgebaut. Aber Achtung: Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen. Es ist ein großer Unterschied, ob jemand eine Rürup-Rente, eine Riester-Rente, eine betriebliche Altersvorsorge eine privat Rentenversicherung oder einen Fonds-Auszahlungsplan abschließt. Jede der Versorgungsarten hat unterschiedlich hohe Aufwendungen um die gleiche Nettorente zu erzielen. Dies ist abhängig von der Art der Arbeit, selbständig oder angestellt, ob er über oder unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt, welchen Familienstand er hat, der Anzahl der Kinder, der Höhe des Einkommensteuersatzes und der Form der Krankenversicherung, gesetzlich freiwillig gesetzlich oder privat.

Alle Versorgungsformen sind sowohl in der Einzahlungsphase wie in der Rentenphase unterschiedlich besteuert. Die größten Auswirkungen entstehen aber ab Beginn der Rentenphase. Die Besteuerung und die Krankenversicherung wirken sich hier enorm aus. Um eine gleiche Nettorente nach Steuern und Krankenversicherung in allen Vorsorgearten zu erzielen, hat man unterschiedlich hohe Aufwendungen für seine Rente. Denn es ist schon ein großer Unterschied, ob ich von dem im Angebot errechneten Betrag noch Steuern und ggf. Krankenversicherung bezahlen muss oder nicht. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Erst dann kann man sagen welche Schicht, welche Art der Altersvorsorge optimal ist. Auch Kombinationen können in betracht kommen.

Seit 1.1.2005 gilt das Alterseinkünftegesetz,

  • Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente)
  • Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente
  • Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw. –Kapitallebensversicherungen, Investmentfonds
Antwort
von Underfrange, 6

Ob Riester überhaupt das Richtige ist kann ein unabhängiger Berater erarbeiten. Bitte lassen Sie sich beraten und investieren Sie die Zeit in einen unabhängigen Berater der Ihnen auch die Angebote des gesamten Marktes anbieten und vergleichen kann.

Vielleicht ist ja bei Ihnen Riester nicht die erste Wahl.

Suchen Sie sich bitte einen Versicherungsberater und bezahlen dem ein Beratungshonorar oder finden Sie einen Versicherungsmakler der Sie kostenlos berät. Für Rückfragen stehe ich gerne per PN (Mail) zur Verfügung. Viel Erfolg und alles Gute

Antwort
von Larkolas, 5

Wenn man bauem bzw. kaufen will, ist Riester schon mal definitiv die richtige Schicht, also nicht von Niklaus' copy&paste Antwort irritieren lassen. ;)

Welches Produkt ist dagegen Ansichtssache, wer kann schon in die Zukunft schauen? Steigen die Zinsen, war ein Bausparvertrag gut. Bleiben sie gleich aber die Weltwirtschaft läuft gut war ein Fondssparplan besser. etc.

Von einer Rentenversicherung würde ich aber eher abraten, da dort am Anfanf hohe Kosten anfallen die man auch nicht wieder bekommt wenn man das Geld für eine Immobilie entnimmt.

Kommentar von Niklaus ,

Was soll denn dieses Negativbashing. Eine genau Analyse schließt doch überhaupt nicht aus, das es Riester die richtige AV sein kann. Außerdem gibt es bei Wohnriester auch Nachteile. Aber wie sehe hast du sowieso keine Ahnung, Laut Schichtenvergleich ist die eine private Rente steuerlich gesehen meist die günstigste Lösung. Man muss dafür auch kein KV bezahlen. aber woher sollst du das wissen. Du kannst ja deine Meinung haben , aber mach nicht andere User hier runter mit dingen von denen du keine Ahnung hast.

Kommentar von Larkolas ,

Das ist doch kein bashing, sondern du schreibst diese Antwort nun mal fast immer. Manchmal ist sie ja auch zutreffend, das bestreite ich nicht, aber nicht im vorliegenden Fall.

Warum du nun persönlich wirst, verstehe ich nicht, und ich kenne sehr wohl auch die Nachteile von Wohnriester. Ich bin aber gespannt auf deine Rechnung, wie eine private Rentenversicherung der 3. Schicht, die nach wenigen Jahren gekündigt wird weil man eine Immobilie erwerben will, Wohnriester schlagen soll.

Kommentar von Larkolas ,

Ach so, und keine Ahnung was KV bedeuten soll? Krankenversicherung? Was hat die mit dem Thema jetzt zu tun? Entweder fällt sie bei Riester UND 3. Schicht an oder gar nicht, aber halt, ich bin ja eh zu doof das zu wissen...

Kommentar von Niklaus ,

Sorry aber ich habe das als Bashing angesehen.

Das Ziel kann nicht sein, ein Rentenversicherung still zulegen um dafür die Wohnung anzuzahlen. Von einer Wohnung kann man sich nichts zu essen kaufen. Besser ist, wenn man Immobilie plus Altersvorsorge hat.

Wohnriester ist nicht das Allheilmittel. Es kann auch nur ein kleiner Teil der Finanzierung sein. Die Steuerbelastung im Rentenalter ist bei Wohnriesterverträgen sehr unangenehm.

Worauf ich in meinem Beitrag Hinweise ist immer das gleiche und Richtige. Vor Abschluss sind die Ziele und Wünsche zu definieren und dann macht man einen Schichtenvergleich. Die Entscheidung muss der Kunde dann sowieso selbst treffen.

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